Die Krise der Ende Januar in die Insolvenz gerutschten KaDeWe-Group erreicht nun erstmals auch die Kunden. Zu der Gruppe zählen neben dem Berliner KaDeWe am Wittenbergplatz auch das Alsterhaus im Hamburg und das Oberpollinger in München. Nachdem zuerst Partnerunternehmen des legendären Berliner Traditionskaufhauses, darunter Gastronomen und Lieferanten von Parfüm und Make-up-Produkten, offene Rechnungen mit dem Luxuskaufhaus meldeten, hat laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ vom Freitag auch eine Kundin Post vom KaDeWe in Berlin bekommen.

In dem Brief, aus dem die Zeitung zitiert, wird der Kundin mitgeteilt, dass sie vorerst weder die bestellte Ware noch das Geld, das sie angezahlt hat, zurückbekommen könne. Zur Begründung heißt es, dass auch eine geleistete Anzahlung eine Insolvenzforderung darstelle. Daher bitte das KaDeWe um Verständnis, dass aus rechtlichen Gründen weder die Forderungen beglichen noch der Vertrag abgewickelt werden könne.

Benko meldet als Einzelunternehmer Insolvenz an

Die KaDeWe Group gehört zum einstigen Signa-Imperium des österreichischen Investors René Benko. Im November vergangenen Jahres meldete zunächst dessen Signa Holding, Anfang dieses Jahres auch die zugehörige Galeria Karstadt Kaufhaus (GKK) Insolvenz an. Weil der einstige Milliardär seine laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, hat René Benko einen Antrag auf Einzelunternehmer-Insolvenz gestellt, wie ein Gerichtssprecher des Landgerichts Innsbruck mitteilte.

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