Energiekosten

Zoo und Tierpark Berlin: So wird Energie gespart

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Zwei Giraffen im Zoo Berlin schmusen.

Zwei Giraffen im Zoo Berlin schmusen.

Foto: picture alliance/dpa | Paul Zinken

Der Energieverbrauch in Zoo und Tierpark Berlin ist hoch. Angesichts der steigenden Energiekosten muss auch hier gespart werden.

Berlin. Das Ankippen von Fenstern ist nicht mehr erlaubt und auf Effektbeleuchtung wird verzichtet: In Berliner Zoo, Tierpark und Aquarium wird gespart, wo es geht. Doch die Möglichkeiten sind begrenzt: Nach Angaben von Direktor Andreas Knieriem lassen sich höchstens 15 Prozent Energie einsparen. „Ein Zoologischer Garten ist ein Großabnehmer von Energie. Das kann man nicht ändern“, so der Chef der Anlagen mit mehr als 30.00 Tieren.

„Wir haben hier Tiere aus tropischen und subtropischen Regionen, aber auch Tiere wie Pinguine, die es wirklich kalt brauchen im Sommer. Da gibt es kaum Spielraum“, erklärt Knieriem. Das oberste Gebot bleibe: „Am Wohlbefinden unserer Tiere werden wir nichts ändern“.

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„Ein Flusspferd kommt in seinem etwa 700.000 Liter Wasser umfassenden Becken zwar kurzfristig auch mit Wassertemperaturen von unter 15 Grad zurecht. Auch im natürlichen Lebensraum gibt es Temperaturschwankungen. Über einen längeren Zeitraum ist dies jedoch nicht vertretbar“, ergänzt Sprecherin und Artenschutz-Koordinatorin Katharina Sperling. Dafür werde nun zumindest beim Licht im Besucherbereich gespart.

Auch bei den Giraffen könnten die Heizungen in den Stallungen zwar minimal heruntergeregelt werden, eine Mindesttemperatur von etwa 15 bis 18 Grad dürfe über einen längeren Zeitraum jedoch nicht unterschritten werden, so die Sprecherin weiter. Hinzu komme, dass viele denkmalgeschützte Gebäude, zu denen auch das Giraffenhaus zähle, nicht ausreichend energetisch saniert werden könnten.

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„Um noch mehr Energie zu sparen, wird zudem in der Tropenhalle des denkmalgeschützten Alfred-Brehm-Hauses die Hallentemperatur abgesenkt. Gezielt werden dort Wärmespots für die Tiere eingerichtet. Die Leuchtmittel im Park werden zudem sukzessive ausgewechselt“, berichtet Sperling mit Blick auf den Tierpark.

Darüber hinaus soll eine ganze Reihe von Maßnahmen helfen, Energie und Kosten zu sparen: So wurden unter anderem die Vorlauftemperaturen der Heizungsanlagen gesenkt. Die Anlagen der Tiere werden nun nur noch so lange beleuchtet wie nötig. Auch Wasserläufe, Springbrunnen

und Wellenanlagen laufen nur noch im Minimalbetrieb. Die Vogelhäuser sollen sparsame LED-Lampen und im Aquarium soll die Pumpentechnik erneuert werden, so dass auch hier mehr Energie gespart werden kann. Laut der Sprecherin wird auch geprüft, inwieweit Photovoltaikanlagen eingesetzt werden können.

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( dpa )