Bushido-Prozess

Bushidos Frau wirft Abou-Chaker "völlige Überwachung" vor 

Bushido und Ehefrau Anna-Maria Ferchichi bei der Echo-Verleihung 2011.

Bushido und Ehefrau Anna-Maria Ferchichi bei der Echo-Verleihung 2011.

Foto: imago stock&people

Im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker sagte erstmals Anna-Maria Ferchichi, Ehefrau des Gangster-Rappers Bushido, aus.

Berlin.  In dem Verfahren gegen vier Brüder der polizeibekannten Familie Abou-Chaker begann am Montagmorgen die Zeugenvernehmung der Frau des als Nebenkläger auftretenden Gangster-Rappers Bushido, Anna-Maria Ferchichi. Zu Beginn ihrer Aussage warf die 39-Jährige dem als Clan-Chef titulierten Arafat Abou-Chaker vor, ihren Mann als Manager unterdrückt und "totgearbeitet" zu haben.

Als sie Arafat Abou-Chaker kennengelernt habe, sei es zunächst eine " sehr witzige, sehr schöne Zeit " gewesen. Später sei ihr Mann angesichts des Drucks und der "völligen Überwachung" durch Arafat Abou-Chaker aber depressiv geworden. Als Anna-Maria Ferchichi berichtete, dass sie angesichts der Probleme zu einem Psychologen gegangen sei, brach sie kurzzeitig in Tränen aus.

Die Vernehmung wurde nach einer kurzen Verhandlungspause fortgesetzt. Arafat Abou-Chaker muss sich in dem Verfahren verantworten, weil er Bushido unrechtmäßig um einen Teil seiner Einnahmen gebracht haben soll. Mit dreien seiner ebenfalls angeklagten Brüder soll er Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, zudem eingesperrt und körperlich malträtiert haben.