Die Aktivisten der “Letzten Generation“ blockieren auch am Dienstag Zufahrten zur Autobahn A100.

Die Proteste der Klimaaktivisten der "Letzten Generation" gehen auch am Dienstag weiter. In einer Mitteilung erklärten sie, es blieben nur noch zwei bis drei Jahre Zeit, "um über die Zukunft der Menschheit zu entscheiden". Sie berufen sich dabei auf einen Bericht des Weltklimarates.

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Demonstranten hatten auch am Montagmorgen Zufahrten zu Stadtautobahnen in ganz Berlin blockiert. Das meldete die Verkehrsinformationszentrale. Nach Angaben der Polizei gab es an fünf Orten Blockaden mit mehr als 40 Demonstrantinnen und Demonstranten. Davon hatten sich einige am Asphalt festgeklebt.Betroffen waren laut Polizei unter anderem die Seestraße/ Beusselstraße, der Hohenzollerndamm, der Kurt-Schumacher-Damm, die Konstanzer Straße und die Masurenallee.

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Zwei Aktivistinnen – Mutter und Tochter – erklärten in einem Video auf Twitter, warum sie sich dem Protest angeschlossen haben. "Wir gehen gemeinsam auf die Straße, weil wir uns vor der Klimakrise und der Zukunft, die damit verbunden ist, fürchten", sagt die Mutter, "aber auch, weil wir Hoffnung haben, dass wir noch etwas verändern können."

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Die Tochter war bei der Aktion am Montagmorgen von der Polizei mit Handschellen versehen worden.

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In einem weiteren Video ist zu sehen, wie Aktivisten auf eine Brücke auf der Autobahn klettern.

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Am Sonnabend hatten Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" vor dem Bundeskanzleramt demonstriert. Etwa zehn Personen hätten schwarze Farbe auf eine Wiese gekippt, sagte eine Polizeisprecherin. Die Gruppe „Letzte Generation“ erklärte, mehrere als Bundeskanzler Olaf Scholz verkleidete Personen hätten mit Spaten die Erde aufgerissen und seien sogleich auf „große Mengen fossilen Öls“ gestoßen. Sie seien dann „in Handschellen abgeführt“ worden.

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Die „Letzte Generation“ blockiert seit Wochen täglich Autobahnabschnitte in Berlin, um die Bundesregierung zu mehr Klimaschutz zu drängen. Konkret fordert sie eine Erklärung von Scholz, dass es keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee geben wird. Bei der Aktion vor dem Kanzleramt sollte die schwarze Farbe offenbar Erdöl symbolisieren.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Innensenatorin Iris Spranger (beide SPD) hatten die Blockaden mehrfach kritisiert und von Straftaten gesprochen. Spranger hatte gesagt, sie erwarte, dass die Justiz zu Anklagen und Verurteilungen komme.

Polizei und Justiz tun sich aber mit der Strafverfolgung schwer. Die Polizei nahm seit Januar zwar Hunderte Anzeigen wegen Nötigung und Widerstands auf, bei der Staatsanwaltschaft werden bislang 73 Ermittlungsverfahren bearbeitet. Bisher gibt es aber noch keine Anklagen gegen Blockierer. Die Staatsanwaltschaft werde wohl für den Großteil der Taten eine Bestrafung per Strafbefehl - also ohne mündliche Verhandlung vor dem Amtsgericht - beantragen, hieß es.