Hotelaktion

Morgenpost-Aktion: Das „Hotel Oderberger“ lädt ein

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Das 20 Meter lange Schwimmbecken ist das Herzstück im „Hotel Oderberger“ im einstigen Stadtbad Oderberger Straße.

Das 20 Meter lange Schwimmbecken ist das Herzstück im „Hotel Oderberger“ im einstigen Stadtbad Oderberger Straße.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Hotel des Monats: Das „Hotel Oderberger“ in Prenzlauer Berg lädt Sie im Februar ein, einen Kurzurlaub in Berlin zu verbringen.

Berlin. Von ihrem Büro im GLS Sprachenzentrum an der Kastanienallee aus konnte Barbara Jaeschke dem Stadtbad Oderberger Straße jahrelang beim Verfallen zuschauen. „Da müsste doch jemand etwas unternehmen“, dachte sie – bis sie beschloss, sich der Sache selbst anzunehmen. 2011 kaufte die Gründerin der Sprachschule mit ihrer Familie die einstige Volksbadeanstalt und baute sie zum „Hotel Oderberger“ um, das 2016 mit 70 Zimmern, zwei Apartments und zehn Seminarräumen eröffnet wurde. Herzstück ist bis heute das 20 Meter lange Schwimmbecken, das von einer reich ornamentierten Zuschauerempore umlaufen und von einem vierteiligen Kreuzgratgewölbe überdacht wird.

Haben Sie das Eingangsportal passiert, dessen Verzierung einen von Wassernixen umringten Berliner Bären zeigt, schimmert das Türkis des Pools dann auch schon verheißungsvoll durch eine Glastür hinter der Rezeption. Die Magie des Ortes entfaltet sich in dem 1898 im Stil der Neorenaissance konzipierten und 1902 eröffneten Gebäude bereits nach wenigen Minuten.

An den einstigen Kassenhäuschen für Damen und Herren vorbei, beginnt zur Rechten eine weitläufige Treppe, an deren Geländer kleine gusseiserne Fische den Weg in die oberen Etagen weisen und die von historischen Fotografien aus den frühen Jahren des Bades gesäumt ist. Im gesamten Haus finden sich Wassermotive und Reminiszenzen an die einstige Volksbadeanstalt. Die einst rund 200 Badekabinen wurden zu Zimmern und Konferenzräumen umgebaut, Originalkacheln und restaurierte Türen teils erhalten. Dank Early Check-in und Late Check-out bleibt genug Zeit, dem Gebäude selbst eine gründliche Inspektion zu widmen. Denn beim Gastgeber der Morgenpost-Hotelaktion im Februar lässt sich neben einer Wellness-Auszeit auch ein Stück Stadtgeschichte erleben. Jeden ersten Dienstag im Monat um 17 Uhr findet eine kostenlose Führung durch das Stadtbad statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Geschichte des Hauses findet sich überall

Geleitet wird das Hotel von Barbara Jaeschkes Tochter Verena. „Ich kenne das Stadtbad von früher“, sei ein Satz, den sie von ihren Gästen häufiger höre, sagt die General Managerin. „Schwimmen oder feiern?“, frage sie dann. Denn nach der Schließung im Jahr 1986 wurde das leer stehende Stadtbad Prenzlauer Berg immer wieder zum Schauplatz für Partys der Ost-Berliner Subkultur und später der Gesamt-Berliner Kreativ-Bohème. Bis heute wird die Schwimmhalle während der Berlinale oder Fashion Week gern als Event-Location oder von Filmteams als Kulisse benutzt. Auf einem ins Becken gebauten Plexiglassteg kann geheiratet oder das ganze Bad für einen romantischen Midnight-Swim zu zweit gemietet werden.

Ähnlich exklusiv ist Ihre Übernachtung im 20 Quadratmeter großen Comfort- oder Maisonette-Zimmer in den historischen Seitenflügeln mit direktem Zugang zu den Innenhöfen oder in den Seitenschiffen des Stadtbads. Restaurierte Kacheln und Türen greifen hier die Geschichte des Ortes wieder auf; Eichendielenparkett, indirekte Beleuchtung, das Boxspringbett und plüschige Polstermöbel sorgen für Gemütlichkeit; hohe Fenster und weiß gestrichene Backsteinwände für Helligkeit und Industrial Chic. Im großzügigen Badezimmer warten weiche Handtücher und Bademäntel, eine Regendusche und Bio-Pflegeprodukte von Ada Cosmetics Naturals. Als Souvenir können Sie später eine Oderberger-Badeente mit nach Hause nehmen.

Für ein paar Stunden den Berliner Winter ausblenden

Per Fahrstuhl geht es in die Katakomben des Hotels, wo sich der Spa mit direktem Zugang zum Pool befindet. Wohlige Wärme und Schwimmbad-Geruch aktivieren hier das unmittelbare Bedürfnis, auf einer der gepolsterten Liegen ein Mittagsschläfchen zu halten. Noch besser gelingt das nach ein paar Bahnen, einem Ausflug in die finnische Sauna oder einer Einheit auf der Sonnenliege unter einem wärmenden Infrarotstrahler. In Dauerschleife wiederholt lässt sich so für ein paar Stunden recht komfortabel der Berliner Winter ausblenden.

Hungrig? Dann nutzen Sie Ihren Kurzurlaub doch endlich einmal, um einen womöglich fremden Kiez von seiner kulinarischen Seite kennenzulernen. Direkt neben dem Hotel befindet sich das Restaurant „Otto“ mit lokal-saisonalen Gerichten, von denen es eine Auswahl auch zum Mitnehmen für zu Hause gibt. Oder wann waren Sie eigentlich das letzte Mal bei „Konopke“? Tipps für das vielseitige gastronomische Angebot, das allein die Kastanienallee zu bieten hat, bekommen Sie gern an der Rezeption, die 24 Stunden für Sie besetzt und mit einem kleinen Kiosk ausgestattet ist.

Ein finales Highlight für Genießer ist das Frühstück

Für den anschließenden Drink brennt in der hauseigenen Hotelbar derweil schon der Kamin. Schwere Polstermöbel, Ledersofas und ein Tresen, hinter dem sich die Spirituosen bis zur Decke stapeln, laden hier dazu ein, den Abend in gediegener Atmosphäre ausklingen zu lassen. Die „Kaminbar“ ist spezialisiert auf Klassiker und saisonal wechselnde Eigenkreationen von Barchefin Feline Gross.

So finden sich auf der aktuellen Winterkarte beispielsweise der Sophie Charlotte mit Pflaumenlikör, Orangenlikör, Pfirsichbitter und Crémant oder der New York Flip mit Bourbon, rotem Portwein und Tonkabohne. Zutaten wie Sirups, Gewürzmischungen oder die Vanille-Butter für einen Hot Buttered Rum werden dabei hausgemacht, bei den Spirituosen und Weinen – wenn möglich – gern auf heimische Produzenten zurückgegriffen.

Ein finales Highlight für Genießer und Liebhaber der Berliner Industriegeschichte hält am nächsten Morgen das Frühstücksrestaurant bereit. Im einstigen Heizkraftwerk des Stadtbades mit einer beeindruckenden Raumhöhe von 15 Metern speisen Sie auf drei offenen Ebenen umgeben von sandsteinfarbenen Backsteinwänden. Durch bereitliegende Postkarten und erhaltene bauliche Details wie Hähne und Klappen bleibt die ursprüngliche Funktion des Ortes lebendig. Das Küchenteam serviert dazu ein reichhaltiges Angebot an Kaffeespezialitäten, Tee und Sekt, Wurst- und Käseaufschnitt, Müsli, Eierspeisen und frisch gebackenen Waffeln.

Ihre Auszeit

Das Angebot: Eine Übernachtung für zwei Personen im Comfort- oder Maisonette-Doppelzimmer gibt es vom 1. bis einschließlich 28. Februar 2022 im „Hotel Oderberger Berlin“, Oderberger Straße 57, 10435 Berlin für 198 Euro. Buchbar ist das Arrangement unter der Telefonnummer 030–7800 89 760 oder per E-Mail an info@hotel-oderberger.de mit dem Stichwort „Morgenpost Hotel des Monats“. Die Bezahlung erfolgt beim Check-in. Kostenfreie Stornierung bis einen Tag vor Anreise 13 Uhr.

Inklusive sind freier Eintritt zu Pool und Spa (wenn geöffnet, Öffnungszeiten werden vorab online publiziert oder können telefonisch erfragt werden), ein Gutschein im Wert von 20 Euro für die „Kaminbar“, Frühstück mit Eierspeisen, Sekt und Waffelbar, eine Flasche Wasser und die Oderberger-Badeente als Goodie auf dem Zimmer, Early Check-in und Late Check-out ab und bis 13 Uhr, kostenfreies Wlan.

Der Gewinn: Wir verlosen einmal ein Arrangement für zwei Personen in unserem AboExklusiv am 6. Februar 2022.