Corona-News für Berlin

Woidke mit Corona infiziert - Michael Müller macht Test

Corona-Newsblog für Berlin: Derzeit sind 11.714 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuelle Nachrichten und Zahlen.

In der Erkältungszeit liegen viele Menschen krank zuhause. Ob es sich dabei um Corona handeln könnte lässt sich an diesen Symptomen feststellen.

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Berlin. Zahlen, Regeln, Teil-Lockdown: Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

15.22 Uhr: Spandauer Weihnachtsmarkt steht auf der Kippe

Nachdem der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg abgesagt wurde, ist es auch unsicher, ob der große Spandauer Weihnachtsmarkt dieses Jahr stattfindet. Der Veranstalter, die Agentur „Partner für Spandau“ hatte den traditionellen Markt bereits von der Altstadt auf die Zitadelle verlegt, weil dort der Besucherstrom besser begrenzt und gelenkt werden könnte. „Wir hätten eigentlich angefangen, morgen aufzubauen“, sagt Geschäftsführer Sven-Uwe Dettmann. Als Starttermin war der 23. November geplant.

Für den November steht nun, aufgrund der aktuellen Corona-Regeln, bereits fest, dass es keinen Weihnachtsmarkt geben kann. „Wir schauen noch, ob im Dezember etwas geht, aber es wird sehr, sehr schwierig“, sagt Dettmann. In ein paar Tagen soll eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Fällt der Weihnachtsmarkt aus, würde das auch für „Partner für Spandau“ die Situation verschärfen. Die Agentur organisiert alle großen Spandauer Open-Air-Stadtfeste, keines davon konnte in diesem Jahr stattfinden. „Es wäre ein Jahr ohne Einnahmen. Das ist für Teilnehmer und Veranstalter schwierig“, so Dettmann.

Auch auf den traditionellen, großen Weihnachtsbaum aus dem Fichtelgebirge, der sonst immer auf dem Marktplatz steht, müssen die Spandauer in diesem Jahr verzichten: Für das Fällen wie auch den Transport und das Aufstellen des Baumes würden viele Helfer gebraucht, das sei aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht möglich, sagt Dettmann. An einer kleineren Alternative, um zumindest für etwas weihnachtliche Stimmung zu sorgen, wird gearbeitet.

14.58 Uhr: Landtags-Vizepräsident Galau an Covid-19 erkrankt

Brandenburgs Landtagsvizepräsident Andreas Galau ist nach einer Reise ins Krisengebiet Berg-Karabach an Covid-19 erkrankt. Zwei Tage nach der Rückkehr am 21. Oktober habe er Symptome bemerkt, sagte der AfD-Landtagsabgeordnete am Dienstag auf Anfrage. Ein erster Test habe sich jedoch als unbestimmbar erwiesen. Daraufhin habe er sich am vergangenen Donnerstag erneut testen lassen. „Wie ich gestern erfahren habe, ist dieser Test positiv“, berichtete Galau. Daher verlängere er seine häusliche Quarantäne, in die er sich als Reise-Rückkehrer sofort begeben habe, „bis ich vom Gesundheitsamt grünes Licht bekomme.“

14.45 Uhr: "Schulen können über einen späteren Schulbeginn entscheiden"

Einen gestaffelten Schulbeginn hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen aktuell auch in der Berliner Morgenpost gefordert, um in Corona-Zeiten ein dichtes Schülergedränge am Morgen in Bussen, U- und S-Bahnen und Trams zu verhindern. Kein Problem, heißt es nun aus der Senatsverwaltung für Bildung. „Die Schulen können eigenverantwortlich über einen späteren Schulbeginn entscheiden“, sagt ein Sprecher der Bildungsverwaltung. „Einige Schulen beginnen auch später.“

14.22 Uhr: Regierungschef Müller führt Amtsgeschäfte vorerst von zu Hause aus

Nach Bekanntwerden eines positiven Corona-Tests bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke führt sein Berliner Kollege Michael Müller (beide SPD) als mögliche Kontaktperson die Amtsgeschäfte vorerst von zu Hause aus. Das teilte Vize-Regierungschef und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Dienstag mit. Laut Senatskanzlei begab sich Müller vorsorglich in Selbstisolation und unterzog sich einem Corona-Test, dessen Ergebnis spätestens am Mittwoch vorliegen soll.

Zudem müsse im Zusammenwirken mit dem Gesundheitsamt geklärt werden, ob Müller, der mit Woidke am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilnahm, als Kontaktperson ersten Grades einzustufen ist. Dann müsste er auch im Falle eines negativen Tests erst einmal in häusliche Quarantäne. Lederer zufolge gehen Müller selbst und der Senat aber bislang nicht davon aus. Die Entscheidung habe das Gesundheitsamt zu treffen.

14 Uhr: Botanischer Garten bleibt geöffnet

Der Botanische Garten Berlin ist von Corona-Regeln nicht betroffen und bleibt mit seinem Freigelände täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Die Gewächshäuser sind bis auf Weiteres geschlossen. Der Eintritt ist aber nur mit einem vorab erworbenen Onlineticket möglich.

„Wir freuen uns, dass wir die Freianlagen weiter geöffnet lassen dürfen – und damit den Berlinerinnen und Berlinern einen Ort des Aufatmens, des Naturgenusses und der Erholung in diesen Tagen bieten können“, so Direktor Thomas Borsch.

13.45 Uhr: Berlins Schulen erhalten Luftreinigungsfilter

Berlins Schulen erhalten zeitnah circa 1200 Luftreinigungsgeräte, um die Schulgemeinschaft in Klassenzimmern besser vor Coronaviren zu schützen. Für die Anschaffung stünden 4,5 Millionen Euro bereit, heißt es aus der Senatsverwaltung für Bildung. „Die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten ist eine von zahlreichen Maßnahmen, um das Infektionsgeschehen deutlich einzuschränken“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). An drei Schulen in Berlin hatte es schon eine Testphase von 14-Tagen mit den Luftreinigungsfiltern gegeben. Die Resonanz an den Schulen war positiv.

13.29 Uhr: LSB-Präsident moniert Auslegung der Corona-Regeln

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin (LSB), hat die unterschiedliche regionale Auslegung der seit Montag gültigen neuen Corona-Regularien kritisiert. „Wir alle wollen unseren Beitrag leisten, dass die Pandemie nicht außer Kontrolle gerät. Irritiert sind wir über die abweichenden Regelungen in den Bundesländern. Aber selbst in den Zuständigkeitsbereichen der Berliner Senatsverwaltungen gibt es unterschiedliche Festlegungen bezüglich der Öffnung der Hallen“, sagte Härtel.

Härtel wünscht sich, dass alle Kinder altersunabhängig weiter Sport treiben können. „Wir sind froh, dass für Bundes- und Landeskader weiterhin ein Training möglich ist und begrüßen ausdrücklich, dass sportliche Aktivitäten für Kinder bis zwölf Jahren in festen Gruppen im Freien erlaubt sind. Warum aber diese Regel nicht gleich für alle schulpflichtigen Kinder und Jugendliche gilt, ist nicht nachzuvollziehen“, sagte er.

Bislang verzeichne der Berliner Sport keinen Mitgliederschwund. Kein Verein sei in Insolvenz gegangen. Belastungen würden durch den Rettungsschirm Sport des Senats aufgefangen.

13 Uhr: Woidke mit Corona infiziert - Kontaktverfolgung läuft auf Hochtouren

Nach dem Bekanntwerden der Corona-Infektion von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) läuft die Suche nach Kontaktpersonen auf Hochtouren. Bisher sei nicht nachvollziehbar, wann und wo sich Woidke angesteckt habe, sagte Regierungssprecher Florian Engels. Es gehe bei der Rückverfolgung von Kontakten um Termine ab dem vergangenen Freitag.

Das Gesundheitsamt Spree-Neiße forderte laut SPD-Fraktionschef Erik Stohn alle, die mindestens 15 Minuten direkten Kontakt zu Woidke hatten, zur Quarantäne auf. Woidke hat seinen Wohnsitz in Forst im Kreis Spree-Neiße. Staatskanzleichefin Kathrin Schneider habe sich in Quarantäne begeben, sagte Stohn. Auch Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) begab sich vorsorglich in Quarantäne, nachdem er sich umgehend hatte testen lassen.

12.52 Uhr: Lufthansa-Chef Spohr lässt sich nach BER-Auftritt testen

Auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr lässt sich nach Bekanntwerden der Corona-Infektion von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf das Virus testen. Die beiden hatten zusammen mit weiteren Personen an der Eröffnung des neuen Berliner Hauptstadtflughafens BER am vergangenen Samstag teilgenommen. Spohr habe eine für diesen Dienstag geplante Reise nach Berlin abgesagt und werde sich umgehend testen lassen, erklärte ein Unternehmenssprecher. Bei der Veranstaltung seien die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten worden.

11.57 Uhr: Woidke Corona-positiv: Verkehrsminister Scheuer geht in Quarantäne

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht nach dem Corona-Fall bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Quarantäne, sagte eine Sprecherin.

Woidke war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Scheuer, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast. Sie standen auf einem Podium mit Woidke.

11.35 Uhr: Woidke mit Corona infiziert: Müller macht Corona-Test - Flughafen-Chef Lütke Daldrup Quarantäne

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat am Dienstag die Sitzung des Senats vorzeitig verlassen, nachdem über die Covid-19-Infektion des Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) gesprochen wurde. In der Runde sei da noch über Abstände diskutiert worden, die die jeweiligen Personen zum Ministerpräsidenten gehabt hätten. Müller wollte diese Debatte nicht führen. Aus seiner Sicht seien die Regeln klar, sagte Müller. Er wolle sich umgehend auf eine Corona-Infektion testen lasen, hieß es aus Senatskreisen. Eine Frage selbst im Falle eines negativen Ergebnisses ist, ob Müller in häusliche Quarantäne muss.

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) twitterte, dass der Regierende Bürgermeister "umgehend die Senatssitzung verlassen (habe), bis alle notwendigen Fragen geklärt sind."

Nach Informationen der Morgenpost wird er auch nicht das vorgesehene Gespräch und den anschließenden Pressetermin mit dem katholischen Erzbischof Heiner Koch wahrnehmen.

Woidke war am Sonnabend mit vielen Spitzenpolitikern und Managern bei der Eröffnungszeremonie des BER anwesend gewesen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup kündigte am Dienstag an, sich als Konsequenz mit dem Kontakt zu Woidke auf Corona testen zu lassen und sich bis zum Vorliegen eines Ergebnisses in Quarantäne zu begeben.

Auch Flughafenchef Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider sagte der Morgenpost, er habe mit seinem Arzt gesprochen und bleibe vorerst zu Hause. Symptome zeige er nicht, werde auch nicht gestestet. Er sei aber relativ weit von Woidke entfernt gewesen.

10.53 Uhr: Woidke mit Corona infiziert - Berliner Senat berät über Quarantäne

Nachdem die Corona-Infektion von Brandenburgs Ministerpräsident Ditmar Woidke (SPD) bekannt wurde, diskutieren auch Berliner Spitzenpolitiker, wie nah sie dem Infizierten bei der Eröffnung des Flughafens BER am Sonnabend gekommen sind und ob sie sich nicht als Kontaktpersonen in Isolation begeben müssten. Darüber wurde nach Informationen der Morgenpost am Dienstagvormittag im Senat gesprochen. Bei Woidke waren am Sonntag Krankheitssymptome aufgetreten, was darauf schließen lässt, dass er am Tag zuvor bereits ansteckend gewesen ist.

Bislang hat sich kein Senatsmitglied wegen möglicher enger Kontakte zu Woidke in Quarantäne begeben. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller war ebenso bei der Sitzung dabei, wie Finanzsenator Matthias Kollatz und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop.

10.50 Uhr: Zahl der Corona-Todesfälle steigt in Brandenburg

In Brandenburg nimmt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wieder zu. Von Montag auf Dienstag zählte das Gesundheitsministerium sechs weitere verstorbene Patienten. Am Montag war ein Todesfall hinzugekommen, am Sonntag keiner, während am Samstag sieben Sterbefälle registriert wurden. Die Meldungen können am Wochenende verzögert eintreffen.

Die Zahl neuer Infektionen stieg zum Dienstag auf 229, nach 162 am Tag zuvor. Die meisten zusätzlichen Fälle - nämlich 48 - kamen im Kreis Elbe-Elster hinzu. Dieser Kreis weist mit 161,1 die höchste Zahl neuer Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche auf, gefolgt vom Kreis Spree-Neiße mit 136,3. Im Krankenhaus werden landesweit 258 Corona-Patienten behandelt, 34 mehr als am Vortag.

Alle 14 Landkreise und vier kreisfreien Städte in Brandenburg sind seit Montag Corona-Risikogebiet mit mehr als 50 neuen Infektionen je 100.000 Einwohnern in einer Woche, zuletzt kam Märkisch-Oderland hinzu. In Potsdam müssen zehn Crew-Mitglieder eines Fluss-Kreuzfahrtschiffes, das im Hafen liegt, in Quarantäne. Die 26 Passagiere konnten nach Angaben der Stadt nach Hause abreisen.

10.16 Uhr: Soforthilfe für Berliner Kultur- und Medienbetriebe wird fortgesetzt

Die Corona-Hilfen des Landes Berlin für Kulturbetriebe und Medienunternehmen werden über die Wintermonate fortgesetzt. Das teilte die Senatsverwaltung für Kultur mit. Die Soforthilfe kann ab dem 11. November beantragt werden. Die Branche sei von der aktuellen Corona-Pandemie besonders hart betroffen, die neu beschlossenen Einschränkungen verschärften die Lage für die Unternehmen, hieß es zur Begründung.

Um möglichst schnell Hilfen bereitstellen zu können, soll das Soforthilfeprogramm fortgeführt werden und den Zeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 umfassen. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen im Medien- und Kulturbereich, die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden. Erste Auszahlungen sollen noch im Dezember 2020 erfolgen.



Die Anträge können von Mittwoch 11. November 2020, 9 Uhr bis zum Mittwoch, 18. November 2020, 18 Uhr online gestellt werden.


9.55 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Woidke mit Corona infiziert

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe nach ersten Erkältungserscheinungen am Sonntag keine Diensttermine mehr wahrgenommen und stets Abstand gehalten, teilte Regierungssprecher Florian Engels am Dienstag in Potsdam mit. Die ärztliche Mitteilung zum Ergebnis des Tests vom Montag habe Woidke am Dienstagmorgen erhalten. Nun würden Kontaktpersonen identifiziert, die - in Abhängigkeit von Kontaktsituationen mit Woidke seit vergangenem Freitag - in häusliche Quarantäne gingen.

Woidke hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast. Sie standen auf einem Podium mit Woidke.

Der Regierungschef ist der erste Politiker der Brandenburger Landesregierung, bei dem ein positives Testergebnis auf das Coronavirus bekannt wurde. Woidke habe alle Mitarbeiter der Staatskanzlei in einer Mail über das Testergebnis informiert, berichtete der Regierungssprecher. Darin schreibe Woidke: „Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Ich habe leichte Erkältungssymptome. Ich hoffe auf einen milden Verlauf und wünsche Ihnen: Bleiben Sie gesund!“

8.27 Uhr: So war die erste November-Lockdown-Nacht in Berlin

Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird das öffentliche Leben in Berlin und im ganzen Land heruntergefahren. Bars, Restaurants, Kinos, Theater, Fitnessstudios bleiben im November geschlossen. Wie verlief die erste Lockdown-Nacht in der Hauptstadt? Wie war die Stimmung auf den fast menschenleeren Straßen? Unser Reporter war in den Bezirken untererwegs.

6.01 Uhr: Frank Zander - Essen aus dem Food Truck für Obdachlose

Das große Gänsekeulen-Essen samt Weihnachtsfeier für Obdachlose fällt zwar in diesem Jahr wegen Corona aus, doch der Berliner Entertainer Frank Zander (78) will trotzdem helfen. Zander und seine Familie unterstützen Food Trucks für Obdachlose und Bedürftige von Caritas und Diakonie mit 40.000 Euro. „Es ist ein tolles Gefühl, dass es mit der Hilfe weitergehen kann“, sagte Zander der Deutschen Presse-Agentur. Das Geld wäre demnach normalerweise in die Weihnachtsfeier im Estrel-Hotel geflossen. In der Woche vor Weihnachten wollen Zander und Helfer auch Geschenke verteilen.

5.31 Uhr: Friedrichshain-Kreuzberg hat keinen Amtshilfeantrag gestellt

Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat für die nun doch willkommene Hilfe der Bundeswehr in der Corona-Krise bislang keinen eigenen Antrag auf Amtshilfe gestellt. Deswegen werden 4 Soldaten, die von Mittwoch im Einsatz sein sollen, nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem bestehenden Kontingent für den Berliner Innensenat gestellt. Im Ergebnis müssen demnach vier Bundeswehr-Leute - zwei Sanitäter und zwei Schreibkräfte für ein mobiles Abstrichteam - aus Berlin-Mitte abgezogen werden. Das grün-linksalternativ geprägte Friedrichshain-Kreuzberg hatte bislang und seit Wochen als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zugelassen - obwohl die Infektionszahlen dort hoch sind.

4.12 Uhr: Knapp 818 Millionen Euro an Corona-Hilfen ausgezahlt

In Brandenburg sind bis Mitte Oktober rund 817,9 Millionen Euro zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgezahlt worden. Davon entfielen etwa 356,7 Millionen Euro auf das Land, den Rest zahlte der Bund, wie das Finanzministerium in Potsdam der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Zu Anfang der Pandemie hatte der Landtag mit dem sogenannten Corona-Rettungsschirm Mehrausgaben von bis zu zwei Milliarden Euro grünes Licht erteilt. Davon waren bis Mitte Oktober rund 817,3 Millionen Euro bewilligt worden.

Der mit Abstand größte Betrag, der an Bundes- und Landeshilfen bislang bewilligt wurde, betraf mit fast 600 Millionen Euro Soforthilfen für kleinere und mittlere Unternehmen. Bis Mitte Oktober waren davon etwa 546 Millionen Euro abgeflossen. Den größten Teil, rund 461 Millionen Euro, finanzierte der Bund, etwa 85 Millionen Euro waren Landesmittel.

+++ Montag, 2. November 2020 +++

21.21 Uhr: Corona auf Flusskreuzfahrtschiff - zehn Crewmitglieder in Quarantäne

Zehn Crew-Mitglieder eines in Potsdam liegenden Flusskreuzfahrtschiffes sind positiv auf Corona getestet worden. Für sie habe das Gesundheitsamt Quarantäne bis zum 10. November ausgesprochen, die sie an Bord des Schiffes verbringen müssen, wie die Stadt am Montagabend mitteilte. Sie seien alle symptomfrei. Das Amt sei am Samstag über ein positives Testergebnis bei einem Crew-Mitglied informiert worden. Der 18 negativ getesteten Kollegen durften am Montag abreisen, ebenso die 26 Passagiere. Diese gelten als Kontaktpersonen 2. Grades. Die jeweiligen Gesundheitsämter wurden informiert. Das Schiff war am Freitag in Potsdam eingelaufen.

20.32 Uhr: Kein Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg

Der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Er „musste von uns heute abgesagt worden“, teilte das Unternehmen WeBe Veranstaltungsmanagement am Montagabend mit, ohne nähere Gründe zu nennen. Laut Internetseite war der Markt vom 23. November bis 26. Dezember geplant. Seit dieser Woche gelten in Berlin wieder schärfere Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie - unter anderem sind im November Weihnachtsmärkte nicht erlaubt.

„Wir standen in den letzten Monaten im regelmäßigen Austausch mit unseren Mietern und Gewerken, um jede Möglichkeit zu prüfen, damit der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg 2020 stattfinden kann. Auch unser umfangreiches Hygienekonzept – welches von den Behörden als sehr gut bewertet wurde – macht es uns leider nicht möglich, den Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg 2020 durchzuführen", heißt es auf der Seite des Weihnachtsmarktes mit Verweis auf die Corona-Infektionsschutzverordnung für Berlin.

19.34 Uhr: Zahl der Intensivpatienten in Berliner Kliniken nimmt stark zu

Zu Beginn des neuen Lockdowns sind in Berlin mehr Krankenhausbetten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt als bei der ersten Corona-Welle im Frühjahr. Insgesamt liegen laut Senatsgesundheitsverwaltung vom Montag 702 Menschen mit Corona in Kliniken, elf Personen mehr als am Sonntag gemeldet. 170 Patienten werden auf der Intensivstation behandelt. 713 Neu-Infektionen wurden bestätigt.

Die Berliner Krankenhausgesellschaft rechnet damit, dass die Intensivkapazitäten in der Stadt im Dezember voll ausgelastet sein werden, sollten die Infektionszahlen nicht zurückgehen. Die Krankenhäuser der Hauptstadt wurden unterdessen per neuer Verordnung von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wie im Frühjahr verpflichtet, Betten für Corona-Patienten frei zu halten. Nur solange die vorgegebenen Quote von bis zu 15 Prozent nicht erreicht wird, dürfen die Häuser andere Operationen oder Behandlungen vornehmen. Mehr zu den Corona-Zahlen auf den Berliner Intensivstationen lesen Sie HIER.

18.47 Uhr: Brandenburgs Linksfraktionschef will „Plan B“ für Umgang mit Corona

Brandenburgs Linksfraktionschef Sebastian Walter fordert für die Zeit nach den drastischen Corona-Beschränkungen flexiblere Lösungen. „Es ist für mich schwer zu erklären, dass man in vollen Bussen und Bahnen unterwegs ist und dann Restaurants, Galerien und Museen dichtmacht“, sagte Walter dem „Uckermark Kurier“ (Dienstag). Diese hätten ordentliche Hygienekonzepte hinbekommen. „Wir brauchen meiner Meinung nach einen "Plan B", wie wir das kulturelle Leben in den Zeiten der Pandemie ermöglichen können. Denn sie wird Ende November nicht vorbei sein.“ Die Anträge für Hilfen an Unternehmen müssten außerdem unkomplizierter werden. Seit Montag sind in Brandenburg Gaststätten, Theater und Kinos bis vorerst Ende November geschlossen, Übernachtungen für Touristen verboten.

18.38 Uhr: Lockdown in Berlin: So sehr bangen die Gastronomen

Für Berliner Gastronomen gilt einen Monat lang: Lockdown. Einnahmeverlust mit Ansage. Bei vielen ist daher der Zorn größer als in der ersten Schließungsphase. Speisen dürfen nur geliefert oder abgeholt werden. Im Gasthaus „Thomas Eck“ in Charlottenburg-Wilmersdorf sagt Leiter Jan Kleinwächter: „Ein paar Bestellungen haben wir schon.“ Aber ob das auch zum Überleben reichen wird, sei eine andere Frage. Von rund 20 Angestellten kann er derzeit nur zwei beschäftigen. Erst einmal werde er sich mit Rücklagen über Wasser halten. Auch staatliche Hilfe hat er erneut beantragt – seine letzte Hoffnung. „Noch ein Kredit geht einfach nicht.“ Dass er im Dezember wieder öffnen kann, damit rechnet auch Kleinwächter nicht. Was weitere Gastronomen zur aktuellen Corona-SItuation sagen, lesen Sie HIER.

18.10 Uhr: Brandenburger Tourismusbranche dringt auf schnelle Hilfe

Das Gastgewerbe in Brandenburg fordert wegen der erneuten Schließung in der Corona-Pandemie zügige finanzielle Unterstützung. Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Brandenburg, Olaf Schöpe, warnte am Montag vor einem Kollaps der Branche. „Wir brauchen schnelle Hilfen“, sagte er nach einem Austausch der Tourismusverbände mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD).

Steinbach gab den Verbänden mit Blick auf die Schließung von Gaststätten und dem Übernachtungsverbot für Touristen seit diesem Montag bis Ende November die Botschaft mit: „Ihr seid nicht schuld.“ Er warte nun auf die Details für das geplante Hilfspaket, sagte der Minister. Nach den bisherigen Plänen der Bundesregierung sollen Soloselbstständige und Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern ihre Umsatzausfälle im Umfang von 75 Prozent des Umsatzes aus dem November 2019 ersetzt bekommen; bei größeren Unternehmen soll es etwas weniger sein. Im Gastgewerbe arbeiten dem Dehoga zufolge bis zu 60 000 Menschen, im gesamten Tourismus laut Tourismus-Marketing Brandenburg 100 000 Beschäftigte.

17.31 Uhr: Berliner Senat trifft sich mit Vertretern der katholischen Kirche

Der Berliner Senat trifft sich am Dienstagvormittag (11 Uhr) mit Vertretern des Erzbistums Berlins. Als Gast in die Senatskanzlei ist dazu unter anderem Erzbischof Heiner Koch eingeladen. Die Senatsmitglieder inklusive des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) wollen mit Koch unter anderem über die Auswirkung der Corona-Krise auf die Kirchen sprechen. Das betrifft nach Angaben einer Senatssprecherin zum einen die Religionsausübung, aber beispielsweise auch die Arbeit in den Kindertagesstätten in katholischer Trägerschaft.

Die Eindämmung der Corona-Pandemie ist aber auch darüber hinaus ein Thema auf der Tagesordnung: So muss die aktuelle Infektionsschutzverordnung noch an die Muster-Quarantäneordnung des Bundes angepasst werden. Dabei geht es um die Regelungen, wann Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland sich testen lassen müssen, um einer 14-tägige Quarantäne zu entgehen.

16.03 Uhr: 713 Neuinfektionen in Berlin, Inzidenz bei 166,3

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 261.

713 neue Infektionen wurden bestätigt, 362 waren es am Sonntag. 11.714 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 11.492 waren es am Sonntag. 21.330 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 170, zwei Patienten weniger als am Sonntag. Insgesamt liegen 702 Menschen in Krankenhäusern, elf Personen mehr als am Sonntag gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,09 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 166,3 weiter auf Rot, die Ampel für die freien Intensivbetten steht auf Grün.

14.37 Uhr: Weniger Atemwegserkrankungen laut Krankenkasse Barmer

Während die Corona-Infektionszahlen weiter nach oben gehen, scheinen Masken, Abstand und Kontaktverbote gegen andere Krankheiten zu wirken. Die Krankenkasse Barmer meldet derzeit erheblich weniger Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen als sonst im Herbst. In der ersten Oktoberwoche waren 160 Barmer-Versicherte wegen einer Atemwegserkrankung arbeitsunfähig, teilte die Krankenkasse am Montag mit. Das seien rund 1000 Betroffene weniger, als im Jahr zuvor. In der 41 Kalenderwoche 2019 seien 2863 Versicherte wegen Husten, Heiserkeit und anderer Erkältungsleiden krankgeschrieben gewesen.. „Die deutlich geringere Zahl an Atemwegserkrankungen lässt sich nicht allein durch die unterschiedlichen Witterungsbedingungen erklären, sondern durch die Einhaltung der AHA-Regeln“, sagte sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Berlin und Brandenburg.

14.09 Uhr: Unveränderte Nachfrage im Nahverkehr - Angebot bleibt

Die Busse und Bahnen in der Hauptstadt sind aus Sicht der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auch am ersten Tag des Teil-Lockdowns so voll wie in den Wochen zuvor. „Wir spüren keine Veränderung“, sagte eine BVG-Sprecherin am Montag auf Anfrage. Nach wie vor liege die Nachfrage bei rund 75 Prozent des Vorkrisen-Niveaus. Rund zwei Millionen Fahrgäste täglich zählte das Unternehmen zuletzt im Schnitt in der Hauptstadt. Das Angebot werde während der gesamten Zeit der seit Montag gültigen Beschränkungen wie gewohnt aufrecht erhalten, hieß es. „Wir fahren durch“, sagte die Sprecherin.

13.38 Uhr: Gegen Lockdown liegen 39 Eilanträge beim Berliner Verwaltungsgericht

Beim Berliner Verwaltungsgericht sind bis Montagmittag nach Angaben eines Sprechers 39 Eilanträge gegen die neue Corona-Auflagen eingegangen. In den meisten Fällen haben Gastronomen gegen die verfügte Schließung ihrer Lokale geklagt. Unter den Antragstellern seien aber auch ein Konzertveranstalter und der Betreiber von Fitnessstudios, die ebenfalls ihren Betrieb einstellen mussten. Zudem hätten einzelne Privatleute verschiedene Normen der Verordnung angegriffen. So hätten sich einzelne gegen die Verpflichtung gewandt, auf bestimmten Berliner Straßen Masken tragen zu müssen.

Nach Angaben des Gerichtssprechers ist für Montag nicht mit Entscheidungen über die Eilanträge zu rechnen. Eventuell könnte es am Dienstag zu ersten Urteilen kommen, das hänge aber auch von der Ausführlichkeit der eingereichten Schriftsätze ab.

Dass ein Kläger die gesamte Verordnung oder auch die Schließung aller Gaststätten zu Fall bringen kann, ist nach den Worten des Gerichtssprechers ausgeschlossen. Jeder Wirt, der Erfolg mit seinem Antrag habe, dürfe nur seine eigene Gaststätte öffnen. Ähnlich war es bereits mit den Anträgen zur Aussetzung der Sperrstunde. Auch hier durften nur die konkreten Kläger ihre Lokale länger offen halten. Dass eine Verordnung abstrakt und für alle gültig auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft würde, sei in Berlin anders als in einigen anderen Bundesländern gesetzlich nicht vorgesehen.

13.06 Uhr: Blutspenden unter Einschränkungen möglich - hoher Bedarf

Trotz der neuen Einschränkungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie ist eine Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Berlin und Brandenburg weiterhin problemlos möglich. Voraussetzung ist, dass die Spendewilligen frei von Erkältungssymptomen, Fieber und anderen akuten Erkrankungen sind, wie der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost am Montag mitteilte. Durch die kurze Haltbarkeit bestimmter Blutbestandteile werde regelmäßig Nachschub benötigt.

Um das Ansteckungsrisiko für Blutspender, Personal und Ehrenamt so gering wie möglich zu halten, würden die Maßnahmen der aktuellen Pandemiephase ständig angepasst, hieß es weiter. Aktuell bestehen diese in Zugangskontrolle, Kurzanamnese, Messen der Körpertemperatur, Hand-Desinfektion, dem Tragen von Mundnasenschutz von Personal, Ehrenamt und Spendern.

12.17 Uhr: Zwei Eilanträge gegen Brandenburger Corona-Verordnung

Die ersten Betriebe in Brandenburg gehen gegen die schärferen Corona-Beschränkungen mit juristischen Mitteln vor. Zwei Eilanträge seien beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg eingetroffen, sagte Gerichtssprecherin Christiane Scheerhorn am Montag. Dabei handle es sich um ein Tattoo-und ein Sonnen-Studio.

Sie wenden sich gegen die seit Montag geltenden strengeren Regeln in der neuen Brandenburger Corona-Verordnung. Damit dürfen neben Gaststätten, Theatern und Kinos auch Dienstleister der Körperpflege wie Kosmetik-, Tattoo- und Sonnenstudios bis Ende November zunächst nicht mehr öffnen.

Im Brandenburger Gastgewerbe prüfen ebenfalls Betriebe, gegen die Schließung von Restaurants und Cafés vorzugehen. „Wir haben erste Bekundungen von Unternehmen, die bereit sind, hier entsprechend zu klagen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Brandenburg, Olaf Lücke, der Deutschen Presse-Agentur.

11.17 Uhr: Ganz Brandenburg ist nun praktisch Corona-Risikogebiet

Alle 14 Landkreise und vier kreisfreien Städte in Brandenburg sind nun Corona-Risikogebiet. Als letzter Kreis übersprang der Kreis Märkisch-Oderland mit einem Inzidenzwert von 61,8 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche die Marke von 50, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Montag hervorgeht. Landesweit kamen von Sonntag auf Montag 162 neue Infektionen hinzu; von Sonnabend auf Sonntag wurden 280 neue Fälle gezählt. Wegen des Wochenendes können die Meldungen der Kommunen zeitverzögert sein - so wurden aus sechs Kreisen am Montag keine neuen Fälle gemeldet.

Im Krankenhaus werden den Angaben zufolge derzeit 224 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, 26 müssen künstlich beatmet werden. Seit März wurden in Brandenburg 8890 Corona-Fälle erfasst, 207 Patienten starben im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung.

9.25 Uhr: Verleihung des Green Buddy Awards verschoben

Die am 5. November in Metropol in Schöneberg geplante Verleihung des Green Buddy Awards wird wegen des Lockdowns auf das Frühjahr 2021 verschoben. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hätte den Umweltpreis in diesem Jahr zum zehnten Mal an Unternehmen und junge Menschen bis 27 Jahre in fünf Kategorien vergeben. Vor etwa einer Woche hatte eine Jury die Gewinner gekürt, verraten werden soll aber zur bis Preisverleihung nichts.

9.01 Uhr: Grundschule in Frohnau bleibt wegen Corona geschlossen

Die Renée-Sintenis-Grundschule am Laurinsteig in Berlin-Frohnau bleibt ab sofort bis zum 12. November 2020 geschlossen. Das teilte die Schule am Sonntag auf ihrer Website mit. Dort heißt es: "An unserer Schule gibt es zwei Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Da diese Personen in der vergangenen Woche zahlreiche intensive Kontakte zu Schüler*innen als auch zu Lehrkräften hatten, hat das Gesundheitsamt Reinickendorf alle Schüler*innen sowie das gesamte Personal zu Kontaktpersonen 1. Grades eingestuft. Daher müssen alle Schüler*innen sowie das gesamte Personal für den Zeitraum vom 2.11.2020 bis 12.11.2020 in häusliche Quarantäne." Alle Details zur Schließung der Renée-Sintenis-Grundschule lesen Sie hier.

8.42 Uhr: Dregger und Czaja kritisieren Berliner Senat

Die Berliner CDU hat zugesagt, die neuen Corona-Einschränkungen mitzutragen. Fraktionschef Burkard Dregger sagte am Montagmorgen im RBB-Inforadio, es sei unerlässlich, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Gleichzeitig kritisierte er den Senat. Er habe es in neuen Monaten nicht geschafft, die Gesundheitsämter so auszustatten, dass die Infektionsketten nachvollzogen werden können. FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja forderte, die neuen Corona-Einschränkungen zurückzunehmen. Viele Unternehmen stünden vor dem Aus. Es hätte viel differenzierter betrachtet werden müssen, welche Betriebe zumachen müssen, so Czaja im Inforadio.

7.54 Uhr: Bundespolizei kontrolliert Einhaltung der Maskenpflicht

Aktuell kontrolliert die Bundespolizei an Bahnöfen in Berlin und Potsdam die Einhaltung der Maskenpflicht bei Reisenden. Die allermeisten Fahrgäste halten sich daran. Wenn jemand keine Maske trägt, werden die Personalien aufgenommen und an die Ordnungsämter weitergeleitet. Dann droht ein Bußgeld von 50 Euro.

7.01 Uhr: Innensenator Geisel warnt vor Radikalisierung der Corona-Proteste

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) warnt vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste. „Die Berliner Polizei sagt mir, dass die Aggressivität steigt“, sagte Geisel im Gespräch mit der Berliner Morgenpost. Zudem steuere Berlin auf einen Rekord bei den Anmeldungen von Versammlungen zu. Trotz der Pandemie würden in diesem Jahr in der Stadt 7000 Versammlungen und Demonstrationen stattfinden. Das sind 2000 mehr als in den Jahren zuvor. „Das ist ein neuer Rekord und auch eine Herausforderung für die Polizei“, so der Innensenator. Das ganze Interview mit Andreas Geisel lesen Sie hier.

3.31 Uhr: Berlin geht in Teil-Lockdown wegen Corona-Pandemie

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in Berlin am Montag für vier Wochen teilweise heruntergefahren. Weitreichende Beschränkungen für die Bürger, für Gastronomie, Kultur und Sport treten in Kraft. Gastronomiebetriebe, Theater, Opern, Museen, Konzerthäuser, Fitnessstudios, Kosmetiksalons, Freizeit- und Sportstätten müssen schließen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Für Kinder bis 12 Jahren gilt das allerdings nicht - für sie ist weiter Training an der frischen Luft möglich. Welche Corona-Regeln in Berlin gelten, lesen Sie hier.

+++ Sonntag, 1. November 2020 +++

19.57 Uhr: Kneipe "StäV" zieht Hausverbot für Politiker zurück

Streit um ein Kneipen-Hausverbot für Angela Merkel und Olaf Scholz: Als Reaktion auf die Zwangsschließung der Gastronomie in der Corona-Krise hat die legendäre Berliner Polit-Kneipe „Ständige Vertretung“ mehreren Spitzenpolitikern zuerst ein Hausverbot erteilt - und ist wenig später zurückgerudert. Man freue sich, „auch in Zukunft weiterhin alle politisch Aktiven zusammen mit ihren Mitarbeitern und Wählern in der „Ständigen Vertretung“ begrüßen zu können“, teilten die Verantwortlichen am Sonntagabend mit.

Als Grund für das Hausverbot für Spitzenpolitiker wie Bundeskanzlerin Merkel hatten die Inhaber zunächst die erneute Zwangsschließung für die Gastronomie in der Corona-Krise genannt. Dafür habe es aber auch Applaus „aus der falschen Ecke“ gegeben, hieß es wenige Tage später. „Wir verwehren uns dagegen, dass diese Kreise unser Video für ihre Zwecke ausnutzen und instrumentalisieren“, teilten die Verantwortlichen mit und weiter: „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, aber wir möchten noch einmal klarstellen, dass wir uns entschieden von rechtsextremen Gesinnungen und Verschwörungstheoretikern distanzieren.“

Am Samstag hatte Geschäftsführer Jörn Peter Brinkmann gesagt, die erneute Zwangsschließung sei eine Katastrophe für die Gastronomie - und er warf der Bundesregierung bei ihrer Corona-Politik Aktionismus statt überlegtes Handeln vor.

In einem Video auf Facebook erklärten Brinkmann und sein Partner Jan Philipp Bubinger, die Politik habe die Zeit seit April nicht genutzt, um das Land auf eine zweite Corona-Welle vorzubereiten. Die „StäV“ etwa habe dagegen aufwendig Vorsorge getroffen, um ihre Gäste zu schützen. Eine Schließung der Gaststätten sei nicht nachzuvollziehen. Brinkmann rief seine Kollegen in der Gastronomie auf, sich dem Hausverbot gegen die Politiker anzuschließen.

Der Bann der „StäV“ trifft auch Berlins Regierenden Bürgermeister Michal Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Merkel und Scholz seien bereits in der „Stäv“ gewesen, von Söder wisse er es nicht genau, sagte Brinkmann.

17.15 Uhr: 362 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 166,1

Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales hat seine aktuellen Corona-Zahlen herausgegeben. Demnach sind in Berlin keine weiteren Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 261.


362 neue Infektionen wurden bestätigt, 791 waren es gestern. 11.492 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 11.382 waren es gestern. 20.839 Menschen gelten inzwischen als genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 172, drei Patienten mehr als gestern. Insgesamt liegen 691 Menschen in Krankenhäusern, 28 Personen mehr als gestern gemeldet.


Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,10 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 166,1 weiter auf Rot, die Ampel für die freien Intensivbetten steht auf Grün.

14.52 Uhr: Gesundheitsministerium ruft zur Nutzung von Corona-Warn-App auf

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat die Bürger aufgerufen, die Corona-Warn-App des Bundes zu nutzen. Je mehr Menschen diese App nutzten, desto schneller könnten Infektionsketten erkannt und unterbrochen werden, erklärte sie. Zudem würden Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung entlastet. Die Corona-Warn-App sei ein wichtiges Instrument im Kampf gegen das Virus, betonte Nonnemacher.

Die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts (RKI) informiert Nutzer, wenn sie Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten. Je nach Risikobewertung zeigt die Statusanzeige dann ein „Niedriges Risiko“ oder ein „Erhöhtes Risiko“ an, inklusive Handlungsempfehlungen. Die App kann kostenlos heruntergeladen werden. Ihre Nutzung ist freiwillig und erfolgt laut Ministerium anonym unter Einhaltung von Datenschutz und -sicherheit. Die Corona-Warn-App des Bundes steht seit Mitte Juni zum Download bereit und wurde bereist mehr als 20 Millionen Mal heruntergeladen.

14.21 Uhr: Bundeswehr in Friedrichshain-Kreuzberg nun doch willkommen

Angesichts des starken Anstiegs der Corona-Infektionszahlen ist im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nun doch Hilfe von Bundeswehr-Soldaten willkommen. Der Krisenstab des Bezirksamtes habe entschieden, für Corona-Testungen künftig auf medizinisches Personal der Bundeswehr zurückzugreifen, sagte eine Sprecherin der Behörde. Der Bedarf sei der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung gemeldet worden.

Das grün-linksalternativ geprägte Friedrichshain-Kreuzberg hatte seit Wochen als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zugelassen - obwohl die Infektionszahlen dort hoch sind. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) hatten dies ebenso kritisiert wie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Zuletzt verzeichnete Friedrichshain-Kreuzberg die höchsten Infektionszahlen aller Berliner Bezirke. Angesichts des zunehmenden Infektionsgeschehens helfen in Berlin schon länger Bundeswehr-Soldaten, nicht zuletzt bei der Kontaktnachverfolgung.

14.07 Uhr: Kaum Polizei-Einsätze in der Halloween-Nacht

Die Polizei in Brandenburg hat in der Halloween-Nacht nach eigenen Angaben keine größeren Verstöße gegen die Coronapandemie-Verordnungen verzeichnet. Die Zahl der Einsätze sei vergleichbar mit dem des vergangenen Wochenendes, berichtete Lars Morgenstern vom Lagezentrum in Potsdam.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne) und auch der Potsdamer Bürgermeister Mike Schubert (SPD) hatten zuvor an die Bürger appelliert, bei Halloween-Partys auf die beliebten Klingeltouren von Haus zu Haus zu verzichten.

11.25 Uhr: CDU-Fraktionschef Dregger fordert Ergänzung der Hilfen

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger hat den Senat aufgerufen, die vom Bund in Aussicht gestellten Hilfsmittel für den anstehenden Lockdown durch Landesmittel zu ergänzen. „Wer unverschuldet in Not gerät, muss unsere Unterstützung erhalten“, sagte Dregger auf der Sondersitzung des Abgeordnetenhauses am Sonntag. Die CDU trage die von den Ministerpräsidenten beschlossenen Maßnahmen im Grundsatz mit, fordert vom Senat aber konsequentes Handeln. So sei es notwendig, die Nachverfolgung der Infektionsketten sicherzustellen, die Digitalisierung er Verwaltung endlich voranzutreiben. Außerdem müsste eine Strategie für das weitere Offenhalten von Schulen und Kitas vorgelegt werden und ein Plan dafür entwickelt werden, falls die Pandemie mit einer weiteren Welle im Januar erneut das Gesundheitswesen bedrohe.

11.01 Uhr: Müller mit dringendem Appell an die Eigenverantwortung

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Berliner vor dem anstehenden Lockdown um Solidarität gebeten. „Der November ist der Monat der Eigenverantwortung“, sagte Müller in einer Regierungserklärung zur Coronalage.im Abgeordnetenhaus. Angesichts weiter steigender Infektionszahlen sei es notwendig, wieder weite Teile des öffentlichen Lebens zu schließen. „Jetzt geht es darum, Kontakte zu vermeiden“, sagte Müller. Überall da, wo es auf den Straßen oder in geschlossenen Räumen eng wird, sollte ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Da nicht mehr nachverfolgt werden kann, wo sich Menschen mit dem Virus infizieren, trage er den Beschluss der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin voll mit. Dadurch bestehe die Chance, einen schönen Advent und Treffen mit Freunden zu ermöglichen.

8.50 Uhr: Sondersitzung im Abgeordnetenhaus am Vormittag

Das Berliner Abgeordnetenhaus kommt heute (10 Uhr) zu einer Sondersitzung wegen der Corona-Krise zusammen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) gibt im Plenum eine Regierungserklärung zu den weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ab. Anschließend wollen die Abgeordneten darüber debattieren.

Sondersitzungen des Parlaments sind selten, zuletzt trat das Berliner Abgeordnetenhaus am 12. Januar 2013 außerplanmäßig zusammen. Seinerzeit war ein Misstrauensantrag der CDU gegen den damaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) der Grund.

+++ Samstag, 31. Oktober +++

18.27 Uhr: Hausverbot für Politiker in Polit-Kneipe „Ständige Vertretung“

Hausverbot für Angela Merkel und Olaf Scholz: Als Reaktion auf die verordnete Schließung aller Gaststätten ab diesem Montag möchte die legendäre Berliner Polit-Kneipe „Ständige Vertretung“ (StäV) der Bundeskanzlerin, dem Finanzminister und weiteren Spitzenpolitikern kein Kölsch mehr ausschenken und auch kein Eisbein mehr servieren. Die erneute Zwangsschließung sei eine Katastrophe für die Gastronomie, sagte Geschäftsführer Jörn Peter Brinkmann und warf der Bundesregierung bei ihrer Corona-Politik Aktionismus statt überlegtes Handeln vor.

In einem Video auf Facebook erklärten Brinkmann und sein Partner Jan Philipp Bubinger, die Politik habe die Zeit seit April nicht genutzt, um das Land auf eine zweite Corona-Welle vorzubereiten. Die „StäV“ etwa habe dagegen aufwendig Vorsorge getroffen, um ihre Gäste zu schützen. Eine Schließung der Gaststätten sei nicht nachzuvollziehen. Brinkmann rief seine Kollegen in der Gastronomie auf, sich dem Hausverbot gegen die Politiker anzuschließen.

Der Bann der „StäV“ trift auch Berlins Regierenden Bürgermeister Michal Müller und Gesundheitssenatorin Dilek Kalyci (beide SPD) sowie Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

17.16 Uhr: Vor Teil-Lockdown: Mehr Kunden in Berliner Geschäften

Vor dem Teil-Lockdown von diesem Montag an hat der Einzelhandel in Berlin noch einmal eine verstärkte Nachfrage gespürt. Es seien deutlich mehr Kunden in die Geschäfte als sonst an einem Sonnabend gekommen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen. Das Plus zwischen zehn und 20 Prozent sei aber auch auf den Feiertag in Brandenburg zurückzuführen.

Auch wenn der Einzelhandel von den geplanten Schließungen ab nächster Woche nicht betroffen ist, hätten viele Verbraucher ihre Einkäufe auf Freitag und Samstag vorgezogen. Das entschädige aber nur zum Teil für die Verluste der vergangenen Wochen, sagte Busch-Petersen. Vor allem in den innerstädtischen Bereichen habe die Pandemie mit ihren Folgen dem Einzelhandel schwer zugesetzt.

In den letzten zwei Wochen sei dort der Umsatz zum Teil um weitere 50 Prozent gegenüber dem Ende des ersten Lockdowns zurückgegangen. Deswegen müsse auch der Handel mit öffentlichen Hilfen bedacht werden. „Wir haben zum Sterben zuviel und zum Leben zu wenig“, so die Einschätzung Busch-Petersens zur Lage im Berliner Einzelhandel.

16.40 Uhr: 791 Neuinfektionen, sechs weitere Tote, Inzidenz 163,9

In Berlin sind sechs weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 261.


791 neue Infektionen wurden bestätigt, 1084 waren es gestern. 11.382 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 10.882 waren es gestern. 20.587 Menschen gelten inzwischen als genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 169, 14 Patienten mehr als gestern. Insgesamt liegen 663 Menschen in Krankenhäusern, 39 Personen mehr als gestern gemeldet.


Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,08 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 163,9 weiter auf Rot, die Ampel für die freien Intensivbetten steht auf Grün.

15.30 Uhr: Corona-Stufenplan für Schulen verändert

Der Coronastufenplan für Berlins Schulen wurde in einem entscheidenden Detail von der Senatsverwaltung für Bildung kurzfristig verändert – das Infektionsgeschehen im Bezirk spielt nun bei der Farbeinordnung einer Schule offenbar keine direkte, bestimmende Rolle mehr. Zumindest wurde das Schaubild der Senatsverwaltung für Bildung, das zur Orientierung dienen soll, verändert. In einem Farbband stand ursprünglich bei der Farbe Grün: „Niedriges Infektionsgeschehen im Bezirk“, bei Gelb und Orange: „Mittleres Infektionsgeschehen im Bezirk“ und bei Rot: „Hohes Infektionsgeschehen im Bezirk“. Diese Einordnungen wurden nun ersetzt – nun steht im Schaubild nur ganz allgemein für alle Farben der Satz: „Infektionsgeschehen in Berlin“, einmal auch: „Infektionsgeschehen im Bezirk“. Zuletzt hatte es von der GEW, Lehrkräften und auch Eltern Kritik daran gegeben, dass in manchen Bezirken die Zahlen der Infektionsfälle so hoch sind, dass dort die Schulen eigentlich nur in den höchsten Stufen „Orange“ oder „Rot“ eingeordnet werden dürften. Nun ist der direkte Bezug, dass bei einem höheren oder hohen Infektionsgeschehen im Bezirk diese Farben kommen sollen, aus dem Schaubild verschwunden.

13.30 BVG und S-Bahn: 10-Uhr-Karten gelten eine Stunde früher

Die 10-Uhr-Tickets von BVG und S-Bahn Berlin gelten während des Teil-Lockdowns bereits ab 9.00 Uhr. Darauf einigten sich beide Unternehmen in Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und dem Land Berlin, wie sie am Samstag mitteilten. Die Regelung für die 10-Uhr-Monats- und 10-Uhr-Abofahrausweise trete an diesem Sonntag (1.11.) in Kraft und sei zunächst auf die Zeit der aktuellen Corona-Regelungen bis Ende November befristet.

12.07 Uhr: Maskenverweigerer verletzt Mann mit Messer

in Unbekannter ist in einer Berliner U-Bahn wegen seiner fehlenden Mund-Nasen-Bedeckung mit anderen Fahrgästen in Streit geraten und hat einen unbeteiligten Radfahrer verletzt. Laut Zeugenaussagen stieg der Mann am Freitagnachmittag in eine U-Bahn der Linie 3 am Thielplatz und wurde von mehreren Fahrgästen auf das Fehlen einer Maske angesprochen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Er sei daraufhin aggressiv geworden, habe die anderen Personen angeschrien und mit einem Messer herumgefuchtelt.

Den Angaben zufolge wechselte der aggressive Mann dann am Bahnhof Oscar-Helene-Heim den Waggon und lief auf einen 62-Jährigen zu, der mit seinem Fahrrad in der U-Bahn stand. Diesem soll der Unbekannte mit seinem Messer mehrfach in die Rippen gestochen und mehrere Kopfstöße verpasst haben. Anschließend habe der Angreifer dem Radfahrer das Messer an die Kehle gehalten und ihn damit im Gesicht verletzt.

Der Unbekannte flüchtete vom Bahnhof Onkel-Toms-Hütte aus. Der 62-Jährige wurde von Rettungskräften behandelt, musste aber nicht ins Krankenhaus.

9.42 Uhr: Viele Veränderungen bei Bestattungen wegen Corona

Wegen beschränkter Teilnehmerzahlen an Trauerfeiern in der Corona-Krise verlagern viele Bestatter in Brandenburg diese ins Freie. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Laut Fabian Lenzen, Sprecher der Bestatterinnung Berlin-Brandenburg, hatten Trauerfeiern in den letzten Monaten zwar vermehrt auch wieder in Kapellen und Feierhallen stattfinden können. „Mit den nun wieder stark reduzierten Teilnehmerzahlen werden künftig aber auch wieder mehr Feiern im Freien stattfinden“, sagt er. Teilweise würden Bestatter oder Friedhöfe Pavillonzeltdächer anbieten, unter denen sich die Trauergäste bei Regen versammeln können.

8.45 Uhr: Brandenburgs Ordnungsämter ahnden Tausende Corona-Verstöße

Maskenpflicht, Abstandsgebot, Begrenzungen bei privaten Feiern: Seit Beginn der Corona-Pandemie gelten für Menschen in Brandenburg einige Beschränkungen - nicht alle halten sich daran. Seit März haben die Ordnungsämter der Landkreise mit derzeit hohen Infektionszahlen mehrere Tausend Verstöße gegen Corona-Regeln registriert, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Allein im Kreis Prignitz liegen 207 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen vor, so Kreissprecher Frank Stubenrauch.

Die Landeshauptstadt Potsdam, die am Mittwoch die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen erreicht hatte, zählte insgesamt 1005 Verstöße, bei denen Bußgelder in Höhe von insgesamt 120.000 Euro verhängt worden sind, so Stadtsprecher Jan Brunzlow. 22 Mal wurde der Mindestabstand nicht eingehalten. 312 Verstöße gegen Betretungsverbote wurden registriert. Für die Ertappten wurden Bußgelder im Durchschnitt von 58 Euro fällig.

8.00 Uhr: Ordnungsamt kontrolliert in Friedrichshain

Streifen waren in der Nacht zu Sonnabend in der Simon-Dach-Straße und im Club Wilde Renate unterwegs. Dort stand eine Halloween-Ausstellung auf dem Programm, bei der Besucher auf eine etwa einstündige unterhaltsame Tour durch mehrere Stockwerke gehen und 40 Performances von schaurigen Szenen erleben. Polizei und Ordnungsamt hatten zunächst den Verdacht, dass Abstandregelungen bei der Tour nicht eingehalten waren. Der Betrieb wurde zur Prüfung für zwei Stunden ausgesetzt.

Sonnabend, 31. Oktober

21.08 Uhr: Dringender Appell von Müller: Tragen Sie Einschränkungen mit

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat in einem dringenden Appell um Disziplin im Kampf gegen die Corona-Pandemie gebeten. „Tragen Sie die notwendigen schweren Einschränkungen mit“, sagte Müller am Freitagabend im Sender RBB. Die neuen Einschränkungen seien den Regierungen in Bund und Ländern nicht leicht gefallen. Man habe lange diskutiert. „Aber wir mussten einsehen, es geht nicht anders. Wir müssen Kontakte einschränken oder so weit es geht vermeiden.“

Müller betonte, er wisse, dass den Menschen und gerade den Veranstaltern in der Kultur sowie den Restaurants viel zugemutet werde. Die meisten Menschen hätten sich bisher schon an die Bestimmungen gehalten. Trotzdem sei das Gesundheitsrisiko größer geworden. „Oft werden gerade im privaten Rahmen Regeln nicht eingehalten.“

Daher gelte: „Vermeiden Sie Feiern, Begegnungen in größeren Gruppen, vor allem in geschlossen Räumen.“ Die Gesundheit der Familie, der Freunde und der Mitmenschen verlange das. Müller sagte: „Es geht darum, so wenig wie möglich zu riskieren.“ Wichtig sei aber auch, dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben könnten, weil Kinder sie bräuchten.

Zum Schluss sagte Müller mit Blick auf Weihnachten, die Maßnahmen würden vorerst nur im November gelten. „Ich kann Ihnen nichts versprechen. Aber noch haben wir die Chance auf weitestgehende schöne Feiertage im Kreise unsere Familien und Freunde.“ Dafür müsste die neue Coronawelle gerade jetzt engagiert bekämpft werden.

20.37 Uhr: Hamsterkäufe nehmen in Berlin wieder zu

Ab Montag soll in Berlins Supermärkten die Anzahl der Kunden wieder beschränkt werden. Dann darf maximal eine Person pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche eingelassen werden. Das hatte bereits im Frühjahr vor einigen Supermärkten zu langen Schlangen geführt. Schon jetzt erinnern Szenen an den Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Lesen Sie hier den ganzen Artikel zu Hamsterkäufen in Berlin.

19.20 Uhr: Kältehilfe weitet Angebot aus - trotz Corona

Trotz Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie erhöht die Berliner Kältehilfe die Zahl der Notübernachtungsplätze von diesem Sonntag an auf 1000. Das teilte die Berliner Sozialverwaltung am Freitag mit. Die Kältehilfe war Anfang Oktober mit 500 Plätzen gestartet.

Die Pandemie ist eine Herausforderung für die Kältehilfe: Wegen Abstands- und Hygieneregeln können viele Einrichtungen weniger Schlafplätze als in den Jahren zuvor anbieten, auch die Kosten für Personal und die Hygieneausstattung sind höher. Unterstützung der Senatsfinanzverwaltung habe die Finanzierung gesichert, hieß es nun in der Mitteilung. Drei Hostels bieten demnach erstmals Kältehilfe-Plätze an: das Sezer Hotel im Stadtteil Niederschöneweide, Pension Reiter in Friedrichshain und Hostel Pfefferbett im Prenzlauer Berg.

Zu den Angeboten für Obdachlose im Herbst und Winter zählen neben den Notübernachtungen auch Nachtcafés und Kleinbusse. So teilte die Berliner Stadtmission mit, dass ab Sonntag vier ihrer Kältebusse durch die Nacht fahren. Zwei davon sollen Menschen vor dem Erfrieren retten und sie entweder in Unterkünfte transportieren oder ihnen Schlafsäcke anbieten. Ein weiterer Bus verteile Suppen, ein vierter könne Menschen auf der Straße zwei Mal in der Woche bei Bedarf medizinisch versorgen. Für obdachlose Menschen mit Covid-19-Verdacht betreibt die Stadtmission außerdem eine Quarantäne-Station.

18.38 Uhr: Berliner Amateur-Fußball ruht - Ausnahme für Kinder bis 12 Jahre

Der Berliner Fußball-Verband hat alle Spiele auf Amateur-Ebene vom 2. bis 30. November abgesetzt und auch den Trainingsbetrieb in der Hauptstadt für diesen Zeitraum untersagt. Der Verband reagierte damit zwei Tage nach der Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten auf die neue SARS-Cov-2-Infektionsschutzverordnung. „Über die Wiedereinsetzung des Spielbetriebes informiert der BFV, sobald die Politik die Zeichen sendet, dass der Spielbetrieb wieder möglich ist. Ebenso führt der BFV im November Videokonferenzen mit den Vereinen durch, um über die weiteren Entwicklungen und Fragestellungen zu sprechen“, teilte der Verband am Freitag mit. Eine Ausnahme gibt es für Kinder bis zwölf Jahren. Diese dürfen in festen Gruppen mit bis zu zehn Kindern und einem Betreuer im Freien trainieren.

17.07 Uhr: Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) mit coronabedingtem Angebot

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) teilt mit: Ausleihe und Rückgabe sind angesichts der aktuellen Corona-Regeln möglich. Computer- oder andere Arbeitsplätze werden dagegen nicht angeboten, Veranstaltungen sind abgesagt. Die Öffnungszeiten der ZLB bleiben wie bisher Mo – Fr 10.00 – 21.00 Uhr, Sa 10.00 – 19.00 Uhr. Aber: Sonntags bleibt die Amerika-Gedenkbibliothek (AGB) geschlossen.

17.00 Uhr: Bundeskriminalamt unterstützt Gesundheitsämter in Neukölln und Mitte

Das Bundeskriminalamt unterstützt ab sofort die Gesundheitsämter in Neukölln und Mitte. Es setzt damit den Beschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vom 14. Oktober 2020 um: Kräfte der gesamten Bundesverwaltung sind aufgerufen, den öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Kontaktnachverfolgung kurzfristig und für einen begrenzten Zeitraum personell zu unterstützen. Die vollständige Kontaktnachverfolgung sehen die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder als zentrales Element an, um die dynamische Steigerung der Infektionszahlen zu unterbinden.

Insgesamt werden 10 BKA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zeit bis zum 23.12.2020 im Zuge der Amtshilfe an die Gesundheitsämter in Neukölln und Mitte abgeordnet. Im Bedarfsfall kann das Unterstützungsangebot auch auf weitere Gesundheitsämter bundesweit ausgeweitet werden.

16.43 Uhr: Innenverwaltung: Stimmung bei Corona-Protesten immer aufgeheizter

Nach Einschätzung der Berliner Innenverwaltung wird der Widerstand gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen aggressiver. „Wir beobachten eine immer aufgeheiztere Stimmung bei den Corona-Protesten, vor allem eine verstärkte verbal-aggressive Haltung der Corona-Leugner gegenüber Polizistinnen und Polizisten, Gegendemonstranten und Medienvertretern“, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres, Martin Pallgen, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das Spektrum der Corona-Leugner sei außerdem breiter geworden.

„Wir sehen eine steigende Wut bei den Demo-Teilnehmern, die sich oft sehr diffus fern der Tatsachen bewegt. Zum Beispiel der permanente Vorwurf, man lebe in einer Diktatur“, sagte Pallgen. „In Diktaturen wäre ein solcher öffentlicher Vorwurf gar nicht erst möglich.“ Das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit gelte in Deutschland auch in Zeiten der Pandemie. Das zeige schon die Tatsache, dass in diesem Jahr die Zahl der Versammlungen in Berlin weit über denen in „normalen“ Jahren liegen werde.

„Wir müssen die Corona-Leugner-Demos und ihre Entwicklung sehr genau im Blick behalten“, so der Sprecher der Innenverwaltung. „Statt permanent die wenigen Unbelehrbaren in den medialen Fokus zu nehmen, sollte man aber auch die überwiegende, verantwortungsvolle Mehrheit nicht unerwähnt lassen, die hinter den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie steht.“ Grundsätzlich gelte: „Die Polizei schützt immer das Grundrecht der Versammlungsfreiheit. Sie schützt die Demonstration, nie das Thema der Demonstration“, sagte Pallgen. „Sie wird aber immer auch konsequent gegen Straftaten, die im Rahmen von Versammlungen verübt werden, vorgehen - ungeachtet der Herkunft oder politischen Einstellung.“ Dafür hat sie den vollen Rückhalt der Innenverwaltung.

16.40 Uhr: Touristen müssen Brandenburger Hotels bis Mittwoch verlassen

Touristen, die sich in Brandenburger Hotels aufhalten, müssen bis kommenden Mittwoch abreisen. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach der Sondersitzung des Kabinetts zu dem am Montag beginnenden Teil-Lockdown wegen der Corona-Pandemie mit. Es werde bis Ende November untersagt, Gäste zu touristischen Zwecken zu beherbergen.

16.32 Uhr: 27 Lerngruppen an Berliner Schulen wegen Corona geschlossen

An den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Berlin gibt es aktuell 408 positiv getestete Schülerinnen und Schüler und 157 positiv getestete Personen des Personals. 22 Lerngruppen sind geschlossen. Das geht aus der Covid-19-Statistik der Senatsbildungsverwaltung hervor. Am stärksten betroffen sind demnach die Grundschulen mit elf geschlossenen Lerngruppen, gefolgt von den Gymnasien (6) und den Integrierten Sekundarschulen (3). An Förderschulen wurden zwei Lerngruppen geschlossen.

An den öffentlichen beruflichen Schulen gibt es fünf geschlossene Lerngruppen. 120 Schülerinnen und Schüler wurden positiv auf das Coronavirus getestet, dazu 13 Personen des Personals. Lesen Sie auch: Schulen in Berlin - hier wird ab Montag mit Maske gelernt

16.03 Uhr: 1084 neue Corona-Infektionen in Berlin

In Berlin sind zwei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 255.

1084 neue Infektionen wurden bestätigt, 1131 waren es gestern. 10.882 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 10.234 waren es gestern. 20.302 Menschen gelten inzwischen als genesen. Die meisten Neuinfektionen gab es in Neukölln mit 208, gefolgt von Mitte mit 146 und Tempelhof-Schöneberg mit 96. Die wenigsten Neuinfektionen verzeichneten Treptow-Köpenick mit 40 und Marzahn-Hellersdorf mit 41.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 155, ein Patient weniger als gestern. Insgesamt liegen 624 Menschen in Krankenhäusern, 15 Personen weniger als gestern gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,99 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 160,2 weiter auf Rot, die Ampel für die freien Intensivbetten steht auf Grün.

Die Fallzahlen nach Bezirken:

14.16 Uhr: Erste Eilanträge gegen Schließungen beim Verwaltungsgericht

Am Berliner Verwaltungsgericht sind die ersten Eilanträge gegen die für kommende Woche angeordneten Schließungen von Restaurants, Kneipen und Bars eingegangen. „Stand jetzt gibt es vier Eilanträge rund um den Komplex des am Montag beginnenden Lockdowns“, teilte das Gericht am Freitag auf Anfrage mit. Weitere 19 Anträge seien angekündigt, bislang aber noch nicht eingegangen. Wann über die Eilanträge entschieden werde, sei zunächst nicht absehbar.

12.58 Uhr: Berliner Bäder bleiben ab Montag geschlossen

Nach dem Beschluss des Corona-Kabinetts über weitere Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung bleiben sämtliche Berliner Bäder vom 2. November bis zum 30. November 2020 geschlossen. Das teilten die Berliner Bäderbetriebe mit. Dies gelte sowohl für die Öffentlichkeit als auch für Sportvereine. Da die Schulen geöffnet bleiben, könne auch das Schulschwimmen weiterhin stattfinden – jedenfalls für jene Grundschulen, die im Corona-Stufenplan mit „Grün“, „Gelb“ oder „Orange“ bewertet werden, hieß es. Weiterführende Schulen schränken schon ab „Orange“ das Schwimmen ein. Auch Spitzensportler könnten weiterhin trainieren.

12.50 Uhr: Festivalleitung: Berlinale 2021 soll stattfinden

Die Berlinale soll nach dem Wunsch der Festivalleitung im nächsten Jahr stattfinden. „Die Berlinale ist sich natürlich der aktuellen Corona-Situation bewusst und beobachtet die Lage sorgfältig“, teilte Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek mit. Die Gesundheit stehe an erster Stelle.

Das Publikum solle sich wohl fühlen, wenn es zur Berlinale komme. „Wunsch und Plan ist nach wie vor, die Berlinale 2021 physisch durchzuführen“, erklärte sie am Freitag. Mit umfangreichen Maßnahmen wollten sie die Gesundheit aller Besucherinnen und Besucher schützen.

Die Filmfestspiele in Berlin zählen neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt. Die nächste Ausgabe ist für Februar geplant. Eine wichtige Party, das Treffen des Medienboards Berlin-Brandenburg, wurde mit Blick auf die Pandemie abgesagt. „Von weiteren abgesagten begleitenden Veranstaltungen wissen wir bislang nicht“, teilte Rissenbeek mit.

12.29 Uhr: Potsdamer Bürgermeister warnt: Keine Halloween-Feiern

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) an die Bürger appelliert, bei Halloween-Partys nicht um die Häuser zu ziehen. Derzeit sei nicht die Zeit dafür, betonte er. Es sollte zu Hause gefeiert werden. „Vermeiden Sie persönliche Kontakte soweit möglich."

Zuvor hatte Schubert gesagt, dass ihm weniger der Teil-Lockdown ab Montag Sorgen bereite, sondern eher das bevorstehende Wochenende. Bei Anmeldungen für rund 130 private Halloween-Feiern frage er sich, ob wirklich alle den Ernst der Lage begriffen haben“, sagte er.

12.05 Uhr: Füchse-Manager Hanning von Corona-Regeln enttäuscht

Enttäuscht zeigte sich Bob Hanning, Manager des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin, von den neuen Corona-Beschränkungen. „Diese Entscheidung jetzt ist entbehrlich“, sagte er. Vom 2. November an dürfen auch die Berliner Handballer keine Zuschauer mehr in die Max-Schmeling-Halle lassen. Zuletzt waren zumindest 750 Besucher erlaubt.

„Das jetzt nicht mehr zu genehmigen, halte ich schlichtweg für falsch und auch so nicht in Ordnung“, fuhr Hanning fort. Mit dem bisherigen Modell habe man leben können. Vor allem, weil die Füchse von ihrem Hygienekonzept überzeugt waren. „Wenn es Konzepte gibt und alles dafür getan wird, ist das sehr schade. Wir haben uns ja noch höhere Regeln gesetzt, als sie gefordert waren“, sagte Hanning. Für eine gesellschaftlich dringend erforderliche Kontaktbeschränkung bei steigenden Corona-Infektionen habe der „Sport eine Vorbildfunktion, die es zu berücksichtigen gilt.“

12 Uhr: AfD-Fraktionschef kritisiert Teil-Lockdown als unverhältnismäßig

Berlins AfD-Fraktionschef Georg Pazderski hat den Teil-Lockdown ab Montag wegen der Corona-Krise als unverhältnismäßig kritisiert. „Hier wird mit dem Holzhammer rücksichts- und sinnlos eine Stadt k.o. geschlagen“, erklärte er am Freitag. Dieses Vorgehen des Senats sei niemandem mehr zu vermitteln und löse das Problem steigender Infektionszahlen nicht. Statt auf Zuversicht und Lösungsstrategien setze Rot-Rot-Grün auf „repressiven Aktionismus“ und absurde Vorschriften.

11.55 Uhr: Mittes Gesundheitsamt sucht Unterkünfte für Corona-Kranke

Das Gesundheitsamt von Berlin-Mitte sucht Unterkünfte mit Isolationsmöglichkeit für Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben oder in dem Verdacht stehen, infiziert zu sein. Wie der Bezirk am Freitag mitteilte, wird der Wohnraum für Menschen benötigt, die anderenfalls nicht ihrer Quarantäneverpflichtung nachkommen können. Gesucht werden aktuell Unterbringungsmöglichkeiten mit abgetrennten Schlaf- und Wohnräumen für mindestens fünf Einzelpersonen sowie drei Familien, eine davon mit circa sieben Mitgliedern. Vermieterinnen und Vermieter werden gebeten, sich mit entsprechenden Angeboten per Mail direkt an das Gesundheitsamt Berlin-Mitte zu wenden.

11.59 Uhr: Auch in Treptow-Köpenick erfolgt Quarantäne-Anordnung automatisch

Auch in Treptow-Köpenick ist eine Allgemeinverfügung in Kraft getreten, durch die eine automatische Quarantäne-Anordnung erfolgt. Sie muss nicht mehr im Einzelfall vom Gesundheitsamt angeordnet werden. Sie gilt für Corona-Kontaktpersonen der Kategorie I, für Personen mit Corona-Symtomen, bei denen bereits eine Testung angeordnet wurde, und für positiv geteteste Personen. Das Bezirksamt will so schneller und unkomplizierter gegen die Verbreitung des Coronavirus vorgehen.

11.30 Uhr: Zoo und Tierpark bleiben geöffnet - Aquarium und Tierhäuser schließen

Aufgrund der Corona-Regeln bleiben das Aquarium Berlin sowie die Tierhäuser von Zoo und Tierpark geschlossen. Das gilt auch für das Schloss Friedrichsfelde und alle begehbaren Tieranlagen (inklusive der Streichelzoos). Bereits für den Zeitraum ab dem 2. November erworbene Aquarium- und Flex-Tickets werden automatisch storniert und die Käufer informiert.

Während der gesamten Besuchszeit gilt Maskenpflicht. Die Gastronomie in Zoo und Tierpark bietet an einzelnen Standorten Speisen und Getränke „to go“ an. Kommentierte Fütterungen entfallen weiterhin. Die Elektro-Bahn im Tierpark verkehrt nicht. Und auch das weihnachtliche Lichterfest „Weihnachten im Tierpark“ entfällt. Die Parkanlagen von Zoo und Tierpark bleiben zu den regulären Öffnungszeiten (9 Uhr bis 16.0 Uhr) für die Besucher geöffnet. Die meisten Tiere werden auf ihren Außenanlagen, soweit es die Witterungsverhältnisse erlauben, zu sehen sein.

Aktuelle Besucherhinweise werden auf den Websites von Zoo und Tierpark veröffentlicht.

11.02 Uhr: Corona-Maßnahmen treffen auch Alba - „Saison ist Überlebenskampf“

Die neuen Corona-Maßnahmen treffen auch Basketball-Bundesligist Alba Berlin hart. „Wir haben eine Herausforderung zu bestehen. Diese Saison ist ganz klar Überlebenskampf“, sagte Manager Marco Baldi. Im November dürfen zu den Alba-Heimspielen keine Zuschauer mehr in die Halle. Erneut fehlen somit Einnahmen über einen längeren Zeitraum.

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Bisher durften in dieser Saison unter strengen Hygiene-Auflagen 700 Fans bei den Spielen dabei sein. Wie lange die neuen Maßnahmen andauern werden, ist noch unklar. Sollten die Infektionszahlen nicht heruntergehen, könnte es über den November hinausgehen. Die gesamte Entwicklung macht Baldi deshalb Sorgen. Denn alles „hängt nicht nur von den Zuschauern ab, sondern von vielen Dingen und Faktoren. Entscheidend ist auch, wie ist die gesamte wirtschaftliche Lage, mit der wir verbunden sind. Wir leben ja von dem, was wir erwirtschaften“, sagte der Berliner.

10.57 Uhr: Woidke - „Corona-Maßnahmen sind hart, aber notwendig“

Der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Bürger und Unternehmen zur Unterstützung beim geplanten Teil-Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufgerufen. „Die verabredeten Maßnahmen sind hart, aber sie sind notwendig, und sie sind auch verhältnismäßig“, betonte Woidke am Freitag in der Sondersitzung des Landtags vor den Entscheidungen des Kabinetts zu den neuen Corona-Beschränkungen. Hart seien die Kontaktbeschränkungen für alle Bürger und die Schließung der Betriebe in der Gastronomie sowie der Freizeit- und Kultureinrichtungen, sagte Woidke. Die betroffenen Branchen würden aber angemessen finanziell unterstützt.

10.52 Uhr: Neuer Höchstwert: 422 Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Corona-Virus innerhalb eines Tages hat in Brandenburg einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag haben sich 422 Menschen mit dem Virus infiziert. Am Donnerstag waren es 341 bestätigte Neuinfektionen, am Mittwoch 238 Ansteckungen. Die Zahl der Erkrankten stieg um 269 auf 2642. 204 Patienten werden wegen Covid- 19 im Krankenhaus behandelt, 23 von ihnen werden intensivmedizinisch beatmet.

Damit sind seit März 8071 Fälle im Land erfasst. Bislang starben in Brandenburg 199 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19, zwei mehr als einen Tag zuvor. Als genesen gelten 5230 Menschen - 151 mehr als am Vortag.

9.48 Uhr: Wegen Corona - Airlines starten am BER mit reduziertem Angebot

Viele Fluggäste werden zum Start des neuen Hauptstadtflughafens BER an diesem Samstag (31. Oktober) aufgrund der Corona-Krise nicht erwartet - mit einem entsprechend verringerten Angebot stellen sich die Fluggesellschaften darauf ein. Der bislang größte Anbieter in Berlin etwa, das britische Unternehmen Easyjet, hat sich mit den Gewerkschaften darauf geeinigt, die in Berlin im vergangenen Jahr stationierte Flotte von 34 Flugzeugen auf 18 zu reduzieren.

Die Fluggesellschaft bietet zum Auftakt 23 Strecken zu internationalen Zielen an, wie sie mitteilte. Im kommenden Jahr sollen es dann 70 Verbindungen sein. „Sollte die Nachfrage steigen, werden wir unser Flugangebot entsprechend ausweiten“, hieß es. Damit plant Easyjet für die Betriebsaufnahme am BER mit rund 180 Flügen pro Woche. Im Jahr 2019 waren es demnach von den Berliner Airports Tegel und Schönefeld aus rund 250 Flüge am Tag.

Die Lufthansa hat keine eigenen Flugzeuge am BER stationiert. Sie nutzt den Flughafen vor allem als Ausgangspunkt für Langstreckenflüge mit einmaligem Umstieg an den Drehkreuzen Frankfurt oder München. Für den Start am BER plant die größte deutsche Fluggesellschaft mit lediglich 30 Flügen täglich - etwa halb so viele wie vor der Krise.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings wiederum startet am 4. November erstmals vom BER, wie das Unternehmen mitteilte. 70 Flüge pro Woche will die Fluggesellschaft dann zunächst anbieten. Bei einem Großteil davon handelt es sich demnach um innerdeutsche Verbindungen. Von rund 300 geplanten Abflügen im Monat November gehen lediglich rund 16 ins Ausland. „Hier zeigt sich überdeutlich das Bild der Reiserestriktionen für die meisten Urlaubsländer Europas“, teilte ein Sprecher mit.

Auch die Billigfluggesellschaft Ryanair wird ihre Kapazitäten am BER für den Winterflugplan reduzieren, auf 40 Prozent des Vorjahres, wie das irische Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Rund 27 internationale Strecken will Ryanair dann noch bedienen.

8.30 Uhr: BKG warnt: Situation an Berlinern Krankenhäusern verschärft sich

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen warnt die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) vor Engpässen in den Kliniken. Geschäftsführer Marc Schreiner sagte dem Sender Inforadio, dass die Kapazitäten auf den Intensivstationen eng werden könnten, wenn die Zahlen weiter so steigen. Größtes Problem sei der Personalmangel. Man werde alles tun, um Ärzte und Pfleger entsprechend einzusetzen.Es sei aber nicht auszuschließen, dass ganze Fachabteilungen geschlossen werden müssten, um genug Personal für die Versorgung von Covid-Patienten zu haben, so Schreiner.

6 Uhr: Fehlendes Klinik-Personal kann zum Nadelöhr werden

Besorgt schauen Krankenhäuser in Brandenburg auf die steigende Zahlen von Infektionen mit dem Coronavirus. Noch sei die Situation in den Krankenhäusern gut, sagte der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, Michael Jacob. Bei Weitem seien noch nicht alle Intensivbetten belegt. Die angespannte Personalsituation könne aber zum Nadelöhr werden, wenn die zweite Corona-Welle in den Krankenhäusern ankomme. Festgelegte Personaluntergrenzen für die Pflege seien bald vielleicht nur schwer einzuhalten.

Gut sei es, dass sich die Krankenhäuser in der Zwischenphase mit niedrigen Infektionszahlen im Sommer auf eine zweite Welle vorbereiten konnten. Die Lager seien mit Schutzausrüstung voll, Verträge mit Großhändlern geschlossen worden. Hygienekonzepte wurden verbessert und umgesetzt. Engpässe dürfe es so schnell nicht geben, sagte Jacob. Sicher sei seine Prognose aber nicht. „Ich habe keine Glaskugel.“

5 Uhr: Brandenburg will einschneidende Corona-Maßnahmen beschließen

Nach der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will Brandenburgs Landesregierung am Freitagnachmittag den vereinbarten Teil-Lockdown beschließen. Von Montag an sollen demnach gastronomische Betriebe sowie Einrichtungen der Freizeitbranche und der Kultur für den gesamten November geschlossen werden. Hotels soll die Aufnahme von Touristen verboten sein. Schulen und Kitas sollen aber offen bleiben.

+++ Donnerstag, 29.10. +++

20.50 Uhr: Teil-Lockdown in Berlin - die konkreten Änderungen

Der Senat hat am Mittwochabend die konkreten Einschränkungen veröffentlicht, die ab Montag, 2. November bis zum 30. November in Berlin gelten. Was erlaubt ist und was verboten: Die Liste finden Sie hier.

20.37 Uhr: IHK-Präsidentin - Lockdown für betroffene Branchen eine Katastrophe

IHK-Präsidenten Beatrice Kramm teilte am Abend mit, der Lockdown sei für die betroffenen Branchen in Berlin "eine Katastrophe", viele hätten mit teils erheblichem Einsatz zum Beispiel Restaurants aber auch Kinos pandemie-konform umgerüstet, "in der Hoffnung, so weiterhin arbeiten zu können. Diese Hoffnung wurde nun enttäuscht."

Zwar müsse der Gesundheitsschutz Vorrrang haben, es liege aber in der Verantwortung der Politik sicherzustellen, dass die betroffenen Unternehmen zügig und unbürokratisch die versprochenen finanziellen Hilfen erhielten.

20.17 Uhr: Müller: Kontakte reduzieren ist entscheidend

Auf die Frage, warum seine Aussage von vor wenigen Tagen, dass in Opern, Kinos und Konzerten oder bei Fußballspielen mit Hygienekonzept keine Infektionsgefahr herrsche, sagte Müller, dass das RKI im Moment aufgrund der bundesweit hohen Infektionszahlen nicht sagen könne, woher das komme.

Das Problem seien die Kontakte, so Müller. "Jeder Theaterbesuch, jedes Fußballspiel löst begleitende Kontakte aus", sagte er. Das Thema sei nicht, allein im Zuschauerraum oder auf der Tribüne zu sitzen. Es gebe die Abfahrt, die Anfahrt, Begegnungen auf der Toilette, am Getränkestand, gemeinsame Unterhaltungen über die Premiere, gemeinsames Feiern vor dem Stadion. Dort seien die Regeln nicht so durchzusetzen und würden nicht so beachtet. Müller: Kontakte reduzieren ist nach wie vor das A und O.

20.08 Uhr: Alkoholverkaufsverbot zwischen 23 und 6 Uhr bleibt

Das Alkoholverkaufsverbot zwischen 23 und 6 Uhr bleibt, wie Michael Müller in der Pressekonferenz sagte. Berlins Regierender Bürgermeister sagte zudem, dass die Gastronomie jetzt den Außer-Haus-Verkauf rund um die Uhr betreiben dürfe. "Theoretisch kann man sich auch nachts um 1 noch eine Pizza bestellen", sagte Müller.

19.57 Uhr: Berlin hat einige Sonderregeln

Berlin hat den Teil-Lockdown zwar im Grundsatz übernommen, es gebe aber in einzelnen Punkten Abweichungen, sagte Michael Müller in der Senats-Pressekonferenz. So dürften Kinder im Alte von bis zu zwölf Jahren in Gruppen von zehn Personen weiter im Freien Sport betreiben. Alle Sonderregelungen würden noch mitgeteilt.

19.41 Uhr: Berliner Senat beschließt Teil-Lockdown

Berlin wird die von Bund und Ländern vereinbarten Regelungen zum Teil-Lockdown umsetzen. Das sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstagabend nach einer Sondersitzung des Senats. Es habe gedrückte Stimmung im Senat geherrscht, aber auch große Geschlossenheit.

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) nannte die Beschlüsse "schmerzlich". Ihr blute das Herz, sagte sie. Pop kritisierte die Radikalisierung der Gegner der Corona-Maßnahmen und bezog sich dabei auch ausdrücklich auf den Sprengsatz, der im Eingang eines Wohnhauses detoniert war. "Diesen Leuten ist nicht mehr zu helfen", sagte Pop.

Teil-Lockdown in Berlin: Die neuen Regeln für Berlin finden Sie hier.

19.30 Uhr: Livestream: Senat informiert über den Teil-Lockdown in Berlin

Senat informiert über Teil-Lockdown in Berlin

18.47 Uhr: AfD scheitert mit Klage gegen Maskenpflicht

Die AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag ist beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit einer Beschwerde in Zusammenhang mit der Anordnung zur Maskenpflicht im Potsdamer Landtagsgebäude gescheitert. Es handele sich um eine Regelung in Ausübung des Hausrechtes einer Behörde, begründete das Gericht am Donnerstagabend (OVG 3 S 113/20, OVG 3 L 171/20, VG 1L 885/20 Potsdam) seine Entscheidung.

Die AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag war in einem Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Potsdam mit der Aufhebung der Allgemeinverfügung zur erweiterten Maskenpflicht im Parlament gescheitert. Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke hatte als Hausherrin im September eine verschärfte Maskenpflicht angeordnet. Hintergrund war die Infektion eines Mitarbeiters der AfD-Fraktion. Auch ein AfD-Bundestagsabgeordneter aus Brandenburg und eine Mitarbeiterin der AfD-Fraktion im Rathaus hatten sich mit dem Coronavirus infiziert.

18.17 Uhr: Kammern und Dehoga in Brandenburg lehnen Teil-Lockdown ab

Die Industrie- und Handelskammern und die Hotel- und Gaststättenbranche in Brandenburg lehnen die beschlossene erneute Schließung von Restaurants und Kneipen entschieden ab und fordern einen Ausgleich für den Umsatzausfall. „Schon jetzt ist klar, dass der erneute Lockdown für viele Unternehmen dieser Branche nicht mehr zu verkraften ist“, sagte der Cottbuser IHK-Präsident Peter Kopf für die Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs des Landes Brandenburg.

Die aktuelle Konjunkturumfrage der Kammern habe gezeigt, dass vor allem kleinere familiengeführte Gastwirtschaften ihren Betrieb in naher Zukunft einstellen werden, weil die Lage für sie nicht mehr tragbar sei. Von der erneuten Schließung sind den Angaben nach in Brandenburg 5472 Betriebe mit insgesamt 44 154 Beschäftigten betroffen.

16.51 Uhr: Gemeinsamer Appell an die Berliner Stadtgesellschaft

„Jeder von uns muss Verantwortung übernehmen“, heißt es in einem gemeinsamen Appell von Wirtschaft und Politik an die Berliner Stadtgesellschaft angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen und des von Bund und Ländern beschlossenen Lockdowns.

„Gemeinsames, entschlossenes und konsequentes Handeln ist unsere einzige Chance, den Winter ohne einen Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems zu überstehen“, so die Wirtschaftsverbände in dem Appell, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Zugleich seien aber durch den neuerlichen Lockdown tausende Existenzen akut bedroht. „In dieser Situation sind alle gefordert.“

Die Berliner Wirtschaft setze schon jetzt mit der Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in den Betrieben alles daran, um die Infektionszahlen unter Kontrolle zu bekommen. Doch das werde nicht reichen, jeder müsse Verantwortung übernehmen. Mit der Einhaltung der Abstandsregeln, mit dem Tragen von Schutzmasken und mit gegenseitiger Rücksichtnahme könne man diese Pandemie bekämpfen, sind die Wirtschaftsvertreter überzeugt.

Zu dem dringlichen Aufruf an alle Berlinerinnen und Berlin haben sich am Donnerstag viele Organisationen zusammengeschlossen – unter anderem die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer, der Handelsverband Berlin-Brandenburg, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), die Fachgemeinschaft Bau in Berlin und Brandenburg, die Fuhrgewerbe-Innung, die Familienunternehmer, die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), die Senatsverwaltung für Wirtschaft. Auch die Berliner Morgenpost unterstützt den Aufruf.

16.38 Uhr: Coronawarnstufe Orange an vier Schulen in Neukölln - GEW kritisiert Stufenplan

An diesem Donnerstag werden zum ersten Mal alle Schulen Berlins neu im Corona-Stufenplan der Schulen eingeordnet – bislang standen alle auf „Gelb“. An vier Neuköllner Schulen schaltet die Ampel demnach am Montag auf Orange: Ernst-Abbe-Schule, Albrecht-Dürer-Schule, Hannah-Arendt-Schule sowie Clay-Schule. Dort gelten dann strengere Corona-Regeln. Alle anderen Schulen, darunter sämtliche Grundschulen, bleiben auf Stufe Gelb.

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) kritisierte den Corona-Stufenplan für Schulen in Berlin. Die GEW erklärte am Donnerstag, das darin vorgesehene Vorgehen, nach dem Gesundheitsämter die Situation jeder Schule bewerten sollen, sei längst von der aktuellen Infektionswelle „überrollt“ worden. „Erst bei niedrigeren Zahlen und der Nachverfolgbarkeit von Infektionen sind schulspezifische Lösungen aus unserer Sicht umsetzbar“, sagte die Vorsitzende der GEW Berlin, Doreen Siebernik. Auch die vorgesehenen einwöchigen Prüf-Intervalle seien viel zu kurz.

Für den Corona-Stufenplan prüft das jeweils zuständige bezirkliche Gesundheitsamt mit der Schulaufsicht jede Schule und vergibt je nach Gefährdungs- und Ausbreitungsgrad farblich gekennzeichnete Auflagen. Der Stufenplan für Schulen wurde in Anlehnung an die Corona-Ampel der Senatsgesundheitsverwaltung entwickelt. Lesen Sie hier den aktuellen Bericht über den Corona-Stufenplan für Schulen.

16.17 Uhr: Mehr als 10.000 aktuelle Corona-Fälle in Berlin

In Berlin sind innerhalb von 24 Stunden 1131 weitere Corona-Infektionen gemeldet worden, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle blieb bei 253. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit in der Hauptstadt 30.355 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 19.868 Menschen gelten als genesen. Damit sind aktuell 10.234 Menschen mit Corona infiziert.

Insgesamt 639 Menschen befinden sich in stationärer Behandlung in Krankenhäusern, davon werden 156 intensivmedizinisch behandelt. 129 von ihnen werden beatmet.

Der 4-Tage-R-Wert beträgt 0,96, die entsprechende Corona-Ampel steht auf Grün. Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 155,6. 12,2 Prozent der Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt, die diesbezügliche Ampel steht auf Grün.

Die Fallzahlen in den Bezirken:

15.26 Uhr: Berliner Weihnachtsmarktbetreiber hoffen weiter

Nach der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch mit weitreichenden Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hoffen die Betreiber des Weihnachtsmarktes am Breitscheidplatz, dass es allerhöchstens zu einer geringfügigen Verschiebung der Eröffnung der Märkte kommt. „Sollten die Weihnachtsmärkte abgesagt werden, würde für viele Schausteller die wichtigste und längste Festperiode wegfallen“, sagte der Vorsitzende des Berliner Schaustellerverbandes, Michael Roden, am Donnerstag. Das Jahresende sei für sie die Chance, bisherige Verluste aus diesem Jahr wettzumachen. Der Verband veranstaltet den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Die Betreiber des Weihnachtsmarktes Lucia in der Kulturbrauerei wollen die Hoffnung auch nicht aufgeben. Man konzentriere sich jetzt darauf, das Gesamtkonzept auf einen Beginn Anfang Dezember umzuarbeiten, sagte Veranstalter Michael Wiegner und forderte zugleich Planungssicherheit vom Senat. Wenn die Märkte auch Anfang Dezember nicht starten könnten, würden sie sich nicht mehr lohnen. Auch dürfe die erlaubte Teilnehmerzahl nicht unter 1000 liegen, sagte Wiegner. Beide Märkte sollten eigentlich am 23. November eröffnen.

14.51 Uhr: Tourismusunternehmen in Brandenburg besorgt

Die Tourismusunternehmen in Brandenburg blicken mit Sorge auf den am Montag beginnenden Teil-Lockdown. „Für die Tourismusbranche im Land Brandenburg kommt dieser Beschluss einem neuerlichen Lockdown gleich“, kritisierte der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes Brandenburg, Markus Aspetzberger, am Donnerstag. Man hätte sich gewünscht, dass „wir nach Monaten der Pandemie endlich zu differenzierten Lösungen statt pauschaler Verbote kommen“.

Über die vergangenen Monate seien umfangreiche Hygienekonzepte erarbeitet worden, es sei viel investiert worden, um Mitarbeitern und Gästen Sicherheit zu geben. „Was wir jetzt bekommen haben, ist stattdessen große Unsicherheit“, beklagte Aspetzberger.

13.29 Uhr: SPD sagt Landesparteitag ab

Die personelle Neuaufstellung der Berliner SPD wird bis auf Weiteres verschoben. Der Landesvorstand beschloss am Mittag in einer Schaltkonferenz, den für Sonnabend geplanten Landesparteitag im Neuköllner Estrel-Hotel abzusagen. Das erfuhr die Morgenpost aus Kreisen des Landesvorstandes. Vorgesehen war, neben den neuen Landesvorsitzenden Franziska Giffey und Raed Saleh die gesamte Führung des Landesverbandes neu zu wählen. So muss nun der Regierende Bürgermeister Michael Müller vorerst weiter Landeschef bleiben.

Noch am Montag hatte die SPD-Spitze dafür votiert, die Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmern im großen Kongresssaal des Estrels stattfinden zu lassen. Das schien aber nun nach den jüngsten Verschärfungen der Corona-Regeln nicht mehr vermittelbar. Gerade eine Bundesministerin wie Giffey müsse mit gutem Beispiel vorangehen, hieß es. Mehr dazu lesen Sie HIER.

13.14 Uhr: Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag abgesagt

Nach der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch mit weitreichenden Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist eine schon seit längerem für Freitag geplante Videokonferenz der Ministerpräsidenten abgesagt worden. Das teilte das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, am Donnerstag mit. Ursprünglich war die Konferenz als Präsenztreffen dreitägig mit verschiedensten Themen geplant. Wegen stark steigender Infektionszahlen war sie später verkürzt und ins Internet verlegt worden - ehe nun die Absage folgte. Die Regierungen in den Ländern seien beschäftigt, die verschärften Corona-Regeln umzusetzen. Daher erschien ihnen ein neuerliches Treffen zwei Tage später wenig sinnvoll.

13.07 Uhr: Gegner der Corona-Maßnahmen sollen Sprengsatz gezündet haben

Ein Sprengsatz, der am vergangenen Sonntag gegen 9.30 Uhr im Bogengang eines Hauses an der Invalidenstraße in Mitte explodierte, soll von Gegnern der Corona-Maßnahmen gezündet worden sein. Wie der "Spiegel" berichtet, sollen Ermittler am Tatort ein Bekennerschreiben gefunden haben, in dem die sofortige Einstellung aller Corona-Maßnahmen, der Rücktritt der Bundesregierung un Neuwahlen gefordert werden. Weitere Aktionen würden andernfalls folgen, heißt es darin. Laut "Spiegel" prüfen die Ermittler auch einem möglichen einen Zusammenhang zu dem Brandanschlag auf das Robert Koch-Institut.

12.53 Uhr: Medienboard sagt Veranstaltungen ab

Angesichts der steigenden Infektionszahlen sagte Medienboard Berlin-Brandenburg die Vorweihnachtsparty und die Medienboard-Party anlässlich der Berlinale 2021 ab. "Wir alle tragen die Verantwortung dafür, die Pandemie einzudämmen. Nur gemeinsam können wir es schaffen und das bedeutet leider, dass wir 'gemeinsam' auf's Feiern verzichten."

12.29 Uhr: Mittes Gesundheitsstadtrat - Hauseigentümer sollen auf Novembermiete verzichten

Angesichts des anstehenden Lockdowns ab kommenden Montag appelliert Mittes Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) an die Hauseigentümer. „Sie sollen als Beitrag zur Solidarität in der Krise die Miete im kommenden Monat aussetzen“, sagt Gothe der Berliner Morgenpost. „Die Novembermiete ist für die Hauseigentümer kein allzu großes Opfer.“ Betriebe hingegen, die wegen der Pandemie schließen müssten, müssen weiter um ihre Existenz kämpfen. Ab kommenden Montag müssen Gastronomiebetriebe schließen. Ausgenommen sind nur Lieferungen und Abholungen von Speisen. Auch sämtliche Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos und Fitnessstudios müssen ihren Betrieb im November ruhen lassen.

12.00 Uhr: Brandenburger GEW fordert Wechselunterricht zwischen Schule und zu Hause

Die Brandenburger Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sorgt sich angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen um die Mitarbeiter im Bildungsbereich. „Wenn wir flächendeckende Schließungen von Schulen und Kitas verhindern wollen, müssen wir jetzt handeln“, betonte GEW-Landeschef Günther Fuchs am Donnerstag in einer Mitteilung. Bisherige Maßnahmen und die bestehenden Hygienekonzepte der Schulen und Kitas reichten nicht aus, um die Pandemie wirksam eindämmen zu können. Die Schulen müssten angewiesen werden, den Mindestabstand von 1,5 Meter strikt einzuhalten und zeitlich befristet einen Wechselunterricht zwischen Präsenz- und Fernlernphasen zu organisieren.

11.57 Uhr: Linke Mitte - Soldaten sollen nicht in Uniform arbeiten

Die Soldaten der Bundeswehr, die zur Kontaktnachverfolgung im Bezirk Mitte aushelfen, sollen künftig in Zivilkleidung arbeiten. Das fordert die Fraktion der Linken der Bezirksverordnetenversammlung Mitte. „Einzug von Uniformen in die Verwaltung - das ist ein Anblick, den wir nicht gut heißen“, sagt der Vorsitzende der Linken-Fraktion Sven Diedrich. Auch in weiten Teilen der Bevölkerung stoße das auf Unverständnis und Ablehnung. „Um auf maximale Akzeptanz zu stoßen, dürfte das Ablegen der Dienstkleidung keine Hürde darstellen“, so Diedrich. Mehr dazu lesen Sie HIER.

11.40 Uhr: „Christmas Garden“ und „Weihnachten im Tierpark“ abgesagt

Der „Christmas Garden 2020“ im Botanischen Garten und die Veranstaltung „Weihnachten im Tierpark“ sind abgesagt worden. Das teilte der Veranstalter am Donnerstag mit. Ursprünglich sollten beide Veranstaltungen mit reduzierter Gästezahl und mit einem umfassenden Hygienekonzept durchgeführt werden. Die jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie haben nun aber zur Absage geführt. „Diese Entscheidung fällt nicht leicht, sie ist aber richtig“, so die Veranstalter. Alle Details zu den Absagen der beiden weihnachtlichen Veranstaltungen finden Sie hier.

11.33 Uhr: Berliner Gastronomen wollen gegen Schließung klagen

Mehrere Berliner Gastronomen wollen gegen die Umsetzung der gestrigen Beschlüsse zur Schließung von Restaurants, Kneipen und Bars ab Montag klagen. Das erfuhr die Berliner Morgenpost am Donnerstag. Der Anwalt Niko Härting bereitet derzeit entsprechende Schriftsätze vor. "Ich hoffe noch, dass sich im Senat und Abgeordnetenhaus die Vernunft durchsetzt und die gestrigen Beschlüsse nicht 1:1umgesetzt werden. Ansonsten haben wir schon von Dutzenden von Mandanten den Auftrag, gerichtlich gegen die Schließungen vorzugehen. Sobald die Umsetzung in Berlin beschlossen wurde, legen wir los und reichen die Schriftsätze beim Verwaltungsgericht ein", erklärte Härting gegenüber der Berliner Morgenpost.

11.24 Uhr: Berlin Volleys fürchten weitere Corona-Folgen: „Trifft uns hart“

Der zehnmalige deutsche Volleyball-Meister Berlin Recycling Volleys fürchtet durch die neuerlichen Corona-Maßnahmen schwere wirtschaftliche Folgen. „Die Verschärfung der Einschränkungen trifft uns hart und verschlechtert die ohnehin schon angespannte finanzielle Situation noch einmal deutlich“, sagte Manager Kaweh Niroomand laut Mitteilung des Clubs vom Donnerstag: „Als Verein werden wir diese drastischen Maßnahmen jedoch nur für eine gewisse Zeit überstehen.“ Es gehe jetzt darum, „dass nicht alles das, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, in wenigen Wochen kaputtgeht“.

11.18 Uhr: Hertha gegen Wolfsburg ohne Zuschauer

Hertha BSC bestreitet bereits das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag (18 Uhr) im Olympiastadion ohne Zuschauer. Das teilte der Hauptstadtclub mit. „Es ist schade und schon auch ein wenig bedauerlich, dass wir die nächsten Spiele trotz unseres gut funktionierenden Hygienekonzeptes zunächst erst einmal wieder ohne Zuschauerinnen und Zuschauer austragen werden“, sagte Manager Michael Preetz. Der Club akzeptiere diese Entscheidung aber „nicht nur“, sondern betonte, „dass die Gesundheit der Allgemeinheit auch für uns stets im Vordergrund stand und weiterhin steht“.

11.16 Uhr: Corona macht Führerschein teurer

Den Führerschein zu machen ist in Berlin und Brandenburg deutlich teurer geworden. Im Oktober mussten Berliner Fahrschüler 20 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr, in Brandenburg waren es 8,1 Prozent, wie das Amt für Statistik für Berlin-Brandenburg mitteilte. Ähnlich sei es im September gewesen. Getrieben werde die außergewöhnliche Preisentwicklung von den Kosten für den Theorieunterricht. „Ursache dürften unter anderem die wegen der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregelungen und Hygieneauflagen sein“, erklärte das Amt.

11.14 Uhr: Neuer Negativ-Rekord bei Corona-Fällen in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus steigt in Brandenburg rasant: Innerhalb eines Tages seien 341 Neuinfektionen bestätigt worden teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Am Mittwoch waren es 238 Neuinfektionen und am Dienstag 193. Wie am Vortag gelten drei Städte und neun Landkreise mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner als Corona-Risikogebiete. Im Landkreis Elbe-Elster stieg der Wert dieser Sieben-Tage-Inzidenz auf den Höchstwert 112,0, gefolgt von Cottbus mit 99,3. Für ganz Brandenburg liegt dieser Wert bei 59,7.

10.56 Uhr: Friedrichshain-Kreuzberg will weiterhin keine Soldaten

Die Bezirksverordneten von Friedrichshain-Kreuzberg haben es erneut abgelehnt, dass Bundeswehrsoldaten in der Corona-Bekämpfung eingesetzt werden. Ein entsprechender Antrag der SPD wurde am Mittwochabend nicht angenommen. Stattdessen brachten sie einen Ersetzungsantrag ein, der beschlossen wurde. Darin wird nicht die Verpflichtung von Bundeswehrsoldaten, sondern ganz allgemein die Einstellung „zusätzlicher Personen“ sowie die Anmietung geeigneter Räume entschieden.

Die Entscheidung sorgte bei den anderen Parteien im Bezirksparlament für Empörung. Kurz vor dem Lockdown drückten sich Grüne und Linke vor einem klaren „Ja“ zur Hilfe der Bundeswehr, beklagte Michael Heihsel von der Gruppe der FDP. „Ideologische Scheuklappen helfen im Allgemeinen nicht bei der Überwindung von Krisen“, so Heihsel. Der Beschluss sei verantwortungslos. Mehr dazu lesen Sie HIER.

10.54 Uhr: Berlins SPD diskutiert über Parteitag am Sonnabend

Die Wahl von Franziska Giffey und Raed Saleh zu neuen Landesvorsitzenden der Berliner SPD steht auf der Kippe. Wichtige Stimmen in der Parteispitze sind dafür, den für Sonnabend geplanten Landesparteitag abzusagen. Dort sollten die Bundesfamilienministerin und der Fraktionschef im Abgeordnetenhaus zu Nachfolgern des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller an die Spitze des Landesverbandes gewählt werden. Um 12 Uhr ist der SPD-Landesvorstand nun zu einer Schaltkonferenz verabredet, um zu entscheiden, ob die Veranstaltung im Hotel Estrel auch nach den verschärften Corona-Beschränkungen stattfinden soll. Mehr dazu lesen Sie HIER.

10.43 Uhr: Maskenpflicht - BVG führt Schwerpunktkontrollen mit Polizei durch

Um die Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen besser durchzusetzen, setzen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf gemeinsame Schwerpunktkontrollen mit der Polizei. „Um eine noch höhere Sichtbarkeit zu erzielen, gibt es nun zusätzlich in unregelmäßigen Abständen sogenannte Schwerpunktkontrollen, gemeinsam mit der Polizei und Kontrolleurinnen und Kontrolleuren der BVG“, sagte Ingo Tederahn, Bereichsleiter Sicherheit bei der BVG. Mehr dazu lesen Sie hier.

10.39 Uhr: Momberg - Prozesse in den Bauverwaltungen müssen funktionieren

Der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost e. V. Dr. Robert Momberg begrüßt, dass trotz der verschärften Corona-Regeln die "Betriebe des Produzierenden Gewerbes und damit auch die Bauwirtschaft weiterhin ihre Tätigkeiten ausführen können." Auf den Baustellen seien in den vergangenen Monaten umfangreiche Hygienemaßnahmen umgesetzt worden. "Damit der Baustellenbetrieb weiterhin reibungslos laufen kann, ist es jedoch dringend erforderlich, dass die Prozesse in den Bauverwaltungen ohne Einschränkungen funktionieren", so Momberg. Der Bearbeitungsstau habe bei Genehmigungen in den vergangenen Monaten teilweise zu großen Verzögerungen geführt. Momberg betonte, dass es wichtig ist, dass keine innerdeutschen Beschränkungen für Berufspendler eingeführt werden. "Auch für Arbeitnehmer aus dem Ausland darf es keine Einreisebeschränkungen geben."

10.24 Uhr: Amsinck - Wirtschaft keine Maschine, die man ein- und ausschalten kann

Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), rechnet mit "schweren Schäden" durch die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern. Sie seien eine Hiobsbotschaft für Hotels, Gastronomie, Tourismuswirtschaft, Kulturbetriebe und den Einzelhandel. Amsinck macht deutlich, dass viele Firmen noch vom ersten Lockdown im Frühjahr deutlich geschwächt sind.

"Klare wissenschaftliche Nachweise, dass diese Branchen Corona-Hotspots sind, gibt es nicht. Im Gegenteil, die Unternehmen haben in den vergangenen Monaten viel Arbeit und Umsicht in Hygienekonzepte investiert." Die Entschädigungen seien nur ein schwacher Trost. "Die Wirtschaft ist keine Maschine, die man beliebig ein- und ausschalten kann. Die Tatsache, dass die Firmen nun jederzeit mit einem erneuten Lockdown rechnen müssen, verhagelt ihnen jegliche Planungsperspektive." Er fordert, dass der Staat konsequenter für die Einhaltung der Corona-Regeln sorgen muss.

10.09 Uhr: Berliner Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Corona stabil

Im Monat vor den neuerlichen Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise ist die Arbeitslosigkeit in Berlin abermals gesunken. 204 792 Menschen waren im Oktober in der Hauptstadt arbeitslos und damit 4490 weniger als noch im September, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Dies sei der stärkste Rückgang in einem Oktober seit 2012, hieß es. Die Arbeitslosenquote lag bei 10,2 Prozent und damit um 0,3 Punkte niedriger als noch im Vormonat.

„Der Arbeitsmarkt in Berlin hat sich im Oktober gut stabilisiert“, teilte der Vorsitzende der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Bernd Becking, am Donnerstag mit. „Die Corona-bedingten Verwerfungen fängt der Arbeitsmarkt zunehmend auf – auch dank Kurzarbeit.“ Die Unsicherheiten blieben allerdings bestehen und würden die kommenden Wochen und Monate anhalten. „Viele tausend Beschäftigte sind immer noch in Kurzarbeit, und es drohen in einigen Branchen Schließungen. Die Zahl derer, die ihren Job verlieren und arbeitslos werden, ist weiter hoch“, teilte Becking weiter mit.

9.32 Uhr: Verkehrsstaatssekretär in Quarantäne

Berlins Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese (Grüne) befindet sich derzeit in Quarantäne. Das teilte Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) am Donnerstagmorgen im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses mit. Zu den Hintergründen machte die Senatorin keine Angaben.

9.03 Uhr: Sondersitzung des Abgeordnetenhauses am Sonntag

Das Berliner Abgeordnetenhaus wird bei seiner Sondersitzung am Sonntag auch über Einzelheiten der Coronaverordnung des Senats beraten. Das werde in einer zweiten Rederunde geschehen, hieß es am Donnerstag aus dem Ältestenrat des Landesparlaments. Ob die Fraktionen am Ende auch über Details abstimmen und die Senatsvorlage gegebenenfalls in einzelnen Punkten ändern könnten, ist aber noch offen.

Anträge der FDP auf Änderungen in Details könnten auch ebenso auf die nächste reguläre Sitzung am Donnerstag kommender Woche vertagt werden wie der Antrag der AfD, einen eigenen Corona-Sonderausschuss einzurichten, der regelmäßig die Senatspolitik zur Pandemiebekämpfung begleitet. Der Senat hat dem Parlament jedoch angekündigt, Corona-Auflagen weiter per Verordnung festlegen zu wollen und nicht per Gesetz, welches das Abgeordnetenhaus beschließen müsste.

Wir eröffnen unser neues Newsblog zu Corona in Berlin und Brandenburg. Alle bisherigen Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg finden Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.

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