Verkehrsüberwachung

Polizei Berlin: Mehr als 26.500 Falschparker in einem Monat

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Andreas Gandzior
Polizeikontrollen (Symbolbild)

Polizeikontrollen (Symbolbild)

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Die Berliner Polizei, Ordnungsämter und die BVG führten im November verstärkte Kontrollen durch. Nun wurde Bilanz gezogen.

Berlin. Im Rahmen von Verkehrsüberwachungsmaßnahmen im ruhenden Verkehr stellten die Polizei, die Ordnungsämter und die BVG etwa 26.500 Falschparker in nur einem Monat fest. Davon wurden 2382 Fahrzeuge aus Gefahrengründen abgeschleppt, 1493 Knöllchen wurden verteilt, weil Autofahrer ihre Pkw auf Radwegen abgestellt hatten, in 1241 Fällen standen Fahrzeuge in zweiter Reihe. Das ist die Bilanz verstärkter Kontrollen im November.

Die Berliner Polizei hatte im November mehr Verkehrskontrollen als sonst üblich durchgeführt. Auch vor dem Hintergrund, dass am 9. November ein neuer Bußgeldkatalog mit deutlich höheren Bußgeldern in Kraft getreten war. Die Präventions- und Überwachungsmaßnahmen sollen zur Steigerung der Verkehrssicherheit beitragen, wie die Polizei mitteilte.

Mehr als 22.600 Verkehrsordnungswidrigkeiten

Während der gesamten Zeit kontrollierten Polizistinnen und Polizisten auch an 583 stationären und mobilen Kontrollstellen insgesamt 5743 Fahrzeugführende. Dabei stellten sie 22.696 Verkehrsordnungswidrigkeiten und 277 Verkehrsstraftaten fest. 116 Personen waren ohne gültigen Führerschein unterwegs.

132 Personen waren alkoholisiert oder standen unter Drogeneinfluss. Der Höchstwert eines Autofahrers lag bei 2,4 Promille. 539 Verkehrsteilnehmende missachteten rote Ampeln, darunter waren laut Polizei 204 Auto- und Motorradfahrer sowie 310 Radfahrer.

Regelwidriges Verhalten bei 1128 Radfahrerinnen und Radfahrern

Neben den 310 Rotlichtverstößen fielen 565 Radfahrer auf, die den Gehweg nutzten und 112 Radfahrer telefonierten während der Fahrt mit dem Handy. Insgesamt fielen der Polizei 1128 Radfahrerinnen und Radfahrer wegen regelwidrigem Verhalten auf.

In Sachen überhöhter Geschwindigkeit stellte die Polizei bei 97 Einsätzen mit Handlasermessgeräten 641 zu schnelle Auto- und Motorradfahrer fest. Zudem wurden 13 illegale Autorennen festgestellt. In diesem Zusammenhang beschlagnahmten die Beamten 16 Führerscheine und neun Fahrzeuge.

Bereits am Montag zog die Polizei Bilanz von Schwerpunkteinsätzen der Abteilung Verkehr der Polizeidirektion Einsatz/ Verkehr. Vom 29. November bis zum 5. Dezember waren die Fahrradstaffel und die Autobahnpolizei stadtweit rund um die Uhr im Schwerpunkteinsatz. Bis zu 70 Polizistinnen und Polizisten kontrollierten an Verkehrbrennpunkten stationär und mobil.

Schwerpunkte waren die Autobahnen A100 und A113. Auf der A113 überschritt ein Autofahrer beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern um 73 Kilometer in der Stunde. Insgesamt gab es mehr als 163.363 Messungen, bei denen 12.208 Überschreitungen festgestellt wurden.

Gezielte Aktionen der Polizei auch im Dezember

Während der Kontrollwoche wurden 2303 Verkehrsteilnehmer überprüft. Bei 1525 Pkw, 245 Lkw, sechs Omnibussen, 52 Kradfahrern, 217 Fahrradfahrern, 48 Personen auf Elektrokleinstfahrzeugen und 27 Fußgängern wurden Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt. Es wurden 64 Strafanzeigen geschrieben und 975 Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Einsatzkräfte stellten neun Fahrzeuge sicher, ordneten 28 Blutentnahmen, 81 Drogentests und 48 Atemalkoholmessungen an. 49 Verkehrsteilnehmer wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Polizei kündigte auch im Dezember gezielte Verkehrssicherheitsaktionen im Stadtgebiet an.