Deutsche Bahn

9-Euro-Ticket: Welche Fahrten von Berlin möglich sind

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Mit dem 9-Euro-Ticket direkt günstig an die Ostsee

Mit dem 9-Euro-Ticket direkt günstig an die Ostsee

Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV gibt es jeweils für drei Monate von Juni bis August. Mit Regionalzügen kann man sogar an die Ostsee fahren. Welche Regionalbahnstrecken das sind, zeigt das Video.

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Ab Juni soll das 9-Euro-Ticket bundesweit im Regional- und Nahverkehr nutzbar sein. Wohin von Berlin aus Fahrten möglich sind.

Berlin. Im Juni soll es soweit sein: Dann kommt nach Plänen der Bundesregierung das 9-Euro-Monatsticket für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Zu dem reduzierten Preis können im Juni, Juli und August Busse, U- und S-Bahnen und Regionalzüge bundesweit genutzt werden, nur für den Fernverkehr der Deutschen Bahn sowie für Flix-Züge und -Busse muss weiterhin ein Extra-Ticket gekauft werden.

Von Berlin aus sind aber auch ohne Fernverkehr Ziele wie München, Köln oder Hamburg erreichbar – sofern man entsprechende Zeit und Umstiege einplant. Ein Überblick über kurze und lange Strecken:

Ohne Umsteigen gelangen Reisende von Berlin bis zur Ostsee, in die Hansestadt Stralsund. Gut zwei Stunden dauert die Fahrt vom Berliner Hauptbahnhof nach Stralsund mit der Linie RE3, die unter anderem auch in Greifswald hält. Eine weitere Option ist die Linie RE5, mit der innerhalb von rund 2:40 Stunden Rostock erreicht wird. Wer dann doch einen Umstieg hinnimmt, gelangt mit der S-Bahn in gut 20 weiteren Minuten bis nach Warnemünde.

In anderthalb Stunden mit der Bahn von Berlin in die Lutherstadt Wittenberg

Zwei Landeshauptstädte sind mit dem Regionalexpress RE1 erreichbar. Zunächst geht es von Berlin aus nach Potsdam, dann fährt der Zug weiter bis nach Magdeburg. Zwar kommen Reisende hier nicht ans Meer, Wasser bieten Potsdam mit der Havel und diversen Seen sowie Magdeburg mit der Elbe aber auch. Sachsen-Anhalts Hauptstadt wird vom Berliner Hauptbahnhof nach etwa 1:40 Stunden erreicht. Unterwegs hält der RE1 unter anderem in Werder (Havel) und Brandenburg (Havel). Fährt man von Berlin aus in die andere Richtung, geht es zum Beispiel nach Cottbus oder Frankfurt (Oder).

Für Geschichtsinteressierte kann sich die Fahrt mit dem RE3 in Richtung Süden lohnen. Dieser bringt Fahrgäste in knapp anderthalb Stunden in die Lutherstadt Wittenberg. Die Stadt der Reformation bietet diverse Gebäude, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählen, etwa die Schlosskirche oder das Lutherhaus. Wer noch weiterfahren will, kann in Wittenberg auch nur einen Zwischenstopp einlegen und von dort noch weiterfahren – mit der S-Bahn kommt man von dort auch innerhalb von gut einer Stunde auch nach Leipzig.

Neun-Euro-Ticket: In den Spreewald oder nach Wismar mit dem RE2

Lust auf eine Kanutour? Auch der Spreewald ist mit dem Neun-Euro-Ticket erreichbar. Die Linie RE2 der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg) fährt bis nach Lübben und Lübbenau. Allerdings gibt es derzeit Einschränkungen aufgrund von Bauarbeiten, weshalb die Züge noch bis 11. Juni in Berlin unterbrochen sind. Bis in den Spreewald geht es in der Zeit auf direktem Weg nur von Ostkreuz oder Lichtenberg. In die andere Richtung bringt einen der RE2 in gut drei Stunden übrigens auch an die Ostsee, zur Hansestadt Wismar. Station macht die Bahn unter anderem in Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt Schwerin.

Wer Umstiege und längere Fahrtzeiten in Kauf nimmt, der kann von Berlin mit dem Neun-Euro-Ticket auch in diverse Großstädte Deutschlands reisen. In rund 4:15 Stunden ist zum Beispiel Hamburg erreichbar, dazu ist ein Umstieg in Schwerin nötig. Mehr als doppelt so lang müssten Reisende für die Fahrt nach München einplanen – hier gibt es Verbindungen, die Fahrgäste vom Berliner Hauptbahnhof mit drei Zugwechseln innerhalb von knapp neun Stunden in Bayerns Hauptstadt bringen. Auf die Nordseeinsel Sylt ginge es zum Beispiel mit drei Umstiegen und in 8:40 Stunden. Etwa genauso lange würde es bis nach Köln dauern. Nötig ist es für diese Fahrt aber, bis zu sechs Mal umzusteigen.