Er hatte einen schweren Start ins Leben, vielleicht erklärt das schon einiges: Ares, ein Stafford-Mix wurde als Welpe vor vier Jahren einfach im Wald ausgesetzt. Verlassen, aufgegeben, schutzlos. Jetzt ist der Hund schon zwei Jahre im Tierheim Berlin und gehört damit zu den „Langsitzern“. Ja, er ist nicht einfach. Sein Vorbesitzer kam nicht mehr mit ihm zurecht, er soll auch gebissen haben. Aus lauter Überforderung hat er ihn dann ins Tierheim gebracht.

Dabei haben die Tierpflegenden einen ganz anderen Eindruck von dem Tier. „Bei uns zeigt er sich als freundlicher und sehr friedlicher Vierbeiner“, heißt es aus dem Tierheim. Dennoch sollte Ares nicht unterschätzt oder unachtsam behandelt werden. So hat er zum Beispiel die Angewohnheit, sein Futter energisch zu verteidigen.

Ares ist ein Fall für Hundekenner, also erfahrene Hundehalter. Am besten wäre es, so die Tierpflegenden, wenn die neuen Besitzer mit der Rasse schon einmal in Kontakt gekommen sind und wissen, wie sie mit dem Tier umgehen müssen. Sicher ist: Sie müssen konsequent sein und brauchen viel Geduld.

Ares ist stubenrein und fährt gern Auto

Dennoch müssen sie nicht bei Null anfangen: Einiges bringt Ares auch schon mit. So ist er stubenrein und fährt ganz brav und freudig im Auto mit. Außerdem ist er ein sportlicher und wachsamer Hund. In seinem neuen Zuhause sollten daher aktive Menschen leben, die Spaß daran haben, mit Ares unterwegs zu sein und das Tier körperlich zu fordern.

Sinnvoll wäre es, eine Hundeschule zu besuchen oder eine Hundetrainerin zur Unterstützung zu holen. Auf jeden Fall sollten Interessenten mehrere Besuche im Tierheim einplanen, um Ares kennen zu lernen und um zu sehen, ob es passt. Ares gehört zu den sogenannten Listenhunden, seine Haltung ist demnach in Brandenburg verboten und in Berlin an einen Sachkundenachweis geknüpft. Außerdem besteht in Berlin eine Maulkorb- und Leinenpflicht.

Doch die Mitarbeiter im Tierheim sind sicher: Auch für Ares gibt es die richtigen Menschen und ein eigenes Zuhause. Wer ihn kennenlernen möchten oder Fragen hat, wendet sich an die Tierpfleger im Benji-Haus (Telefon 030 76 888-212).