Prozesse

Handel mit zehn Kilo Crystal Meth: Angeklagte sagen aus

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Justitia mit Sonne und Taube.

Justitia mit Sonne und Taube.

Foto: dpa

Berlin.  Weil sie an einem Handel mit zehn Kilogramm Crystal Meth beteiligt gewesen sein sollen, müssen sich vier Männer und eine Frau seit Montag vor dem Landgericht Berlin verantworten. Drei der Angeklagten sollen das Rauschgift erworben haben. Die beiden weiteren Angeklagten – ein 45-Jähriger und seine 33 Jahre alte Lebensgefährtin – hätten die Drogen nach Berlin transportiert, so die Staatsanwaltschaft. Mehrere der Angeklagten gaben zu Beginn des Prozesses über ihre Verteidiger eine Verstrickung in den Schmuggel zu. Die Frau erklärte allerdings, sie sei nicht eingeweiht gewesen.

Die Ermittler hatten damals mitgeteilt, es handele sich um die bisher größte sichergestellte Menge Crystal Meth in Berlin und Brandenburg mit einem Schwarzmarktwert von rund einer Million Euro.

Der 45-Jährige und seine Partnerin - ein Paar mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen - sollen die synthetischen Drogen im Mai 2020 in einem Fahrzeug an eine Autowerkstatt in Berlin-Pankow geliefert haben, um das Rauschgift dort an die Mitangeklagten zu übergeben. Die Werkstatt ist laut Ermittlungen zu diesem Zweck angemietet worden. Nach dem Umladen der Drogen wurden die Verdächtigen laut Angaben der Polizei festgenommen.

Der 45-Jährige erklärte, er habe nicht als Händler, sondern als Kurier agiert. Eine Woche vor der Fahrt habe ihn eine Person gefragt, ob er für 3000 Euro "etwas nach Berlin bringen würde". Ihm sei bewusst gewesen, dass es sich dabei um einen Drogenschmuggel handeln sollte. Seiner Partnerin habe er davon nichts gesagt. Ein 33-Jähriger gab zu, er habe das Rauschgift für einen ehemaligen Geschäftspartner in Empfang nehmen und zum Endabnehmer bringen wollen. Der Hintermann habe ihm 15 000 Euro geschuldet und die Summe aus dem Drogengeschäft begleichen wollen.

Ein 40 Jahre alter Angeklagter, der wegen Drogenhandels einschlägig vorbestraft ist und im April 2020 nach viereinhalb Jahren Haft vorzeitig auf Bewährung entlassen worden war, will sich zu einem späteren Zeitpunkt zu den Vorwürfen äußern. Der Prozess wird am 20. Januar fortgesetzt.