Es war ein Fall, der für Aufsehen sorgte: In der Silvesternacht hatte eine Polizistin eine 15-jährige Jugendliche aus dem Remmo-Clan bei einer Einsatzfahrt in Berlin-Neukölln angefahren. Daraufhin verprügelte ein Verwandter des Mädchens die Beamtin. Nun gibt es offenbar neue Erkenntnisse in dem Fall: Mit einem Handyvideo ist ein neues Beweismittel aufgetaucht.
Am Sonntagvormittag um 9.45 Uhr sperrte die Berliner Polizei die Straße „Alt-Buckow“ zwischen Buckower Damm und „An den Achterhöfen“ ab, wo sich die Villa des arabischen Clans befindet und sich der Vorfall ereignet hatte. Nur wenige Minuten später war eine Polizeidrohne in der Luft. Mehrere Fahrzeuge einer Einsatzhundertschaft sicherten derweil die Einsatzstelle.

Die aufwendige Rekonstruktion des Unfalls aus der Silvesternacht 2023/24 wurde von dem renommierten Gutachter und Unfallforscher Michael Weyde unterstützt. Mit Statisten wurde der Hergang bis ins Detail nachgestellt. Diese Unfallrekonstruktion war nur so möglich, weil die 15-Jährige zum Zeitpunkt des Unfalls selbst mit ihrem Smartphone gefilmt hatte.

In besagter Silvesternacht, gegen 0.15 Uhr, war die Jugendliche nahe der Villa von einem Polizei-Sprinter angefahren worden. Das Polizeiauto war im Einsatz, mit Sirene und Blaulicht unterwegs. Die 15-Jährige hätte die Straße unvermittelt betreten, hieß es damals von der Polizei. Auch durch eine Vollbremsung konnte der Unfall nicht verhindert werden.
Das Mädchen wurde schwer verletzt. Sie erlitt durch den Zusammenprall schwere Verletzungen im Kopf- und Rumpfbereich und musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Daraufhin hatte ein Verwandter des Mädchens auf die Polizistin eingeprügelt und erst nach dem Einsatz von Pfefferspray von der Beamtin abgelassen. Die Polizistin musste ambulant behandelt werden.


