In Berlin leben der neuen amtlichen Statistik zufolge weniger Menschen als angenommen. Der Zensus 2022 kommt für den Stichtag 15. Mai 2022 auf knapp 3,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Das sind rund 129.000 Berlinerinnen und Berliner weniger, als die amtliche Bevölkerungsfortschreibung für diesen Zeitpunkt ermittelt hatte.

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Demnach lebten in Berlin zum Stichtag im Jahr 2022 mehr Frauen als Männer. Knapp zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner waren ledig, rund 1,1 Millionen verheiratet. Mehr als eine Million Berlinerinnen und Berliner haben dieser Statistik zufolge eine Migrationsgeschichte, sind also entweder selbst eingewandert oder Nachkommen von Einwanderern.
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Dass die Bevölkerungszahl Berlins geringer ist, als erwartet, könnte bedeuten, dass das Land künftig weniger Geld aus dem Steuerverteilungssystem erhält. Finanzsenator Stefan Evers (CDU) wollte am Dienstagnachmittag über die Auswirkungen auf den Berliner Haushalt informieren.
Der Zensus 2022 ist eine statistische Erhebung und liefert für Länder und Gemeinden die neue amtliche Bevölkerungszahl. In Berlin wurden dafür mehr als 700.000 Menschen befragt. Sie gaben dabei Auskunft über Art und Größe ihrer Wohnung, die Zahl der Menschen in ihrem Haushalt, über ihren Familienstand und ihre Herkunft.
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jst/dpa




