Er sieht aus wie ein kleiner Luchs, nur die Puschel an den Ohren fehlen. Aber auch im Charakter hat Kater André ein paar Ähnlichkeiten mit dem wilden Verwandten: Genau wie die größte europäische Katzenart ist der zwei Jahre alte Kater neugierig, aber eher scheu. „Er ist ein ganz toller Kater“, sagt die Pflegerin im Tierheim Berlin, wo André seit März lebt.

Seine Besitzer hatten gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. André wurde mit vielen anderen Katzen nicht artgerecht zusammengehalten. So lässt sich wahrscheinlich auch seine Zurückhaltung gegenüber Menschen erklären, währenddessen er anderen Tieren gegenüber aufgeschlossen ist. Lange Zeit hatte André einen vertrauten Katzenkumpel. Doch seit der nicht mehr da ist, hat er sich noch mehr zurückgezogen.

Wenn es Futter gibt, traut er sich zu kommen

„Wenn es Futter gibt, kommt er an“, erzählt die Tierpflegerin. Doch dann ziehe er sich wieder zurück. Auch wenn sich die ehrenamtlichen Helfer im Tierheim mit ihm beschäftigen wollen, versteckt er sich lieber. Er ist zwar schon mutiger geworden, lässt sich aber immer noch nicht anfassen. „Deshalb wäre es schön, Menschen mit viel Zeit für ihn zu finden“, so die Mitarbeiterin. Denn wenn die neuen Besitzer den ganzen Tag arbeiten gehen, könne sich nichts ändern.

Geduld, Ruhe und am besten bereits Erfahrungen mit Katzen – das ist wichtig für Kater André. Dann klappt es bestimmt auch bald mit der Streicheleinheit. Kleine Kinder sollten nicht im Haushalt leben. Wenn es schon einen Katzenkumpel gibt, der mit André auf Freigang geht, dann wäre seine kleine Welt in Ordnung.

Wer André dabei helfen will, Vertrauen zu Menschen zu fassen, kann sich unter der Telefonnummer 030 76 888-121 bei ihren Tierpflegenden im Samtpfötchenhaus 1 melden.