Antisemitismus

1052 antisemitische Vorfälle in Berlin erfasst

Erfasst wurden 22 Angriffe, 28 Bedrohungen, 43 Sachbeschädigungen, 895 Fälle von "verletzendem Verhalten" sowie 62 antisemitische Massenzuschriften, wie die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) am Dienstag mitteilte.

Erfasst wurden 22 Angriffe, 28 Bedrohungen, 43 Sachbeschädigungen, 895 Fälle von "verletzendem Verhalten" sowie 62 antisemitische Massenzuschriften, wie die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) am Dienstag mitteilte.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE FotoServices

Die Zahl der registrierten antisemitischen Vorfälle in Berlin steigt. Zum ersten Mal wurden Fälle von "extremer Gewalt" bekannt.

Berlin. 1052 antisemitische Vorfälle sind im vergangenen Jahr in Berlin von einer Informationsstelle registriert worden. Erfasst wurden 22 Angriffe, 28 Bedrohungen, 43 Sachbeschädigungen, 895 Fälle von "verletzendem Verhalten" sowie 62 antisemitische Massenzuschriften, wie die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) am Dienstag mitteilte.

Zum ersten Mal seien zudem zwei Fälle von "extremer Gewalt" bekannt geworden, sagte Rias-Geschäftsführer Benjamin Steinitz. Das seien physische Angriffe, die schwere Körperverletzungen oder den Tod eines Menschen zur Folge haben könnten.

Mehr als die Hälfte der erfassten Fälle passierten im Internet, etwa in den sozialen Medien oder per Mail. 181 antisemitische Vorfälle wiesen den Angaben zufolge explizit auf das Aufflammen des palästinensisch-israelischen Konflikts im Frühjahr 2021 hin - davon allein rund 80 Prozent im Mai (145), als es viele anti-israelische Demonstrationen von Palästinenser-Gruppen gab. Mehr als 250 Vorfälle hatten den Angaben zufolge einen Bezug zur Corona-Pandemie.

Im Jahr 2020 wurden in Berlin 1019 antisemitische Vorfälle erfasst, 2019 waren es 886.

( dpa )