Containern

Jarasch und Kreck für Legalisierung von Lebensmittel-Rettung

Cem Özdemir will an praktischen Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung arbeiten.

Cem Özdemir will an praktischen Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung arbeiten.

Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne) und Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) unterstützen den Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne), das sogenannte Containern zu legalisieren. „Dafür setzt sich Berlin seit Jahren beim Bund ein. Für die anstehende Agrarministerkonferenz haben wir einen entsprechenden Antrag eingereicht“, teilte Jarasch am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Eine Legalisierung sei überfällig. Lena Kreck betonte: „Aus sozialen und ökologischen Gründen ist eine Entkriminalisierung zwingend erforderlich“.

Berlin (dpa/bb). Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne) und Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) unterstützen den Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne), das sogenannte Containern zu legalisieren. „Dafür setzt sich Berlin seit Jahren beim Bund ein. Für die anstehende Agrarministerkonferenz haben wir einen entsprechenden Antrag eingereicht“, teilte Jarasch am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Eine Legalisierung sei überfällig. Lena Kreck betonte: „Aus sozialen und ökologischen Gründen ist eine Entkriminalisierung zwingend erforderlich“.

Mit dem „Containern“ ist gemeint, noch genießbare Lebensmittel zum Beispiel aus Supermarkt-Abfallcontainern zu holen. Es kann nach geltender Rechtslage strafbar sein.

Özdemir (Grüne) hatte angekündigt, das sogenannte Containern von Lebensmitteln straffrei stellen zu wollen. „Wer noch verzehrfähige Lebensmittel aus Abfallbehältern retten will, sollte dafür nicht belangt werden“, sagte der Grünen-Politiker der „Rheinischen Post“.

„Nicht das Containern ist das Problem - sondern das Verschwenden von Lebensmitteln, das unsozial und klimaschädlich ist“, betonte Jarasch. In Deutschland landeten viel zu viele Lebensmittel im Müll, beklagte Özdemir. Dies seien insgesamt rund elf Millionen Tonnen jährlich - und mehr als die Hälfte in privaten Haushalten.

( © dpa-infocom, dpa:230103-99-90707/2 (dpa) )