Corona-Pandemie

Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Berlin

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Spahn schließt Grenzkontrollen in anderen Regionen nicht aus

Spahn schließt Grenzkontrollen in anderen Regionen nicht aus

"Wir können nicht ausschließen, dass es woanders dazukommt": Nach der Ankündigung der Bundesregierung, Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol in österreich einzuführen, schließt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn weitere Einreisebegrenzungen zu anderen Virusmutationsgebieten nicht aus.

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Die Friseure dürfen ab 1. März wieder Haare schneiden. Was gilt noch in Berlin? Die aktuellen Beschlüsse in der Übersicht.

Berlin setzt die zwischen Bund Ländern getroffene Vereinbarung zur Verlängerung des Corona-Lockdowns eins zu eins um. Der Senat beschloss bei einer Sondersitzung am Donnerstagabend, dass viele Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen zur Eindämmung der Pandemie mindestens bis zum 7. März geschlossen bleiben müssen.

Für Friseure soll es eine Ausnahme geben: Sie können bereits am 1. März wieder öffnen und Kunden bedienen, die vorher einen Termin gebucht haben. Das dürfte einen Kundenansturm an den Telefonen und auf den Webseiten der Friseurgeschäfte auslösen. Denn nach zwei Monaten Lockdown ohne professionelle Haarpflege dürfte sich nun halb Berlin um einen Termin bemühen.

Die Abstands- und Hygieneregeln für die Friseurbetriebe sind streng, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. Eintreten dürfen Kunden nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Zwischen den Plätzen ist ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu gewährleisten, innerhalb dessen sich kein Kunde aufhalten darf. Wartende Kunden müssen draußen bleiben: Sie dürfen sich "nicht innerhalb der Betriebsräume aufhalten". Und, na klar: Maskenpflicht besteht auch.

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Corona in Berlin: Vorsichtige Schulöffnungen ab 22. Februar

Mit einer schrittweisen Öffnung der Schulen geht es bereits am 22. Februar los. Den Anfang machen Schüler der Klassenstufen 1 bis 3. Für sie soll es dann laut Bildungsverwaltung Wechselunterricht in halber Klassengröße geben. Sie werden also in geteilten Lerngruppen abwechselnd in der Schule und mit Hilfe digitaler Lösungen zu Hause unterrichtet. Allerdings ist die Schulpflicht ausgesetzt. Das heißt, Familien, denen das Risiko für ihre Kinder zu groß erscheint, müssen die Kinder nicht in die Schule schicken, es kann auch schulisch angeleitet weiter nur zu Hause gelernt werden.

Für den Wechselunterricht ist vorgesehen, dass die Kinder mindestens drei Stunden täglich Präsenzunterricht in der Schule haben „oder nach schulischer Entscheidung und in Abstimmung mit der Schulkonferenz im tage- oder wochenweisen Wechsel“. Notbetreuung bis zur Klassenstufe 6 wird weiterhin angeboten. Wann die anderen Klassenstufen zurückkehren, ist noch offen. Bislang dürfen nur die Abiturklassen im Wechselmodell zurück in die Schule, um dort Präsenzunterricht zu haben. Aber auch das kann jede Schulgemeinschaft für sich entscheiden.

Kita-Betrieb in Berlin wird schrittweise hochgefahren

Auch der Kita-Betrieb soll nach Angaben der Bildungsverwaltung ab 22. Februar wieder schrittweise hochgefahren werden. Zunächst soll die Auslastung, die im Rahmen der der aktuellen "Notversorgung" auf 50 Prozent der normalen Kapazität begrenzt ist, auf 60 Prozent gesteigert werden.

Leichte Aufweichung bei Corona-Kontaktbeschränkungen

Eine leichte Aufweichung gibt es bei den Kontaktbeschränkungen. Bisher heißt es in der Infektionsschutzverordnung, das Verlassen der eigenen Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft sei nur aus triftigen Gründen "zulässig". Nun werden die Bürger "angehalten", die Wohnung nur aus triftigem Grund zu verlassen. Wie bisher schon sind sie zudem angehalten, physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren und auf Reisen zu verzichten.

Kein generelles Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

Ebenfalls neu: Das Verbot, im Freien Alkohol zu trinken, gilt nur noch in Grünanlagen sowie auf Parkplätzen. Das Verbot für den öffentlichen Raum insgesamt wird gestrichen. Bibliotheken dürfen wieder Leihbetrieb anbieten.

Die Tendenz bei den Corona-Zahlen ist in Berlin seit einigen Wochen rückläufig. Am Donnerstag lag die Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - bei 62,9. Gleichwohl steht die Corona-Ampel bei diesem Indikator weiterhin auf Rot. Sie würde erst ab einem Wert von 30 auf Gelb springen, ab 20 auf Grün.

Im Zuge des bundesweiten Lockdowns sind weite Teile des Einzelhandels mit Ausnahme etwa von Supermärkten, Drogerien oder Apotheken, dazu Friseure, Kosmetiksalons sowie viele Schulen seit 16. Dezember geschlossen, Kitas im Notbetrieb. Restaurants, Museen, Kinos, Theater, Freizeit- und Sporteinrichtungen mussten bereits Anfang November für Publikum schließen.

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( dpa )