Das Erzbistum Berlin kann sich seine Immobilien nicht mehr leisten. „Kosten für Energie haben sich massiv verteuert, Lieferengpässe und Fachpersonalmangel bereiten zusätzliche Schwierigkeiten“, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Brief von Erzbischof Heiner Koch an alle Pfarreien.

„Das bedeutet, dass wir in größerem Umfang Immobilien (wie zum Beispiel Pfarr- und Gemeindehäuser sowie Kirchengebäude) anders nutzen oder sogar aufgeben müssen“, schreibt Koch weiter. Dabei gehe es nicht in erster Linie um den Verkauf von Immobilien. „Genauso zielführend sind Umnutzungen, Kooperationen, Verpachtungen oder andere kreative Ideen, die im jeweiligen Sozialraum mit vielen Nachbarn und Partnern entwickelt werden können.“

Entschieden werden müsse, auf welche Immobilien die künftig verfügbaren Kirchensteuern konzentriert werden und für welche Immobilien damit Veränderungen erforderlich würden.

Der Prozess beschränke sich nicht nur auf Pfarreien und Gemeinden, sondern gelte in gleicher Weise für die Gebäude im Besitz des Erzbistums, hieß es in einer Mitteilung. Das Erzbistum suche einen qualifizierten Immobiliendienstleister, der die Pfarreien in diesem Prozess berate und unterstütze. Bis 2030 sollten Beratung, Entscheidung und Umsetzung abgeschlossen sein.

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