Der Dokumentarfilm «Outside» der ukrainischen Regisseurin Olha Zhurba hat beim Human Rights Film Festival den Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis gewonnen. Der Film über die turbulente Jugend des 13-jährigen Straßenjungen Roma wurde am Freitag in Berlin ausgezeichnet.

Die Regisseurin dokumentiert die Reise ihres Protagonisten, der 2014 in der Ukraine in die Frontlinien des Maidan-Aufstandes gerät. Fünf Jahre später rutscht er in die Kriminalität ab. Der Film baue eine packende Emotionalität auf, die bis zur letzten Minute auf Rettung hoffen lasse, hieß es.

Der Publikumspreis ging an den Eröffnungsfilm «Ithaka» von Regisseur Ben Lawrence, ein Porträt der Familie von WikiLeaks-Gründer Julian Assange.

Wie bereits zuvor bekannt gegeben wurde, erhielt die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi den Ehrenpreis für Demokratie und Freiheit stellvertretend für «die zahllosen tapferen und mutigen Frauen, die im Iran auf die Straße gehen und für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen».

Die im Exil lebende Ebadi hatte nach der Islamischen Revolution 1979 ihr Richteramt aufgeben müssen. Als Anwältin verteidigte sie dann unter anderem Dissidenten. 2003 erhielt sie den Friedensnobelpreis.

Das Human Rights Film Festival wird von den Organisationen Aktion gegen den Hunger, Save the Children und Greenpeace ausgerichtet.