Eine Flixbus-Fahrt von Berlin nach Paris endete in den Abendstunden des 28. Mai vorzeitig, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Demnach hätten Reisende den betrunkenen Fahrer dazu bewegt, einen Rastplatz bei Potsdam anzusteuern, wo die Polizei den Mann in Empfang nahm. Ein Atemalkoholtest habe einen Wert von 1,54 Promille ergeben. Auch der zweite Busfahrer sei angetrunken gewesen, hieß es. Bei ihm sei ein Wert von 1,09 Promille gemessen worden.

Laut „Bild“ waren etwa 30 Fahrgäste im Bus, darunter eine französische Schulklasse. Die Zeitung zitiert eine 31 Jahre alte Frau, die an Bord des Busses Todesängste ausstand. Der Fahrer habe ununterbrochen in seiner Tasche gekramt und nicht auf die Straße geblickt. „Wir fuhren zickzack über die Autobahn“, erinnert sich die Frau. Die Stimmung im Bus sei sehr angespannt gewesen. Sie habe mit ihrem Handy die Polizei alarmiert, so die Frau.

Schließlich sei es den Reisenden gelungen, den Fahrer zum Halten zu bewegen. Er habe den Rastplatz „Am Stern“ angesteuert. Kurz darauf traf auch die alarmierte Polizei ein. Die Fahrgäste wurden in einem Ersatzbus zurück nach Berlin gebracht.

Schwerer Unfall mit Flixbus im März bei Leipzig

Die Polizeidirektion West und Flixbus selbst bestätigten den Vorfall. Die Fahrer seien gesperrt worden und würden nicht mehr für Flixbus arbeiten, sagte ein Sprecher laut „Bild“. Beide seien bei einem Subunternehmen beschäftigt gewesen. Dieses habe die beiden Männer sofort entlassen.

Erst Ende März hatte es bei Leipzig einen schweren Unfall mit einem Flixbus gegeben. Der Bus war von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gestürzt. Vier Menschen starben, zahlreiche weitere wurden zum Teil schwer verletzt. tok