Steigende Heizkosten

Wohnungswirtschaft fordert Deckelung der Heizkosten

Jens Anker
Handwerker sollten vorrangig Heizanlagen optimieren, schlägt BBU-Vorstandschefin Maren Kern vor.

Handwerker sollten vorrangig Heizanlagen optimieren, schlägt BBU-Vorstandschefin Maren Kern vor.

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Der Vorschlag: Mieter sollen fürs Heizen nicht mehr als 40 Prozent ihrer Nettokaltmiete zahlen. Den Rest übernimmt ein Transferfonds.

Berlin. Die Berliner Wohnungswirtschaft fordert einen gesetzlichen Deckel für die steigenden Heizkosten. „Wir stehen hier vor sehr schweren Zeiten“, sagte die Vorstandschefin des Verbands Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU), Maren Kern. Deshalb sei schnelles Handeln insbesondere bei den Energiepreisen erforderlich.

Der BBU schlägt deshalb die Deckelung der Heizkosten bei 40 Prozent der Nettokaltmieten und einen Ausgleich der Differenz durch einen staatlichen Transferfonds vor.

Außerdem regt Kern eine konzertierte Aktion Energieeffizienz an. Dabei müsse im Vordergrund stehen, knappe Handwerkskapazitäten prioritär auf die Optimierung von Heizanlagen zu konzentrieren sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter bei ihrem Energiesparbetrag zu unterstützen.

„Mit vergleichsweise wenig Aufwand lassen sich so beim Energieverbrauch Einsparungen von bis zu 30 Prozent erreichen. Damit kann die Energiekrise wenigstens etwas abgefedert werden“, sagte Kern.

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