- Viele Berliner nutzten einst täglichen den U-Bahnhof Französische Straße
- Doch seit einigen Jahren ist er geschlossen
- Nun hat die verwaiste Haltestelle dennoch einen neuen und doch alten Namen bekommen
Seit fast drei Jahren fahren U-Bahnen ohne Halt durch den U-Bahnhof Französische Straße an der Friedrichstraße durch. Doch am Eingang zu der Station, die im Zusammenhang mit der Eröffnung des nahen Bahnhofs Unter den Linden geschlossen wurde, hat sich kürzlich etwas verändert: Auf dem großen, blauen Portal ist nun „Nord-Süd“ zu lesen. Die Änderung wurde von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) vorgenommen.
„Da der Bahnhof bekanntlich dauerhaft geschlossen ist, haben wir dort als Hommage an die große Geschichte der U-Bahn den Schriftzug nach historischem Vorbild zurück an die Friedrichstraße gebracht“, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Historische Fotos zeigen, dass an dem U-Bahnhof, der ursprünglich im Jahr 1923 eröffnet wurde, schon früher der Schriftzug Nord-Süd zu lesen war. Die heutige U-Bahn-Linie U6 trug damals den Namen Nord-Süd-Bahn.
Französische Straße: Keine Nachnutzung des U-Bahnhofs möglich
Der neue Schriftzug bedeutet allerdings nicht, dass der geschlossene U-Bahnhof künftig auch wieder genutzt werden soll. Bahnrechtlich gilt dieser seit seiner Schließung als Tunnelanlage des U-Bahnbetriebs. Allein dadurch sind laut BVG Nutzungen für den Publikumsverkehr ausgeschlossen. Einer Umnutzung der Station, etwa also Club oder Logistik-Hub, wurde so auch schon vor mehreren Jahren eine Absage erteilt. Neben den rechtlichen Gründen wurde auf die bauliche Situation verwiesen, etwa auf den begrenzten Platz oder den Brandschutz.
jes



