Verkehr in Berlin

Studien für zwei Fahrradparkhäuser gestartet

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Am Hauptbahnhof in Potsdam gibt es bereits ein Fahrradparkhaus. In Berlin sollen bis zu neun Standorte geprüft werden.

Am Hauptbahnhof in Potsdam gibt es bereits ein Fahrradparkhaus. In Berlin sollen bis zu neun Standorte geprüft werden.

Foto: Joerg Krauthoefer / FUNKE Foto Services

Infravelo hat Machbarkeitsstudien für Bahnhöfe in Mahlsdorf und Haselhorst beauftragt. Ergebnisse werden im Herbst erwartet.

Berlin. An bis zu neun Standorten will die Berliner Senatsverkehrsverwaltung Fahrradparkhäuser prüfen lassen – für die ersten beiden Projekte haben nun die Untersuchungen begonnen. Wie die landeseigene Infravelo mitteilte, finden für Fahrradparkhäuser am S-Bahnhof Mahlsdorf in Marzahn-Hellersdorf und am Spandauer U-Bahnhof Haselhorst seit diesem Monat Machbarkeitsstudien statt. Für beide Standorte wird in den kommenden Jahren mit einem deutlich wachsenden Bedarf an Stellplätzen für Räder gerechnet.

So gibt es in Mahlsdorf derzeit knapp 260 Abstellplätze, bis zum Jahr 2030 werden einer erfolgten Analyse nach fast 780 Plätze zusätzlich benötigt. In Haselhorst wird zwar zunächst nur ein Bedarf von gut 100 Extra-Fahrradständern gesehen, allerdings entsteht in der Umgebung dort das Wohnquartier Waterkant mit rund 2500 Wohnungen bis zum Jahr 2025.

Der Bezirk Spandau hatte an dem U-Bahnhof erst Ende Juni neue Fahrradbügel aufstellen lassen, um kurzfristig auf den zunehmenden Radverkehr zu reagieren – immerhin sind mehrere Hundert neue Wohnungen bereits bezogen. Man sei deshalb auch froh, dass die Planungen für das Fahrradparkhaus in Haselhorst vorgezogen wurden und dass man dort bereits weiter sei als an anderen Standorten in Berlin, sagte Verkehrsstadtrat Frank Bewig (CDU).

Fahrradparkhäuser in Berlin: Studien sollen bis Herbst laufen

In den beiden Studien sollen nun die Bedingungen für ein Fahrradparkhaus am jeweiligen Standort geprüft und verfügbare Flächen geprüft werden. Für Parkhäuser sollen zudem verschiedene Varianten sowie Kostenschätzungen erarbeitet werden. Mit einem Abschluss der Untersuchungen rechnet die Infravelo im Herbst dieses Jahres. Zeigt sich, dass der Bau der Anlagen an den beiden Bahnhöfen machbar ist, soll eine Bedarfsplanung mit einem Konzept dazu folgen, wie das Fahrradparkhaus künftig betrieben werden kann.

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Im Rahmen des Projekts können noch für bis zu sieben weitere Standorte Machbarkeitsstudien beauftragt werden. Die Analyse der Infravelo hatte ergeben, dass an den untersuchten 236 U- und S-Bahnhöfen bis 2030 insgesamt 42.000 neue Stellplätze benötigt werden. Dort, wo der Bedarf um mindestens 500 Plätze steigt, können Fahrradparkhäuser eine Lösung sein. Das traf auf insgesamt 16 Stationen zu.