Die Landwirte ziehen ihren Weg durch Berlin zu den Parteizentralen der Ampelkoalition weiter fort. Der Protestzug der Bauern erreicht letztlich das Willy-Brandt-Haus der SPD. Hier hofft man auf einen Dialog über die Forderungen der Bauern. Bei der FDP zuvor wurde der Forderungskatalog ohne Gesprächsmöglichkeit mit jemandem aus der Partei übergeben.

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Aufgerufen zur Demo hatte der Landesbauernverband Brandenburg. Unter dem Motto „Zu viel ist zu viel!“ demonstrieren sie dafür, den Agrardiesel in der bisherigen Form der Besteuerung beizubehalten. Ihr Motto: „Zu viel ist zu viel!“ Nacheinander wollten die Bauern die Parteizentralen der Grünen, der FDP und SPD ansteuern. Vor den Türen sollten laut dem Bauernverband Kundgebungen stattfinden.

Dabei kam es bei den Grünen zu einer ersten Konfrontation. Die Rede einer Grünen vor der Bundesgeschäftsstelle ihrer Partei wird immer wieder durch Zwischenrufe gestört. „Lügen“ und „Beantworte die Frage“ schallt es aus der verärgerten Bauernschaft. Zwar betont der Veranstalter auf der Bühne den Anstand der Protestler, doch verhindert der Satz, der auch als Appell an das eigene Klientel verstanden werden kann, nicht, dass sich der Ärger der Landwirte durch Buh-Rufe Bahn bricht.

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Der Verband rechnete mit etwa 100 bis 150 Traktoren, die durch Berlin rollen. „Auf Bundesebene müssen wir zurück auf Anfang, das heißt zurück zum Status Quo vor der Agrardieseldebatte“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

Bauern-Proteste in Berlin: Das sind die Klagen der Landwirte

„Die bisherigen agrarpolitischen Versäumnisse sind anzupacken, bevor man über die Zukunft des Agrardiesels redet“, fordert Wendorff weiter. Jetzt sei die große Chance, einen entscheidenden Schritt in Richtung krisenfester und nachhaltiger Landwirtschaft zu machen. „Wir erwarten endlich ein abgestimmtes Vorgehen der Bundesregierung mit den Fraktionen und ein konkretes Gesprächsangebot.“

Bundesweit protestieren die Bauern dafür, den Agrardiesel in der bisherigen Form der Besteuerung beizubehalten. „Die Vorstände der Regierungsparteien sind gefordert, ihren Parteien auch im ländlichen Raum Profil zu geben, indem sie sich der landwirtschaftlichen Themen annehmen“, schreibt der Brandenburger Bauernverband in seiner Mitteilung.

cha