Weihnachtsfest der Tiere

Im Tierheim Berlin war Bescherung – und die gab's reichlich

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Weihnachtsmann Sami al Habib (Bildmitte) verteilt zusammen mit seinen Helfern der Tierschutzjugend die Spenden in die einzelnen Tierhäuser des Tierheims am nördlichen Stadtrand Berlins.

Weihnachtsmann Sami al Habib (Bildmitte) verteilt zusammen mit seinen Helfern der Tierschutzjugend die Spenden in die einzelnen Tierhäuser des Tierheims am nördlichen Stadtrand Berlins.

Foto: Jörg Krauthöfer / FUNKE Foto Services

Beim „Weihnachtsfest der Tiere“ am dritten Adventssonntag war der Andrang im Tierheim Berlin groß. Es gab bergeweise Spenden.

Berlin.  Kling-Glöckchen-Klingelingeling singend und mit Bollerwägen voll gespendeter Tiernahrung und Tierspielzeug ziehen die Elfen und der Weihnachtsmann der Tierschutzjugend von dem Hauptgebäude des Tierheims in Ahrensfelde zu den einzelnen Tierhäusern. Familien mit Kindern und Hunden, Paare und Jugendliche folgen ihnen. Es ist die erste von zwei Bescherungen am Tag des Weihnachtsmarktes im Tierheim des Tierschutzvereins in Ahrensfelde.

„Der Weihnachtsmarkt hat Tradition“, sagt Ute Reinhardt, Sprecherin des Tierheims. Sie hatte gehofft, dass nach drei Jahren coronabedingter Pause der Spenden-Weihnachtsmarkt am dritten Adventssonntag gut angenommen wird. Und so kommt es. „Schon zur Eröffnung hatte sich eine Schlange am Eingang gebildet. Mit so viel Andrang hätten wir nicht gerechnet“, freut sich Reinhardt.

Vor allem Spenden für Hunde

Und auch die Spendenbereitschaft ist riesig. In der Eingangshalle des Tierheims türmen sich die Geschenkberge. „Vor allem für Hunde wurden viele Spenden abgegeben“, erzählt Frieda Künzel, die sich bei der Tierschutzjugend engagiert. Gabriela Behling hat zwei Hundebetten und Spielzeug von ihrer verstorbenen Hündin Virginia gespendet. „Mir liegen Tiere am Herzen und hier wird es gebraucht. Da spende ich gerne“, sagt die Berlinerin. Jenny und Tim sind mit ihrer Mama Sandra und ihrer Oma Christina gekommen. Sie haben vor allem Tierfutter mitgebracht. „Unsere Oma hatte die Idee hierherzukommen und hat den Großteil unserer mitgebrachten Spenden gekauft“, erzählt Mutter Sandra Koppenrogge.

Draußen spazieren Carola und Rene Lehmann mit ihren Hunden Bute und Amy über den Adventsmarkt. Sie sind nicht zum ersten Mal hier. „Wir wohnen in der Nähe und versuchen immer vorbeizukommen, wenn das Tierheim Aktionen veranstaltet.“ Heute riecht es nach Waffeln, Punsch und Pommes. Das „Weihnachtsfest der Tiere“ lockt mit einer Auswahl an vegetarischem Essen und Verkaufsständen für Tierbedarf, Trödel und Kunsthandwerk. An einer Feuerstelle können die jungen Besucherinnen und Besucher Stockbrot und Marshmallows grillen. Außerdem gibt es eine Märchenstunde und drei Führungen über das Gelände.

Die Führungen gehen allerdings nicht in die Tierhäuser hinein. „Das bedeutet bei diesem Andrang zu viel Stress für die Tiere,“ erklärt Reinhardt. Allgemein stehen bei dem Weihnachtsmarkt Spenden für die Heimtiere im Vordergrund; es geht nicht um die Vermittlung der Tiere. „Um Weihnachten, vom 19. bis zum 31. Dezember, haben wir eh Vermittlungsstopp. Wir wollen nicht, dass Tiere als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum landen, denn die kommen dann oftmals wieder zu uns zurück,“ so die Sprecherin.

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