Klimablockaden

Bei Blockade: Polizist verletzt Klimaaktivisten

Dem 58 Jahre alten Blockierer wurde nach Angaben der Aktivisten das Schlüsselbein gebrochen.

Dem 58 Jahre alten Blockierer wurde nach Angaben der Aktivisten das Schlüsselbein gebrochen.

Foto: Paul Zinken / dpa

Ein Klimaschutzaktivist ist am Donnerstag bei einer Blockade verletzt worden. Er soll sich das Schlüsselbein gebrochen haben.

Berlin. Eine weitere Straßenblockade der Klimagruppe „Letzte Generation“ in Wilmersdorf endete am Donnerstag für einen der Aktivisten im Krankenhaus. Der 58-Jährige sei von einem Polizisten zu Fall gebracht worden, wodurch er „neben Schürfwunden einen Schlüsselbeinbruch und eine Gehirnerschütterung“ erlitt, hieß es in einer Erklärung der Klimaaktivisten.

Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte den Vorfall auf Anfrage. Demnach hätten gegen acht Uhr am Morgen acht Personen die Abfahrt der Autobahn A100 zur Konstanzer Straße blockiert, wovon sich vier am Asphalt festgeklebt hätten. Nach der Räumung hätten einige der Aktivisten versucht, „erneut auf die Fahrbahn zu treten, was durch Abdrängen und Wegschubsen verhindert wurde“.

Eine Person sei gestürzt und habe anschließend über Kopf- und Schulterschmerzen geklagt, so der Polizeisprecher weiter. Er sei mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden. Der Vorfall werde nun intern geprüft.

Klimaschutzaktivisten fordern keine Ölbohrungen in der Nordsee

Die Besetzungen der Klimaschutzaktivisten begannen in Berlin Ende Januar. Anfangs wurden die Aktionen mit der Forderung nach einem Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung verbunden. Aktuell richtet sich der Protest gegen Ölbohrungen in der Nordsee. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wird dabei dazu aufgefordert, von entsprechenden Plänen Abstand zu nehmen.