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Hacker greifen Technische Universität Berlin an

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Im Internet gibt es immer mehr Hacker-Angriffe. Jetzt ist die TU Berlin betroffen (Symbolbild).

Im Internet gibt es immer mehr Hacker-Angriffe. Jetzt ist die TU Berlin betroffen (Symbolbild).

Foto: Andrew Brookes/Imago / Westend61

Die Server der Technischen Universität (TU) werden seit dem Morgen von Hackern attackiert. Die TU Berlin ergreift Vorsichtsmaßnahmen.

Berlin. Hacker haben die Technische Universität Berlin (TU) angegriffen. Wie stark die Universität betroffen ist, ist zurzeit noch unklar. Die TU habe jedoch bereits Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um größere Schäden abzuwenden, teilte die Universität mit.

Seit Freitagmorgen gebe es massive Attacken auf das Windows-Betriebssystem der Universität mit verschlüsselten Daten, heißt es auf der Homepage der TU. Mehrere Systeme seien deshalb abgeschaltet worden. Es könne "vorübergehend zu massiven Einschränkungen kommen". Auch der Mail-Server der Uni sei betroffen, so dass Mails zurzeit nicht gesendet und erhalten werden können. Nach Angaben der TU sind Online-Lehrveranstaltungen nicht vom Hackerangriff betroffen, da sie in der Regel nicht über Microsoft-Software, sondern den Video-Dienst Zoom stattfinden.

Die Technische Universität arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck daran, Schäden zu begrenzen, die Ursache zu klären und Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Der Angriff war aufgefallen, weil verschiedene verschlüsselte Dateien auf einmal am falschen Ort im System gewesen waren, wie Matthias Reyer, Direktor des Campusmanagements, ausführte. Es seien jedoch niemals sensible Daten öffentlich einsehbar gewesen. „Nach der Prämisse Safety First sichern wir erstmal den Unfallort ab“, sagte Reyer. Wie lange die Einschränkungen für die Studenten und Mitarbeiter andauern werden, könne man im Moment nicht abschätzen - schließlich spreche man hier „von ganzen IT-Landschaften“, die untersucht werden müssten.

Zuletzt hatte es wiederholt Hackerangriffe auf die Brandenburger Schul-Cloud gegeben. Die Server konnten die immense Menge von Anfragen nicht mehr verarbeiten und brachen zusammen. Die TU hingegen war im vergangenen Jahr war bereits Ziel mehrerer Hackerangriffe, die allerdings abgewehrt werden konnten. Damals erfolgten die Angriffe über das Windows-eigene "Remote Desktop Protokoll" (RDP), mit dem von außen Zugriff auf Computer genommen werden kann. Mit VPN-Zugängen besteht das Sicherheitsproblem nicht.

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( BM /mit dpa )