Die abgedunkelte Brille auf und dann in völliger Schwärze am Boden einzig auf die kleine Klingel am Ball hören – und so ein Tor des generischen Teams verhindern. Goalball nennt sich diese Sportart für Blinde und Sehbehinderte, die die knapp 30 teilnehmenden Kinder am Sonnabend in der Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg ausprobieren durften. Doch nicht nur Goalball, sondern auch Rollstuhl-Basketball, Blinden-Fußball, Stockball und Para-Tischtennis standen auf der Liste der Disziplinen, auf die Berlins erstes inklusives Sportfest Lust machen sollte. Insgesamt stellten sieben Vereine elf Sportarten vor, darunter Hertha BSC, Alba Berlin und die Füchse Berlin Reinickendorf.

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„Die eingeladenen Kinder der dritten Klassenstufe haben alle eine Behinderung und haben zuvor in ihren Schulen an dem von uns mit entwickelten Deutschen Motorik-Test teilgenommen“, erklärte Hauke Hansel vom Veranstalter „Berlin hat Talent“, einer Initiative des Landessportbundes Berlin. Das inklusive Sportfest soll ihnen helfen, den für sie passenden Sport zu finden und sie so für eine regelmäßige sportliche Tätigkeit zu begeistern. „Aber auch die Berliner Vereine sind unserer Meinung nach in der Pflicht, noch stärker Angebote für Kinder mit Handicap zu schaffen“, sagte Hansel.

Inklusives Sportfest: Kinder mit Handicap sollen für Sport begeistert werden

Die Veranstaltung hatte dabei auch einiges an Prominenz zu bieten. So ließ sich etwa Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) blicken, ebenso wie Thomas Härtel, Präsident des Landessportbund Berlin, und der doppelt über dem Knie amputierte Leichtathlet Ali Lacin, der erst im vergangenen Jahr bei den Paralympics in Tokio für Deutschland Bronze über 200 Meter gewinnen konnte.

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„Die Kinder und vor allem auch ihre Familien sollen schon früh verstehen, dass es viele sportliche Möglichkeiten und in einigen Fällen auch eine echte sportliche Zukunft für sie gibt“, so Hansel. Das Wissen hierüber sei leider oft noch nicht vorhanden. Ziel sei es deshalb, das inklusive Sportfest von nun an zu verstetigen und jedes Jahr abzuhalten. „Wenn noch mehr Schulen und Kinder bei, würde sich sogar ein Sportfest pro Bezirk lohnen“, findet Hansel.