Verkehr in Berlin

Behelfsbau der Elsenbrücke für den Verkehr freigegeben

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Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) am Mittwochvormittag bei der Verkehrsfreigabe des Behelfsbaus neben der maroden Elsenbrücke.

Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) am Mittwochvormittag bei der Verkehrsfreigabe des Behelfsbaus neben der maroden Elsenbrücke.

Foto: SenUVK

Weil die Elsenbrücke in die Jahre gekommen ist, wurde bereits ein Behelfsbau errichtet. Nun wurde die provisorische Brücke freigegeben.

Berlin. Die Behelfsüberführung für die Elsenbrücke, über die in den kommenden Jahren der Verkehr fließen soll, ist am Mittwochmittag offiziell eröffnet worden. Zumindest stadtauswärts gibt es damit wieder etwas mehr Platz für Autofahrer: Zwei Fahrstreifen stehen auf der Spreeüberquerung in Richtung Treptow-Köpenick zur Verfügung, in Richtung Friedrichshain bleibt es bei einer Spur.

Mitte Dezember war die alte Elsenbrücke für mehrere Tage wegen kritischer Sensorenmeldungen gesperrt worden, was zu Staus und Chaos in dem Bereich geführt hatte. Danach konnte der Kfz-Verkehr nur eingeschränkt mit einer Spur pro Richtung wieder über das Bauwerk geführt werden. In der Folge wurde verstärkt an der Behelfsbrücke gearbeitet, die nun – einige Wochen früher als geplant – freigegeben wurde. Entsprechend erleichtert zeigte sich Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne): „Wir haben hier eine Lösung, damit der Verkehr an dieser wichtigen Verbindung wieder fließen kann, während wir gleichzeitig die neue Brücke bauen“, sagte sie.

Elsenbrücke soll 2028 fertig werden

Die Behelfsbrücke soll voraussichtlich bis Ende 2025 genutzt werden, bis der erste – der westliche – Teil des Neubaus für die Elsenbrücke fertig wird. Danach wird der Behelfsbau wieder abgerissen, um die östliche Hälfte der Elsenbrücke neu zu bauen. Das gesamte Projekt soll 2028 fertig werden. Die Kosten werden mit 98 Millionen Euro kalkuliert, circa 18 Millionen Euro entfallen davon auf die Behelfsbrücke. Zehn Prozent der Kosten finanziert das Land Berlin.

Wie Jarasch deutlich machte, soll es aber nicht das einzige Brückenprojekt in nächster Zeit bleiben. „Investitionen in die Infrastruktur, insbesondere in die Brücken, sind essenziell für die tägliche Mobilität der Berlinerinnen und Berliner“, sagte sie. Den Sanierungsstau der vergangenen Jahrzehnte werde man Stück für Stück abbauen. In der Stadt sind diverse Brücken marode. Laut Berliner Wirtschaft müssen mehr als 40 Bauwerke saniert werden.

Für den Behelfsbau der Elsenbrücke soll voraussichtlich noch im Februar ein angehängter Fußweg fertig werden, ein geschützter Radweg in beide Richtungen steht bereits zur Verfügung. Noch bis zum Abriss des Westteils, der planmäßig ab dem Frühsommer folgt, kann dieser von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Ein positiver Nebeneffekt, wie Jarasch sagte: „Mit der Eröffnung der Behelfsbrücke entsteht, wenn auch nur vorübergehend, quasi der breiteste Fahrrad- und Fußweg der ganzen Stadt.“

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