Verkehr

Stau nimmt in Berlin trotz Corona zu: Minus in Brandenburg

dpa
Zahlreiche Fahrzeuge fahren auf der Berliner Stadtautobahn.

Zahlreiche Fahrzeuge fahren auf der Berliner Stadtautobahn.

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Berlin. Der Autostau auf Straßen und Autobahnen in Berlin hat im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie und gegen den Bundestrend weiter zugenommen. Zu den nur 77 Autobahnkilometern der Hauptstadt in Verhältnis gesetzt, war das die längste Autoschlange aller Bundesländer, wie der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) für Berlin und Brandenburg am Donnerstag mitteilte.

In Brandenburg hingegen nahm die Staulänge um mehr als die Hälfte ab. Sie war dennoch die längst aller ostdeutschen Länder. Zu den Stauschwerpunkten gehörten vor allem die Autobahn 100 zwischen Berlin-Neukölln und -Wedding, die A 115 zwischen den Dreiecken Berlin-Funkturm und Nuthetal sowie die A 10 zwischen Kreuz Schönefeld dem Dreieck Schönau.

Dem ADAC zufolge nahm in der Hauptstadt die Staulänge auf den Autobahnen in der Hauptstadt um fünf Prozent zu, von mehr als 34 900 Kilometer auf rund 36 900 Kilometer. Allerdings brachten die Autofahrer in Berlin 2020 mit gut 19 400 Stunden etwa zehn Prozent weniger Zeit zu als im Jahr zuvor (22 300 Stunden).

In Brandenburg ging die Staulänge den Angaben zufolge von gut 49 500 Kilometer auf etwa 23 800 Kilometer zurück. Die Wartezeit reduzierte sich ebenfalls um etwa die Hälfte von rund 18 500 auf gut 9500 Stunden. Laut ADAC war das Fahrzeugaufkommen auf den Autobahnen während des Corona-Lockdowns im Frühjahr besonders gering. Im Sommer nahmen Verkehr und Staus jedoch wieder deutlich zu.

© dpa-infocom, dpa:210211-99-398837/2

( dpa )