Jedes vierte Kind unter 18 Jahren in Berlin ist von Armut betroffen. Doch zwischen den Bezirken gibt es massive Unterschiede.

Der Anteil der Kinder in Sozialleistungenbeziehenden Familien lag Ende 2022 im Bezirk Neukölln bei 37,9 Prozent und damit berlinweit am höchsten. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor. In Mitte war er mit 35,2 Prozent allerdings nur unwesentlich niedriger. In Spandau lag er bei 33,5 Prozent, in Reinickendorf bei 30,4 Prozent.

Das sind die Bezirke mit der niedrigsten Armutsquote

Die niedrigsten Werte hatten Steglitz-Zehlendorf mit 11,4, Pankow mit 11,5 Prozent und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 17,6 Prozent. In Treptow-Köpenick war er mit 19,2 Prozent ungefähr halb so hoch wie im benachbarten Neukölln.

Ende 2022 lebten in Berlin insgesamt 632.890 Menschen unter 18 Jahren, davon 154.889 in Familien, die auf Sozialleistungen angewiesen sind.

Das entspricht einem Anteil von 24,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat es kaum Veränderungen gegeben. Die Zahl der Minderjährigen in Berlin, die in Armut leben, ging im Vergleich zum Vorjahr um 889 (0,6 Prozent) nur leicht zurück. Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ über das Thema berichtet.

dpa