Coronavirus

Auch Berlins Kitas mit steigenden Infektionszahlen

177 Kitas sind ganz oder teilweise geschlossen. Das sind 6,5 Prozent der Kitas in Berlin. Kinder und Erzieher sind in Quarantäne.

Sie sind keine Hotspots, aber auch Kitas in Berlin spüren die steigenden Corona-Infektionszahlen.

Sie sind keine Hotspots, aber auch Kitas in Berlin spüren die steigenden Corona-Infektionszahlen.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Berlin.  In der Kita Stettiner Straße ist ein Kind positiv getestet worden, die ganze Gruppe muss in Quarantäne. An der Lobeckstraße gab es auch einen positiven Test, mehrere Mitarbeiterinnen weisen Symptome auf. 25 Kinder und fünf Erzieher sind Kontaktpersonen ersten Grades und müssen bis nächste Woche in Quarantäne. An der Kita Max-Beer-Straße gab es mehrere positive Tests in Familien, zwei Bereiche mit 42 Kindern und sieben Mitarbeitern wurden vorsorglich geschlossen.

Allein die landeseigenen Kitas im Eigenbetrieb Kindergärten City haben diese Woche drei Problemfälle gemeldet. „Wir sehen eine Zunahme“, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Die Behörde trägt die Lage in den 2732 Berliner Kindertagesstätten in einem Meldesystem zusammen. Nach den letzten Meldungen von Mittwoch waren 177 Kitas wegen Corona-Infektionen ganz oder teilweise geschlossen. Von den 79 Einrichtungen, die den Betrieb eingestellt haben, handelt es sich vor allem um kleine Kindertagesstätten mit weniger als 60 Plätzen.

Letzte Woche waren 106 Teil- und 69 Komplettschließungen gemeldet, also 175 Kitas.

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Corona in Berliner Kitas: Senatsverwaltung spricht noch von einem „niedrigen Niveau“

Seit der letzten regulären Meldung vom vergangenen Donnerstag (12. November) sind zwei betroffene Kitas hinzugekommen. Der Anteil der vom Coronavirus beeinträchtigten Betreuungsstätten stieg von 6,4 von 6,5 Prozent. Aus Sicht der Senatsverwaltung bewege sich das Infektionsgeschehen damit noch auf einem „niedrigen Niveau“. Die Lage sei zudem dynamisch, weil ja immer wieder Gruppen aus der Quarantäne zurückkehrten und Kitas wieder eröffneten, hieß es aus dem Hause von Senatorin Sandra Scheeres (SPD).

Die meisten Kitas haben de Eltern in Briefen über die Lage informiert. Der Eigenbetrieb Kindergärten Nord-Ost hat wegen ausfallenden Personals seine Öffnungszeiten reduziert.