Stadtautobahn

A100: Die schlimmsten Raser und Unfälle der letzten Monate

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Passanten beobachten Bergungsarbeiten nach einem schweren Unfall auf der A100 (Archivbild).

Passanten beobachten Bergungsarbeiten nach einem schweren Unfall auf der A100 (Archivbild).

Foto: dpa

Raser missbrauchen die A100 immer wieder als Rennstrecke. Die Stadtautobahn ist auch ein Unfallschwerpunkt. Ein Überblick.

Berlin. Die A100 ist nicht nur eine notorische Staufalle, die die Nerven von Berufspendlern gehörig strapazieren kann, sondern auch ein Unfallschwerpunkt. Immer wieder, besonders in den Nachtstunden, sind dort Raser mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Auch angetrunkene Autofahrer oder Fahrzeuge mit erheblichen technischen Mängeln muss die Polizei immer wieder aus dem Verkehr ziehen. Ein Überblick über einige Vorfälle der letzten Wochen und Monate.

Montag, 28. September: Die Berliner Polizei zieht einen Schwerlasttransporter aus dem Verkehr. Das Fahrzeug, das in Richtung Dänemark unterwegs ist, transportiert eine Holzkonstruktion. Trotz erheblicher Überlänge und Überbreite liegt keine Genehmigung für das Fahrzeug vor. Bei einer Kontrolle stellt sich heraus, „dass eines der Räder so lose war, dass es drohte einfach abzufallen. An einem Rad waren die Bremsbeläge schlicht nicht mehr vorhanden, und auch die Bremsscheiben waren so desolat, dass es sie bei einer Bremsung in Bälde endgültig zerbröselt hätte", berichtet die Polizei.

Sonntag, 26. September: Auf der A100 in Charlottenburg kommt ein Auto am frühen Morgen unter mysteriösen Umständen von der Fahrbahn ab und stürzt etwa zehn Meter tief auf die Gleise der S-Bahn am Bahnhof Westend. Dabei werden zwei Personen schwer verletzt. 57 Kräfte der Feuerwehr sind im Einsatz. Der S-Bahn-Verkehr ist längere Zeit unterbrochen.

Sonnabend, 25. September: Ein Autofahrer ist vom Funkturm aus in Richtung Tempelhof unterwegs. An der Ausfahrt Innsbrucker Platz kommt er mit seinem Wagen aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Dabei kippt das Auto an einer Leitplanke um und kracht auf der Seite liegend gegen eine elektronische Schilderbrücke. Der Unfallfahrer wird in seinem Auto eingeklemmt und muss von einem Großaufgebot der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Der Mann kommt mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Sonntag, 18. Juli: In Höhe Kreuz Schöneberg missbraucht ein 20 Jahre alter BMW-Fahrer die A100 als Rennstrecke. Als die Polizei ihn an der Ausfahrt Alboinstraße von der Autobahn herunterleiten will, gibt der junge Mann plötzlich Gas und versucht zu entkommen. An der Einfahrt zum Britzer Tunnel kann er gestoppt werden. Der 20-Jährige verriegelt nun einfach die Tür. Jetzt reichte es der Polizei. Einer der Beamten schlägt mit seiner Taschenlampe die Scheibe ein. Der 20-Jährige wird festgenommen, leistet dabei aber erheblichen Widerstand.

Mittwoch, 9. Juni: Dramatische Rettung eines Lkw-Fahrers auf der Stadtautobahn A100: Ein Lkw-Fahrer verliert bei voller Fahrt das Bewusstsein. Das Fahrzeug driftet nach rechts und schrammt bei voller Fahrt die Leitplanke entlang. Ein zweiter Lkw-Fahrer bemerkt die Notlage und lenkt sein eigenes Fahrzeug seitlich gegen den unkontrollierten Lkw. Beide Lkw kamen etwa 100 Meter vor der Ausfahrt Tempelhofer Damm zum Stehen. Verletzt wird zum Glück niemand. Ohne das Eingreifen des Retters wäre der schlingernde Lkw möglicherweise ungebremst auf Autos geprallt, die an der Ausfahrt Tempelhofer Damm an einer Ampel warteten.

( BM )