Gesetzentwurf

Rot-Rot-Grün will Rentner von Hundesteuer befreien

Hundebesitzer im Rentenalter müssen womöglich bald keine Steuer mehr für ihren vierbeinigen Freund entrichten.

Hundebesitzer im Rentenalter müssen womöglich bald keine Steuer mehr für ihren vierbeinigen Freund entrichten.

Foto: Bernd-Olaf Struppek

Empfänger von Sozialleistungen sollen nach Plänen der Koalition keine Hundesteuer mehr zahlen müssen. Es gibt aber einen Haken.

Berlin. Rentner und Sozialhilfeempfänger sollen keine Hundesteuer mehr zahlen müssen. Das geht laut RBB aus einem Gesetzentwurf hervor. "Für viele Menschen ist der Hund der einzige Freund oder das einzige Familienmitglied", sagte der Linken-Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg dem Sender. Die Steuerbefreiung soll aber laut Entwurf nur für einen Hund gelten. Für weitere Hunde müsse weiter Hundesteuer gezahlt werden.

Die Koalition begründet ihren Vorstoß damit, dass immer mehr Menschen vereinsamten. Für viele sei der Hund der einzige Begleiter. Der Antrag auf Befreiung von der Steuer müsse in jedem Kalenderjahr neu gestellt werden, heißt es.

Im Jahr 2018 nahm das Land Berlin 11,7 Millionen Euro über die Hundesteuer ein. Nach Angaben des Senats entrichteten 2019 104.723 Personen Hundesteuer an die Finanzämter. Pro Jahr müssen Hundehalter 120 Euro Steuer für ihren Liebling abführen, jeder weitere Hund schlägt mit 180 Euro zu Buche.

( BM )