Haushaltsbefragung

Zensus 2022: Die wichtigsten Fragen und Antworten

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Foto: Arno Burgi / dpa

In Berlin und Brandenburg steht wie in den anderen Bundesländern eine breit angelegte Haushaltsbefragung an. Was man wissen muss.

Potsdam/Berlin. Nach mehr als zehn Jahren gibt es in Berlin und Brandenburg wie in den anderen Bundesländern erneut eine Haushaltsbefragung in großem Stil. Dabei kommen Interviewer zu Tausenden von zufällig ausgewählten Haushalten. Start der Interviews für den Zensus 2022 ist am Montag.

Zensus 2022: Wie viele Berliner und Brandenburger werden befragt?

In Brandenburg werden im Rahmen der Personenerhebung rund 400.000 Menschen befragt, in Berlin sind es etwa 300.000. Bundesweit sind es 10,3 Millionen. Für die Befragungen sind in Berlin rund 2000 und in Brandenburg rund 3000 sogenannte Erhebungsbeauftragte zuständig.

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Was wollen die Interviewer wissen?

In einem kurzen Gespräch stellen die Interviewer nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandung allgemeine Fragen zur Person, etwa zu Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit. Außerdem erhalten die ausgewählten Haushalte Online-Zugangsdaten. Für jedes Haushaltsmitglied gibt es einen eigenen Online-Fragebogen für weitere Details, der in 14 Sprachen angeboten wird. Auf Nachfrage wird der Fragebogen auch in Papierform zugeschickt und kann dann schriftlich ausgefüllt werden.

Kann man die Fragen vorab sehen?

Ja, alle Fragebogen sind bereits auf www.zensus2022.de/Musterfragebogen.de einsehbar.

Und welche Informationen werden noch abgefragt?

Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer werden per Brief zu einer weiteren Online-Befragung eingeladen. Bei dieser Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) befragt das Amt für Statistik in Berlin etwa 300.000 und in Brandenburg etwa 650.000 Immobilieneigentümer schriftlich. Die Teilnahme ist verpflichtend.

Wie viel Zeit ist für die Beantwortung der Fragen einzuplanen?

Das Interview dauert nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandung ungefähr fünf bis zehn Minuten. Für das Ausfüllen des Online-Fragebogens rechnet es mit zehn bis 15 Minuten. Die Wohnungseigentümer müssen sich auf rund zehn Minuten pro Immobilie einstellen.

Wann laufen die Befragungen?

Die Interviews sind von Montag, 16. Mai, bis zum August geplant. Die Ergebnisse des Zensus liegen dem Amt für Statistik zufolge voraussichtlich ab November 2023 vor.

Wozu ist die Datenerhebung gut?

Es geht zum Beispiel darum herauszufinden, wie viele Menschen eigentlich in Berlin und Brandenburg leben. Die Daten sollen eine verlässliche Planungsgrundlage für politische und wirtschaftliche Entscheidungen ermöglichen. Das gilt etwa bei der Frage, wo Bildungs- oder Pflegeeinrichtungen benötigt werden, wo Wohnraum fehlt oder wie viele Menschen bald das Rentenalter erreichen.

Ist die Teilnahme verpflichtend?

Ja, die ausgewählten Personen müssen an der Befragung teilnehmen. Wenn ein Haushalt für den Zensus ausgewählt wurde, sind alle in diesem Haushalt lebenden Personen auskunftspflichtig. In der kurzen persönlichen Befragung kann auch ein Haushaltsmitglied stellvertretend für alle anderen antworten.

( dpa )