Fernverkehr nach Berlin

ICE nach Berlin: Feuer in Toiletten gelegt - Polizei fahndet

Die Brände in dem ICE nach Berlin konnten rasch gelöscht werden.

Die Brände in dem ICE nach Berlin konnten rasch gelöscht werden.

Foto: Volker Emersleben/Deutsche Bahn AG / Deutsche Bahn AG

Durch das Eingreifen von Zugbegleitern und Polizisten konnte eine Katastrophe verhindert werden. Die Suche nach den Tätern dauert an.

Berlin. Unbekannte Täter haben am Montagabend in einem ICE von Köln nach Berlin mehrere Brände gelegt. Weil die Brandmeldeanlage auslöste und das Zugpersonal sowie Einsatzkräfte der Bundespolizei rasch eingriffen, konnte Schlimmeres verhindert werden. Verletzt wurde niemand, auch ein größerer Schaden an dem Fernzug blieb aus, wie es in einer Mitteilung der Bundespolizei am Dienstag hieß.

Laut Angaben der Bundespolizei ereignete sich das erste Feuer vor der Einfahrt des ICE653 in den Bahnhof Hagen in Nordrhein-Westfalen. Das Zugpersonal entdeckte demnach in den Abteiltoiletten zwei brennende Abfallbehälter.

Kurz vor Bielefeld löste die Brandmeldeanlage in einem weiteren Wagen aus. Hier wurde eine Toilettenpapierrolle auf abgerolltem Toilettenpapier platziert und entzündet. Auch dieser Brand konnte vom Zugpersonal schnell gelöscht werden.

Feuer in ICE nach Berlin gelegt: Polizei hofft auf Hinweise zu Tatverdächtigen

Als die Einsatzkräfte der Bundespolizei in Bielefeld in den Fernzug einstiegen, bemerkten sie einen weiteren Brand in einem Sanitärraum und löschten ihn. Auch hier war wieder Toilettenpapier entzündet worden.

Alle etwa 210 Reisenden blieben unverletzt. Der hintere Zugteil musste wegen starken Brandgeruchs in Bielefeld abgekoppelt werden und die Reisenden zur Weiterfahrt in den vorderen Zugteil umsteigen. Auf der weiteren Fahrt nach Hannover wurde der ICE von Einsatzkräften der Bundespolizei begleitet. Es kam zu keinen weiteren Zwischenfällen. Von den befragten Reisenden konnte niemand Angaben zur Täterschaft oder zum Tathergang machen.

Durch die Bundespolizei wurde ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Brandstiftung eingeleitet. Hinweise zu Tatverdächtigen oder zum Tathergang nimmt die Bundespolizei unter 0800 6 888 000 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

( BM )