2. Bundesliga

Ein Knipser, ein Debütant und ein Wermutstropfen bei Hertha

| Lesedauer: 2 Minuten
Von David Langenbein und Jordan Raza, dpa
Herthas Haris Tabakovic (r) bejubelt seinen Treffer zum 3:0 mit Michal Karbownik (l).

Herthas Haris Tabakovic (r) bejubelt seinen Treffer zum 3:0 mit Michal Karbownik (l).

Foto: Soeren Stache/dpa

Beim klaren Sieg gegen Braunschweig beweist Herthas Tabakovic erneut seine Klasse. Die Mannschaft fängt zudem einen Ausfall im Tor auf. Nur eine weitere Verletzung trübt das Bild etwas.

Berlin. Zwei Siege und 8:0 Tore stehen bei Zweitligist Hertha BSC in den letzten beiden Heimspielen zu Buche. Nun muss der Hauptstadtclub Konstanz in seine Leistungen kriegen und auch auf fremden Platz punkten. Ein Stürmer und die Reaktion auf einen zentralen Ausfall machen Hoffnung. Eine Verletzung könnte Trainer Pal Dardai aber zum Umbau zwingen.

Der Knipser: Haris Tabakovic ist schon jetzt ein absoluter Glücksgriff von Sportdirektor Benjamin Weber und seinem Team. Nur 500 000 Euro soll Hertha für den 29 Jahren gezahlt haben. Mit sieben Toren in fünf Spielen steht der Schweizer an der Spitze der Torjägerliste der zweiten Liga. Beim 3:0 am Sonntag gegen Braunschweig erzielte der Mittelstürmer alle Tore.

„Es ist extrem wichtig. Auch gerade in Spielen, in denen es nicht so läuft. Dass man im Hinterkopf hat, dass da vorne einer steht, der auf jeden Fall seinen Schädel oder den Fuß reinhält und aus dem Nichts ein Tor machen kann. Das gibt eine gewisse Sicherheit“, sagte Kapitän Toni Leistner. Doch nicht nur das: Tabakovic macht viele Bälle fest, ist wichtig im Kombinationsspiel und strahlt Souveränität aus.

Der Debütant: Nach dem Verkauf von Oliver Christensen und der Suspendierung von Marius Gersbeck hat Hertha keinen erfahrenen Torhüter im Kader. Dann fiel gegen die Niedersachsen auch noch die bisherige Nummer eins Tjark Ernst (20) aus. Der 19 Jahre alte Robert Kwasigroch kam zu seinem Debüt. Doch weder die Mannschaft noch der Teenager selbst ließen sich verunsichern. „Meine Mitspieler haben mir super geholfen. Solange die Null steht, ist alles top. Heute hat sich ein Traum erfüllt“, sagte Kwasigroch. „Respekt an die Mannschaft und auch an Robert, dass er aus so einer Drucksituation als Gewinner herausgekommen ist“, lobte Trainer Dardai.

Der Wermutstropfen: Herthas Offensive um Tabakovic, Fabian Reese, Marten Winkler und Palko Dardai harmonierte in der ersten Halbzeit hervorragend. Bitter, dass der 24 Jahre alte Dardai in der 40. Minute ausgewechselt werden musste. Er habe einen Schlag abbekommen, berichtete sein Vater. „Es sieht nicht gut aus. Er geht zum Röntgen und MRT.“ Genaueres werde man erst dann wissen. „Für uns ist er ein Schlüsselspieler“, sagte Dardai.

( © dpa-infocom, dpa:230918-99-232904/2 (dpa) )