In Berlin hat die Polizei nach dem Christopher Street Day Bilanz gezogen. Während die Hauptveranstaltung mit über 250.000 Besuchern ausgelassen und friedlich verlaufen sei, habe es bei der zeitgleichen stattfindenden, aber deutlich kleineren Kundgebung „Internationalist Queer Pride“ in Neukölln etliche Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei gegeben, hieß es. 

CSD 2024 in Berlin: Die schönsten Bilder der Pride-Demo

46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Am Anfang des CSD war ein Regenschirm nützlich – doch der Regen verzog sich schnell.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Auf dem CSD ist das ganze Spektrum der queeren Community vertreten. Auch Puppys, die spielerisch Hundewelpen nachahmen.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Manch ein Teilnehmender kam mit sehr extravaganten und aufwendigen Outfits.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hielt auf dem CSD eine Rede. Sie unterstrich die Forderung vieler LGBT-Aktivisten, den Schutz der sexuellen Identität ins Grundgesetz aufzunehmen.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hielt in diesem Jahr nicht die traditionelle Eröffnungsrede. Unter die Menge mischte er sich trotzdem.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hielt in diesem Jahr nicht die traditionelle Eröffnungsrede. Unter die Menge mischte er sich trotzdem.© BM | Patrick Goldstein
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Menschen aller Generationen waren auf dem CSD unterwegs.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
75 Wagen von verschiedenen Initiativen und Unternehmen nahmen am CSD teil.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Die Regenbloggenflagge ist das bekannteste Symbol der queeren Community.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Bunte Kostümierungen prägten auch in diesem Jahr wieder die Pride Demo.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
Der CSD-Zug endete am Brandenburger Tor, wo noch bis zum Abend gefiert wird. Auch wenn es an der Hauptbühne kurz Tonprobleme gab – die Sängerin Lara Hulo dennoch nicht davon abhielten, ein paar Songs zu performen.
Der CSD-Zug endete am Brandenburger Tor, wo noch bis zum Abend gefiert wird. Auch wenn es an der Hauptbühne kurz Tonprobleme gab – die Sängerin Lara Hulo dennoch nicht davon abhielten, ein paar Songs zu performen.© BM | Iris May
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Der Vielfalt waren beim CSD in Berlin keine Grenzen gesetzt.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Wegen des durchwachsenen Wetters kamen auch Regenschirme zum Einsatz – passend zum CSD in Regenbogen-Optik.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Von bis zu einer halben Million Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprechen die CSD-Veranstalter.© DPA Images | Anna Ross
46. Berlin Pride Umzug zum Christopher Street Day
Auf Plakaten zeigten die Demonstrierenden, warum Sie nach Berlin gekommen sind.© DPA Images | Jörg Carstensen
Berlin Holds Annual Christopher Street Day Parade
Auch davon gab es beim CSD 2024 in Berlin genug: Küsschen.© Getty Images | Maryam Majd

In der Spitze habe es bei dem Aufzug, bei dem Solidarität mit Palästina gefordert wurde, am Samstag 5.600 Teilnehmer gegeben. Einige von ihnen hätten Glasflaschen und Farbbeutel auf Polizisten und Pressevertreter geworfen. Außerdem seien strafbare Sprechchöre skandiert und Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gezeigt worden. 

Im Verlauf der insgesamt drei Versammlungen zum Nahost-Konflikt seien am Samstag 31 Personen vorübergehend festgenommen worden, berichtete die Polizei. Darüber hinaus seien 37 Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden, unter anderem wegen Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Beamte, besonders schweren Landfriedensbruchs und Diebstahls. Zwölf Polizisten seien verletzt worden.

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Beim größtenteils friedlichen Christopher Street Day selbst mit rund 250.000 Besuchern gab 58 vorübergehende Festnahmen. 33 Mal seien Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden, unter anderem wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Raub und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. 

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Gleich zu Beginn des CSD hatte die Polizei eine Gruppe Rechter ausgebremst, die versucht hatte, zum Aufzug zu kommen. Die rund 30 Menschen seien am Weiterlaufen gehindert und überprüft worden. Da es nicht habe ausgeschlossen werden können, dass die Gruppe homophobe oder transfeindliche Aktionen plante, seien die Menschen einem Bereitschaftsrichter vorgeführt worden und zunächst in Polizeigewahrsam gekommen. 

dpa/lro