Protest

Klimaschützer blockieren erneut Autobahnauffahrten

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Bereits am Montag blockierten die Aktivisten zwei Autobahnauffahrten in Berlin, am Donnerstag kamen sie nun wieder.

Bereits am Montag blockierten die Aktivisten zwei Autobahnauffahrten in Berlin, am Donnerstag kamen sie nun wieder.

Foto: Paul Zinken / dpa

In Pankow und Steglitz haben Klimaschützer erneut Autobahnauffahrten blockiert. Einige haben sich auf der Straße festgeklebt.

Berlin. Nachdem sie bereits am Montag die Autobahnauffahrten zur A114 in Pankow und zur A103 in Steglitz blockiert haben, sind Klimaschützer am Mittwochmorgen erneut angerückt. Nach Angaben der Gruppe „Aufstand der letzten Generation“ setzten sich im Berufsverkehr etwa 20 Menschen auf die Straßen.

Sie habe sich festgeklebt, sagt eine Frau in einem Video auf Twitter, die sich selbst Lea nennt. „Mir macht das auch keinen Spaß, aber wir sind mitten in einem Klimakollaps und wir können so einfach nicht weitermachen.“ Sie werde auch in den nächsten Tagen wiederkommen. Hinter der Gruppe stehen einige der Aktivisten, die kurz vor der Bundestagswahl 2021 für Wochen in einen Hungerstreik traten.

An der Schloßstraße in Steglitz habe man bereits elf Personen von der Fahrbahn getragen, sagte eine Polizeisprecherin gegen 10.30 Uhr. Bei zwei weiteren müsse man den Kleber noch lösen, was in Beisein einen Arztes geschehen solle. An der Prenzlauer Promenade in Pankow hätten sich insgesamt 30 Personen auf der Straße aufgehalten, von denen auch einige festgeklebt gewesen seien.

Nach Blockade am Montag 24 Festnahmen

Die Gruppe hatte unter dem Motto „Essen Retten – Leben Retten“ bereits am Montagmorgen an denselben Autobahnauffahrten zeitweise die Fahrbahn blockiert. Die Polizei hatte Teilnehmer weggezogen und 24 Menschen zeitweise in Gewahrsam genommen.

Die Aktivisten fordern von der Bundesregierung ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und Entscheidungen für eine verträglichere Landwirtschaft. In Deutschland würden jährlich etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, was unnötig 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid verursache, heißt es in den entsprechenden Erklärungen der Gruppe. Diese Emissionen könnten leicht reduziert werden.

Die Aktionen würden fortgesetzt, bis die Regierung „ernsthafte Schritte zur Einführung eines Essen-Retten-Gesetzes“ einleite.