Nahverkehr in Berlin

Berlin plant ein neues Einsteigerabonnement für den ÖPNV

Joachim Fahrun
Die BVG testet ein neues Bezahl-Modell.

Die BVG testet ein neues Bezahl-Modell.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Die durch das Neun-Euro-Ticket gewonnenen Neukunden sollen gehalten werden. Deswegen wird an einem Einsteigerabonnement gearbeitet.

Berlin. Der Senat arbeitet nach Angaben von Verkehrssenatorin Bettina Jarasch daran, eine Anschlusslösung für das vom Bund in Aussicht gestellte Neun-Euro-Monatsticket für Busse und Bahnen für drei Monate zu finden. Sie hoffe, dass das „9 für 90 Tage“-Paket des Bundes schon im Mai umgesetzt werden könne und nicht erst zu den Sommerferien, sagte die Grünen-Politikerin in der Fragestunde des Abgeordnetenhauses. „Wir setzen darauf, die dadurch gewonnenen Neukunden im öffentlichen Personennahverkehr halten zu können“, sagte die Grünen-Politikerin. Man arbeite deshalb an einem attraktiven und fairen Einsteigerabonnement für BVG und S-Bahn, sagte Jarasch. Entscheidend sei, dass das verbilligte Neun-Euro-Ticket nicht nur zu kurzfristigen Effekten führe.

Jarasch bestätigte damit Aussagen der Regierenden Bürgermeisterin. Franziska Giffey (SPD) hatte am Dienstag im Morgenpost-Interview bereits eine Anschlusslösung für das Neun-Euro-Ticket angekündigt. In der Koalition wird nicht ausgeschlossen, dass die SPD auf diesem Weg ihre Wahlkampfforderung eines Jahrestickets für 365 Euro durchsetzen wolle. Details über das geplante Einsteigerabo sind aber noch nicht bekannt.

Jarasch betonte aber, dass die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs nicht nur an den Tarifen hänge. „Entscheidend ist ein gut ausgebauter und vernetzter ÖPNV, aber auch das Sicherheitsgefühl, Pünktlichkeit und Sauberkeit“, sagte die Senatorin. Darum werde es in den kommenden fünf Jahren gehen.

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