Demokratie

Demonstration gegen Corona-Maßnahmen zog durch Mitte

Julian Würzer
Der Zug ist unterwegs.

Der Zug ist unterwegs.

Foto: Julian Würzer

Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrierten auch für die Freilassung von "Querdenken"-Gründer Michael Ballweg.

Zum Auftakt der Veranstaltung unter dem Motto „Uneingeschränkte Wiederherstellung sämtlicher Grundrechte“ kamen am späten Mittag am Platz des 18. März nach Polizeiangaben mehr als 1200 Demonstranten zusammen, wobei noch weitere erwartet wurden. Bereits dort kamen nach Angaben eines dpa-Reporters mehrere Dutzend Menschen zum Gegenprotest zusammen. Dazu zählten etwa Mitglieder der Initiative „Omas gegen Rechts“, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Faschismus einsetzt.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit mehr als 200 Einsatzkräften vor Ort, darunter eine Motorradstaffel. Der Protest war unter dem Namen „Uneingeschränkte Wiederherstellung sämtlicher Grundrechte“ für rund 10.000 Teilnehmer angemeldet. Der Tiergarten wurde im Vorfeld teilweise abgesperrt. Die Strecke sollte soll über die Dorotheenstraße, Friedrichstraße, Unter den Linden zum Rosa-Luxemburg-Platz führen. Für dort hatten linke Initiativen zu Gegenprotesten aufgerufen. Am Abend (Stand 18.30 Uhr) waren nach Polizeiangaben noch etwa 450 Teilnehmer des Protestzuges dort und rund 50 Gegendemonstranten.

Mehrere Teilnehmer der Demonstration forderten die Freilassung von Michael Ballweg, dem Gründer der „Querdenken“-Bewegung, aus der Untersuchungshaft. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 47-Jährigen wegen Betrugs und Geldwäsche. Die „Querdenken“-Bewegung richtet sich gegen die Corona-Politik.

Organisiert wurde der Protestzug unter anderen von der Kleinstpartei „die Basis“, in der sich auch Holocaust-Verharmloser sammeln, der „Freedom Parade“, die die Corona-Pandemie immer wieder verharmlost hat und dem Berliner Ableger von „Querdenken“.

( mit dpa )