Verkehr

Bahnausbau: Projekt i2030 mit Ausstellung im Technikmuseum

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Im Technikmuseum Berlin gibt es eine neue Ausstellung zum Infrastrukturprojekt i2030. Der Titel: "Zug zur Zukunft – Wie geht Verkehrswende?"

Im Technikmuseum Berlin gibt es eine neue Ausstellung zum Infrastrukturprojekt i2030. Der Titel: "Zug zur Zukunft – Wie geht Verkehrswende?"

Foto: vbb

Im Berliner Technikmuseum gibt es eine neue Ausstellung zum Projekt i2030. Es geht auch um die Frage, warum der Ausbau so lange dauert.

Berlin. Das Infrastrukturprojekt i2030 wird die Deutsche Bahn, den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und die Länder Berlin und Brandenburg noch einige Jahre beschäftigen. Im Technikmuseum ist das Vorhaben aber schon jetzt vertreten. Unter dem Motto „Zug zur Zukunft – Wie geht Verkehrswende?“ hat an diesem Freitag eine Sonderausstellung eröffnet, die für ein Jahr zu sehen sein wird – und unter anderem auch erklären soll, warum der Schienenausbau so lange dauert, absehbar noch weit über das Jahr 2030 hinaus.

In der Ausstellung geben vier Themeninseln Einblick in das Projekt, bei dem Vorhaben mit Gesamtkosten in Höhe von acht Milliarden Euro realisiert werden sollen, wie Rainer Genilke, Staatssekretär im Brandenburger Infrastrukturministerium, sagte. Allein 99 Bahnhöfe sollen ihm zufolge ertüchtigt werden, hinzu kommt der Bau neuer oder die Reaktivierung alter Bahnstrecken. Unter letzteres Stichwort fällt auch die Siemensbahn in Spandau, der sich ein Themenbereich widmet. In sieben Jahren, so das Ziel, sollen auf der 1980 stillgelegten Strecke wieder S-Bahnen unterwegs sein.

Ausbau Spandau – Nauen als Beispiel für langwierige Prozesse

Eines der größten i2030-Projekte ist der Ausbau des Schienenverkehrs zwischen Spandau und Nauen, auch dieses Vorhaben ist Teil der neuen Sonderausstellung. Das Einzelprojekt umfasst den Bau neuer Gleise für Regionalzüge und die Verlängerung der S-Bahn, auch neue Bahnhöfe sollen in dem Zusammenhang entstehen. Es dient auch zur Visualisierung der langwierigen Planungsprozesse – weit mehr als ein Jahrzehnt wird vom Projektstart bis zum Abschluss vergehen.

„Natürlich hätten wir es lieber viel, viel schneller, denn die Zeit drängt. Es ist nicht so, dass der Klimawandel auf uns wartet“, sagte Alexander Kaczmarek, Bahn-Bevollmächtigter für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, zum Start der Ausstellung. Man müsse deshalb schneller werden, insbesondere sei der Bund gefragt. „Ich glaube aber, dort ist die Botschaft angekommen“, so Kaczmarek. „Es sind Bewegungen in Richtung Planungsbeschleunigung festzustellen.“

Schienenausbau: Folgeprojekt i2040 bereits markenrechtlich gesichert

Die beiden weiteren Themeninseln beschäftigen sich zum einen mit den großen Zielen, die es im Bund und in der Region mit Blick auf den Klimawandel gibt und der Frage, wie das Projekt i2030 das Erreichen dieser Ziele unterstützen kann. Zum anderen geht es auch um alternative Antriebe, etwa batterieelektrische Züge oder Bahnen mit Wasserstoffantrieb, wie sie künftig in Berlin und Brandenburg eingesetzt werden sollen.

Mit Blick darauf, dass einige Vorhaben über das Jahr 2030 hinaus andauern werden und längst nicht alle möglichen Schienen-Ausbau-Projekte in der Region Teil von i2030 sind, erklärte Thomas Dill vom VBB: „Wir denken bereits darüber hinaus, es gibt noch viel mehr zu tun.“ Zumindest von den Markenrechten her sei das Folgeprojekt i2040 deshalb bereits gesichert.

Die Sonderausstellung kann innerhalb der geltenden Öffnungszeiten des Deutschen Technikmuseums von Dienstag bis Freitag zwischen 9 und 17.30 Uhr und an Sonnabenden, Sonntagen und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr voraussichtlich bis Ende Mai 2023 besucht werden. Die Eintrittskarte für 8 Euro und ermäßigt 4 Euro gilt am selben Tag für das gesamte Museum und das Science Center Spectrum.