Polizeieinsatz

Grunewald: Wilde Prügelei bei Nobel-Italiener

| Lesedauer: 2 Minuten
Vor einem Restaurant in Grunewald kam es zu einer Auseinandersetzung

Vor einem Restaurant in Grunewald kam es zu einer Auseinandersetzung

Foto: Pudwell

Mindestens sieben Personen gehen nach verbalen Attacken aufeinander los. Ältester Teilnehmer der Prügelei ist ein 80-jähriger Mann.

Berlin. Kerzen, weiße Tischdecken, erlesene Speisen und Weine, leise Musik - die Zutaten für ein romantisches Dinner beim Nobel-Italiener. Doch der Sonnabendabend fand für einige Gäste eines italienischen Restaurants an der Hagenstraße in Roseneck (Charlottenburg-Wilmersdorf) kein romantisches Ende, sondern endete in einer wilden Schlägerei mit mehreren Verletzten und gegenseitigen Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Auslöser der handfesten Tumulte sei eine verbale Auseinandersetzung gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Mehrere Personen aus allen Altersschichten, darunter auch Frauen, sollen sich erst gestritten, später dann auch geschlagen haben. Die Ursachen für die Auseinandersetzung ist noch unklar, auch die Frage, ob in oder vor dem Restaurant aufeinander eingeschlagen wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Berliner Feuerwehr bringt drei Verletzte in Klinik

Die Polizei und auch die Feuerwehr wurden gegen 23 Uhr zur Hagenstraße im Ortsteil Grunewald alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war die „Schlacht“ aber bereits geschlagen, Rettungskräfte der Feuerwehr versorgten die Verletzten, die Polizei nahm die gegenseitigen Anzeigen der Kontrahenten auf. Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, handelt es sich bei allen Beteiligten um Russen und Deutsch-Russen.

Laut Angaben einer Polizeisprecherin wurden ein 43-jähriger Mann, eine 39-jährige Frau und ein 55 Jahre alter Mann mit schweren Verletzungen an den Köpfen und den Oberkörpern zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Sie erstatteten Anzeigen gegen einen 51- und 80-jährigen Mann.

Restaurantbesuch endet mit Schnittverletzungen an den Armen

Der 51 Jahre alte Mann, der als Tatverdächtiger gilt, erlitt aber bei der Auseinandersetzung auch Schnittverletzungen an den Armen und erstattete im Gegenzug ebenfalls Anzeigen gegen die 43- und 55-jährigen Angreifer. Ebenfalls unter Tatverdacht sind noch zwei Männer im Alter von 34 und 35 Jahren. Sie beteiligten sich offenbar an der Prügelei, blieben aber unverletzt. Der 51-Jährige lehnte eine ärztliche Behandlung in einem Krankenhaus ab. Die gegenseitigen Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung werden von der Kriminalpolizei der Direktion 2 bearbeitet.