Waldbühne

«Tach, Berliner»: Rolling Stones beenden Tour

Mick Jagger (l-r), Ron Wood und Keith Richards (r) von der britischen Band The Rolling Stones.

Mick Jagger (l-r), Ron Wood und Keith Richards (r) von der britischen Band The Rolling Stones.

Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin. Mit viel Jubel, deutschen Zitaten von Mick Jagger und einem über zweistündigen Set voller Klassiker haben die Rolling Stones in der Berliner Waldbühne am Mittwochabend ihre Europatournee zum 60-jährigen Bestehen beendet. «Tach, Berliner», rief Sänger Mick Jagger nach dem Opener «Street Fighting Man».

Später scherzte er über die lange Bauzeit des Berliner Flughafens BER und sagte: «Glad to see the airport is finally finished» (dt. «Ich bin froh zu sehen, dass der Flughafen endlich fertiggestellt wurde»). Er liebe Berlin wirklich, sagte der 79-Jährige, in der Stadt gebe es das beste Essen Deutschlands. In Berlin habe die Band Currywurst gegessen und den Pfefferminzschnaps «Berliner Luft» getrunken. «Nach fünf Schnäpsen war mein Deutsch perfekt.»

Zum Set der britischen Rockgruppe gehörten am Mittwoch unter anderem die Klassiker «You Can't Always Get What You Want», «Tumbling Dice», «Satisfaction» oder «Paint It Black». Zum Lied «Gimme Shelter» wurden wie schon auf vorherigen Konzerten der Tournee auf Leinwänden Ruinen und die ukrainische Flagge gezeigt.

«Es ist gut, zurück in Berlin zu sein», sagte Gitarrist Keith Richards (im Gegensatz zu Jagger komplett auf Englisch), «weil man nie weiß, was passiert.» Vermutlich spielte er dabei auf den legendären Auftritt der Rolling Stones in der Waldbühne 1965 an. Als die Band damals ein recht kurzes Konzert gab, endete dies damit, dass Fans Bänke zertrümmerten, Laternen umstürzten und S-Bahnen demolierten. Dutzende Menschen wurden verletzt und festgenommen, der Schaden ging in die Hunderttausenden. Die Waldbühne war jahrelang nicht benutzbar.