Bundesliga

Unions Ruhnert hört bei Transfers auch auf das Bauchgefühl

| Lesedauer: 2 Minuten
Oliver Ruhnert spricht.

Oliver Ruhnert spricht.

Foto: Soeren Stache/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa/Archivbild

Oliver Ruhnert ist einer der Architekten des Erfolgs von Union. Immer wieder schaffen sein Team und er Transfers, die die Eisernen schnell verstärken. Das könnte auch im Winter wieder der Fall sein.

Berlin. Unions Geschäftsführer Sport Oliver Ruhnert setzt bei Transfers zwei Prioritäten - und verlässt sich auch auf sein Bauchgefühl. „Zuallererst steht natürlich das Sportliche im Vordergrund. Das heißt, wie ist die Einschätzung der Leistungsfähigkeit eines Spielers. Das muss man immer wieder betonen“, sagte Ruhnert der Deutschen Presse-Agentur. Der 50-Jährige stellte am Dienstagabend sein Buch „Das Geheimnis seines Erfolgs, Vom Sauerland über Schalke zu Union“ in Berlin vor.

„Die zweite Priorität ist dann, wenn man sich mit einem Spieler unterhält: Will der eigentlich? Hat der wirklich Lust auf Union oder ist es für ihn einer von vielen Kandidaten? Hat er ein Verständnis für diesen Club?“, sagte der 50-Jährige. „Über die Jahre hat sich da ein Bauchgefühl entwickelt, wo du auch merkst: Der Spieler hilft dir oder hilft dir nicht, er passt zu uns oder er passt nicht.“

Dem 1. FC Union Berlin ist es in den vergangenen Jahren immer wieder gelungen, Leistungsträger zu ersetzen und neue Spieler schnell zu integrieren. Auch in der kommenden Transferphase könnte sich bei den Eisernen im Kader etwas tun. „Ich sage es auch im Buch, dass man eine stetige Veränderung braucht. Und ich bleibe auch dabei, dass diese stetige Veränderung bedeutet, alle Transferperioden zu nutzen. Das heißt für uns jetzt: Wenn sich etwas ergibt, sind wir da“, sagte Ruhnert.

„Am Ende sind es oft auch Spieler, die in der Winterpause zu der Erkenntnis kommen: Ich möchte vielleicht etwas anderes machen, weil ich zu wenig Spielzeit habe. Wir sind die Letzten, die dann nicht auch versuchen spielerorientierte Lösungen zu finden“, sagte er. „Trotzdem muss man auch betonen, dass es Verträge gibt, die einzuhalten sind. Das gilt auch bei den Sachen im Winter, wenn ein Spieler sagt, er will seinen Vertrag bei uns nicht in irgendeiner Weise verändern.“

( © dpa-infocom, dpa:221116-99-539546/2 (dpa) )