Hoppegarten

Peitschenhiebe während Galopprennen – Peta erstattet Anzeige

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Weil ein Jockey bei einem Galopprennen in Hoppegarten die Peitsche einsetzte, erstattet die Tierschutzorganisation Peta Strafanzeige. (Archiv)

Weil ein Jockey bei einem Galopprennen in Hoppegarten die Peitsche einsetzte, erstattet die Tierschutzorganisation Peta Strafanzeige. (Archiv)

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Weil Jockey Miguel Lopez sein Pferd während eines Rennens in Hoppegarten gepeitscht haben soll, erstattete Peta Anzeige.

Berlin.  Am vergangenen Freitag haben sich nach Ansicht der Tierschutzorganisation Peta dramatische Szenen während des Galopprennens in Hoppegarten ereignet. So soll Jockey Miguel Lopez sein Pferd mit der Peitsche geschlagen haben. Nach eigenen Angaben hat Peta deswegen nun Strafanzeige erstattet.

Der Vorfall ereignete sich am 16. September beim Rennen „Preis der Viererwette“. Im Zieleinlauf soll Jockey Miguel Lopez das Pferd „Lady Catherine“ mit mehreren sehr harten Peitschenschlägen traktiert haben.

Selbst die Rennleitung soll für Lopez eine Strafe wegen der missbräuchlichen Verwendung der Peitsche ausgesprochen haben, heißt es. So wurde ihm ein Reitverbot von 28 Tagen auferlegt und ein Verfall der Gewinnprozente. Disqualifiziert wurde er aber nicht, bedauert die Tierschutzorganisation.

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Galopprennen in Hoppegarten: Peta fordert Ende des Pferdesports wegen ständiger Tierquälerei

Weil die Tierquälerei bisher auch nicht rechtlich geahndet wurde, erstattete Peta am Donnerstag der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige gegen Miguel Lopez wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Weiter begründet die Organisation, dass sich solche Szenen regelmäßig auf deutschen Rennbahnen zutragen würden und der Einsatz der Peitsche nach wie vor erlaubt sei. Daher wird ein generelles Ende des Pferdesports gefordert.

„Während die Empörung über die Fünfkämpferin Annika Schleu in Tokio große Wellen schlug, wird auf deutschen Rennbahnen weiterhin Woche für Woche gepeitscht und gequält. Die verbandsinternen Geld- oder Zeitstrafen werden eher belächelt. Daher haben wir Strafanzeige erstattet“, so Monic Moll, Fachreferentin bei Peta und ergänzt: „Würde jemand einen Hund so misshandeln, wäre der Aufschrei in der Öffentlichkeit groß. Bei Pferden wird diese Tierquälerei jedoch selbst von vermeintlichen Pferdefreunden stillschweigend gebilligt. Die Ausbeutung von Pferden als Sportgeräte gehört endlich abgeschafft!“

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