Corona in Berlin

783 Corona-Neuinfektionen in Berlin, Inzidenz bei 110,6

Das Corona-Newsblog für Berlin: Derzeit sind 6793 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuelle Entwicklungen, News und Zahlen.

Berliner Sperrstunde für Gastronomiebetriebe vorerst gekippt

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe vorerst gekippt - zumindest für elf Berliner Bars und Clubs, die vergangene Woche Klage gegen die Maßnahme eingereicht hatten. Der Senat will gegen die Entscheidung Einspruch einlegen.

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Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

+++ Donnerstag, 22. Oktober +++

17.15 Uhr: Berliner Unterwelten e.V. droht die Insolvenz wegen Corona

Den Geschichts-Erklärern von „Berliner Unterwelten e.V.“ droht Ende des Jahres die Insolvenz. Denn die Schließung wegen Corona und die folgenden Hygiene-Auflagen haben bei dem rein privat finanzierten Verein für den Verlust sechsstelliger Rücklagen und einen Einbruch gesorgt, den es nun zu verkraften gilt. Doch trotz eilig aufgelegter neuer Angebote sieht die Zukunft der Unterwelten düster aus. „Das Geld reicht nur noch bis Jahresende“, sagt Sascha Keil, Beauftragter des Vorstands.

Ein Besuch der aktuell genutzten zehn historischen Orte der Stadt gehört für Touristen, Schulklassen, Familien zum Berlinprogramm. 360.000 Besucher kamen 2019 zu den derzeit neun Führungen, etwa zu der Flakturmruine im Volkspark Humboldthain, dem Luftschutzbunker Gesundbrunnen und dem sogenannten Mutter-Kind-Bunker im ehemaligen Gasometer an der Kreuzberger Fichtestraße. „In diesem Jahr werden es dagegen nur 120.000 sein“, sagt Keil, der auch Betriebsleiter im Fichtebunker ist. Denn während die Nachfrage groß blieb, musste der Verein die Teilnehmergruppen reduzieren. Mehr dazu lesen Sie HIER.

16.56 Uhr: 1000 Polizisten kontrollieren Corona-Regeln in Berlin - Bundespolizei hilft

Die Hauptstadt-Polizei wird am Wochenende zusammen mit Bundespolizisten verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln in Berlin kontrollieren. Am Tag werden 1000 Einsatzkräfte stadtweit unterwegs sein. Darauf verständigten sich Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), wie Geisels Behörde am Donnerstag mitteilte.

Ab Samstag gilt in Berlin eine neue Infektionsschutzverordnung. Es gilt eine Maskenpflicht für Wochenmärkte, für zehn Einkaufsstraßen wie Ku'damm und Friedrichstraße, für Warteschlangen und Shoppingmalls. Draußen dürfen sich nur noch 25 statt bisher 50 Menschen treffen. 500 Polizisten aus Berlin und genauso viele vom Bund werden demnach jeweils am Samstag und Sonntag auf Straßen und Plätzen überwachen, ob die Regeln eingehalten werden.

Senator Geisel bedankte sich für die Unterstützung der Bundespolizei. „Wir werden die Corona-Pandemie nur gemeinsam bewältigen.“ Dafür müssten alle Kräfte gebündelt werden. Die Bundeshauptstadt stehe im speziellen Fokus. Die meisten Menschen würden sich an die Regeln halten. Den anderen sollten die verstärkten Kontrollen zeigen, „dass die Zeit der Sorglosigkeit vorbei ist“.

Minister Seehofer sagte laut Mitteilung, er halte die Maßnahmen der Berliner Polizei für „absolut richtig und notwendig“. Die Lage sei angesichts der am Donnerstag höchsten Zahl von Neuinfektionen seit Ausbruch der Pandemie sehr ernst. „Die staatlichen Vorsichtsmaßnahmen sind keine Empfehlungen, sondern wichtige Regeln, die zum Schutz von Jung und Alt in unserer Gesellschaft dringend eingehalten werden müssen.“ Wo die Regeln missachtet werden, müsse der Staat sie durchsetzen. „Sonst verlieren wir die Akzeptanz in der Bevölkerung.“

16.42 Uhr: Corona-Gefahr für Liga - Labbadia: „Viel mehr können wir nicht tun“

Auch die Verantwortlichen der Fußball-Bundesliga beobachten die steigenden Corona-Infektionszahlen und die positiven Tests in den Clubs mit Sorge. „Wir können nicht viel mehr machen“, sagte Hertha-Trainer Bruno Labbadia vor dem 5. Spieltag. am kommenden Wochenende. Sein Club, bei dem der infizierte Neuzugang Matteo Guendouzi isoliert werden musste, würde schon über die ohnehin strengen Hygieneregeln hinaus weitere Maßnahmen ergreifen, berichtete der 54-Jährige. So sind fünf junge Spieler, die auch bei der U23 dabei waren, extra separiert worden, „falls da was wäre“.

Für Manager Michael Preetz hat sich das auch von anderen Branchen anerkannte Anti-Corona-Konzept der Deutschen Fußball Liga bisher uneingeschränkt bewährt. „Natürlich sehen wir alle, wie sich die Zahlen verändern, spüren alle mehr oder wenig, dass die Gefahr präsent ist“, sagte Preetz am Donnerstag. Und dass man durch alle Vorsichtsmaßnahmen nicht vor Infektionen gefeit sei. „Deshalb ist es wichtig, dass man alle immer wieder für die Einhaltung der Regeln sensibilisiert.“ Eigentlich sei das aber gar nicht nötig, weil die Profis auch im privaten Bereich sehen, „was um sie herum passiert“.

Bis jetzt funktioniere das System ganz gut, bemerkte Labbadia vor dem Gastspiel der Hertha am Samstag bei Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig. Dennoch sei es weiter „kein schönes Gefühl“, unter den Bedingungen und ohne die große Fan-Unterstützung Fußball spielen zu müssen: „Das sage ich ganz offen.“ Die Sehnsucht nach dem, was Fußball eigentlich mit ausmacht, sei groß. In Leipzig werden am Samstag nur 999 Zuschauer im Stadion sein.

16.19 Uhr: Landkreis: Auch die Prignitz ist nun Corona-Risikogebiet

Auch der Landkreis Prignitz ist nach Angaben der Kreisverwaltung nun Corona-Risikogebiet. Mit 12 neuen Fällen gegenüber dem Vortag sei die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf 60,4 gestiegen, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Damit zählen nun die Stadt Cottbus und drei Landkreise in Brandenburg zu den Risikogebieten.

Ab dem Wert 50 gilt eine Region als Risikogebiet. Dann greifen strenge Beschränkungen bei Veranstaltungen und privaten Feiern. Zudem gelten Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf maximal zehn Personen oder einen Hausstand. Landrat Torsten Uhe (parteilos) appellierte an die Bürger, die jetzt für die nächsten zehn Tage festgelegten Maßnahmen strikt einzuhalten. „Es liegt in unser aller Interesse, dass das Infektionsgeschehen wieder unter die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner kommt, sonst müssten weitere verschärfte Regelungen erlassen werden“, sagte er.

Das Landesgesundheitsministerium hatte am Donnerstag acht Neuinfektionen und eine 7-Tage-Inzidenz von 30,2 für die Prignitz gemeldet. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Gabriel Hesse kann es jedoch zu einem Meldeverzug von einem Tag zwischen Landkreisen und dem zuständigen Landesamt kommen.

16.09 Uhr: Berliner Amtsärzte fordern Änderungen bei Pandemie-Bekämpfung

Berlins Amtsärzte haben Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zu einem offenen Umsteuern bei der Pandemie-Bekämpfung in der Hauptstadt aufgefordert. In einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordern sie eine Konzentration aller Berliner Gesundheitsämter auf Risiko-Gruppen. Menschen, die sich selbst schützen können, sollten dagegen mehr Eigenverantwortung übernehmen. Mit dieser Strategie könne ein Lockdown möglicherweise unnötig werden.

„Die Gesundheitsämter fokussieren ihre Testungen auf symptomatische Personen und betroffenes medizinisches Personal sowie auf vulnerable Gruppen“, heißt es in dem Schreiben aller Amtsärzte. Dadurch werde Personal für den Schutz von Menschen mit diversen gesundheitlichen Risiken, Bewohner in Alten- und Pflegeheimen und von medizinischem Personal frei. So könne es gelingen, bei ihnen zeitnah Fälle und Kontaktpersonen zu ermitteln und Infektionsketten durch gezielte Maßnahmen zu unterbrechen.

16.08 Uhr: 783 Neuinfektionen in Berlin, Inzidenz bei 110,6

In Berlin sind zwei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 245. 783 neue Infektionen wurden bestätigt, 971 waren es gestern. 6793 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 6347 waren es gestern. 17.442 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 93, acht Patienten mehr als gestern. Insgesamt liegen 362 Menschen in Krankenhäusern, 45 Personen mehr als gestern gemeldet. In unserem Newsblog finden Sie die Zahlen für jeden der Bezirke.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,02 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 110,6 weiter auf Rot, die Ampel für die freien Intensivbetten steht auf Grün.

16 Uhr: Messe Berlin sagt Innotrans ab

Erneute Hiobsbotschaft für den Messe- und Tourismusstandort Berlin: Wegen der weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie wird die vom 27. bis 30. April 2021 geplante Bahn- , Schienen und Mobilitätstechnikmesse Innotrans abgesagt. Ein Sprecher der Messe bestätigte am Donnerstag auf Anfrage entsprechende Informationen der Berliner Morgenpost.

Ursprünglich sollte die umsatzstarke Fachmesse bereits in diesem September stattfinden. Wegen der Corona-Krise hatte die Messe Berlin die Innotrans dann auf April des Folgejahres verschoben. Nun ist auch dieser Termin nicht mehr zu halten. „Leider sind wir gezwungen, die Innotrans auf das Jahr 2022 zu verschieben. Letztendlich entzieht uns die aktuelle Entwicklung der Covid-19 Pandemie die benötigte Planungssicherheit“, sagte ein Sprecher der Messe. Mehr dazu lesen Sie HIER.

15.54 Uhr: Mehrere Bezirksämter erlassen Allgemeinverfügungen zum Umgang mit Infektionen

Mehrere Bezirksämter, darunter Neukölln, Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg haben in den vergangenen Tagen so genannte Allgemeinverfügungen zum Umgang mit Corona-Infektionen oder Verdachtsfällen erlassen. Diese verpflichten die Bürger, sich bei begründeten Hinweisen auf eine Infektion oder als mögliche Kontaktperson der Kategorie 1 auch ohne explizite Anweisung des Gesundheitsamtes in häusliche Isolation zu begeben. Das müssen alle Personen machen, die in engerem Kontakt zu einer positiv getesteten Person standen, also in einem Haushalt leben, in einer Lerngruppe lernen oder sich aus anderen Gründen länger als 15 Minuten in weniger als 1,5 Metern Entfernung aufgehalten haben.

Weiterhin gilt die Verfügung für alle, die Symptome zeigen und für die ein Test angeordnet oder bereits durchgeführt wurde, und für Menschen, die positiv getestet wurden. Der Vorteil aus Sicht der Ämter ist, dass auch Dritte, also Lehrer, Trainer, Kollegen und andere die Betroffenen informieren dürfen und diese darauf reagieren müssen. Die vorgeschriebene Zeit für die Quarantäne beträgt 14 Tage.

15.44 Uhr: Kalayci zu Fußballspiel vor Fans - „Wenn es geht, bleiben Sie zuhaus'“

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat Fußballfans dazu aufgerufen, möglichst auf einen Besuch im Stadion beim Heimspiel des 1. FC Union Berlin an diesem Samstag zu verzichten. „Ich verstehe die Leidenschaft zum Fußball“, sagte Kalayci auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. „Aber ich bleibe dabei: Meiden Sie soziale Kontakte. Wenn es geht, bleiben Sie zuhaus'“, sagte sie an die Adresse der Bürger gerichtet. Eine Zulassung von 4500 Fans habe das Gesundheitsamt ansonsten aber sicher nach den notwendigen Regularien geprüft, meinte Kalayci außerdem. Das Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen den SC Freiburg kann am Samstag (15.30 Uhr/Sky) vor rund 4500 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei stattfinden.

14.46 Uhr: Rund 4500 Fans bei der Partie zwischen Union und Freiburg

Freiburgs Trainer Christian Streich hat zurückhaltend darauf reagiert, dass für das Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Union Berlin rund 4500 Zuschauer zugelassen sind. „Es hat keine Relevanz, ob ich das sinnvoll finde“, sagte der Trainer des SC Freiburg am Donnerstag. „Ich gehe davon aus, dass Verantwortliche ihre Entscheidungen so treffen, dass keine Menschen gefährdet sind.“

Das zuständige Gesundheitsamt genehmigte am Donnerstag ein vom 1. FC Union Berlin vorgelegtes Hygienekonzept und lässt trotz steigender Infektions-Zahlen die Veranstaltung mit insgesamt 5000 Teilnehmern zu. Allerdings sind Fangesänge und Sprechchöre auf den Tribünen für die Zuschauer untersagt. So sieht es die Berliner Infektionsschutzverordnung vor. Außerdem wurde die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Stadion noch einmal verschärft.

14.14 Uhr: Alle Schulen ab Montag mit verstärkten Präventionsmaßnahmen

Alle Berliner Schulen starten am Montag nach den Herbstferien mit der Stufe Gelb im Corona-Stufenplan. „Über die Ferienzeit sind die Infektionszahlen in Berlin stark angestiegen“, heißt es in einem Schreiben der Senatsverwaltung für Bildung an die Schulleitungen der Stadt. Deshalb: „Alle Berliner Schulen starten nach den Ferien präventiv mit Maßnahmen, die der Stufe „gelb“ des Corona Stufenplans für die Berliner Schulen entsprechen.“ Nun sind also Mund-Nasen-Bedeckung auch in den Lehrerzimmern aller Schulen Pflicht – ob in Grundschule, Gemeinschaftsschule, weiterführende Schulen oder Berufsschule. Schon gestern Abend hatte die Senatorin Sandra Scheeres (SPD) sich dazu entschlossen, Masken auch im Unterricht der Oberstufe verpflichtend zu machen. Alle Maßnahmen würden für die erste Schulwoche gelten, heißt es am Ende des Briefes.

14.10 Uhr Gewerkschaft übt scharfe Kritik an Scheeres

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert scharf das Vorgehen von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) zum Schulbeginn am kommenden Montag. „Die Unsicherheit unter den Schüler, Eltern und den Pädagogen, wie die Schulen am Montag wieder öffnen sollen, ist riesig. Das Schweigen der Senatorin bis heute vergrößert diese Sorgen umso mehr“, sagte Tom Erdmann, Vorsitzender der Berliner GEW.

Zwar habe die Senatorin sich am Mittwoch spät dazu durchringen können, die Maskenpflicht auch im Unterricht für Oberstufen- und Berufsschüler und deren Lehrkräfte durchzusetzen. Doch diese begrenzte Maßnahme aus der Stufe Gelb im Coronastufenplan für einige weiterführende Schulen reiche nicht aus. „Es ist besser, jetzt auf den Mix aus Präsenz- und Fernlernen umzusteigen als später Schulen wieder komplett schließen zu müssen.“ Das allerdings hieße, man würde am Montag an Berlins Schulen mit „Rot“ in der Corona-Schulampel einsteigen.

13.29 Uhr: Kalayci - Lockdown steht vor der Tür

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) geht davon aus, dass schärfere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sich kaum mehr vermeiden lassen. „Ein Lockdown mit strengeren Regeln steht vor der Tür“, sagte Kalayci im ARD-Mittagsmagazin. Das gelte für Berlin, aber auch bundesweit. Die Senatorin und Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz sprach von einer „Anpassung“ der Strategie der Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Kontakten infizierter Personen. Die Nachverfolgung habe sich bewährt, sei aber wegen der steigenden Infektionszahlen nicht mehr in jedem einzelnen Fall möglich. Deswegen hätten die Gesundheitsämter mit einer Allgemeinverfügung veranlasst, dass Infizierte Bürger und ihre unmittelbaren Kontaktpersonen auch ohne Anweisung der Behörden verpflichtet seien, sich in häusliche Quarantäne zu begeben.“ Die Gesundheitsämter hätten das Verfahren damit komplett geändert, sagte Kalayci. Niemand solle mehr warten, bis der Amtsarzt mit der Anordnung vor der Tür steht.

12.37 Uhr: Berliner Sechstagerennen wird auf 2022 verschoben


Die Six Day Berlin werden nicht wie geplant vom 9.-14. Februar 2021 ausgefahren.
Aufgrund der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie sei eine Veranstaltung im
Feburar 2021 nicht möglich, teilten die Veranstalter mit. Die 110. Ausgabe des traditionsreichen Sechstagerennens wird nun vom 8.-13. Februar 2022 im Velodrom Berlin stattfinden. Valts Miltovics, Geschäftsführer der Six Day Berlin sagte: „Wir haben bis zuletzt auf eine
Besserung der Situation gehofft. Aber die Gesundheit der Sportler, Mitarbeiter
und Besucher steht im Vordergrund und darf nicht gefährdet werden.“

12.28 Uhr: Verschärfte Hygienemaßnahmen in allen Schulen in Tempelhof-Schöneberg

Der Bezirk Tempelhof-Schönberg, in dem die Coronafallzahlen zuletzt rasant gestiegen sind, wird nun ab Montag bei allen Schulen die Hygienemaßnahmen verschärfen. „Wir haben heute nochmal mit der Schulaufsicht gesprochen und den deutlichen Anstieg der Neuinfektionen der letzten Tage bewertet“, sagte Schul- und Gesundheitsstadtrat Oliver Schworck (SPD). „Wir werden daher mit allen Schulen in Tempelhof-Schöneberg in der Stufe gelb starten.“

Das bedeutet, dass noch stärker auf eine strikte Trennung der Klassenverbände und Lerngruppen geachtet wird, außerdem, dass „in Personalgemeinschaftsräumen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend“ ist; sprich in den Lehrerzimmern. Die Schüler tragen die Maske im Schulbau weiterhin in den Fluren, aber nicht im Unterricht – außer die Oberstufenschüler im Kurssystem „in der Qualifikationsphase des Abiturs“. Dort gilt die Mundschutzpflicht auch im Unterricht, allerdings inzwischen berlinweit, nicht nur in dem Bezirk. Das hatte Senatorin Sandra Scheeres (SPD) am Mittwochabend spät entschieden.

In den anderen Bezirken gilt diese Stufe gelb aber bislang nur für Oberstufen und berufliche Schulen -- nicht für Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und weiterführende Schulen ohne Oberstufe. Das ist nun in Tempelhof-Schöneberg anders.

10.41 Uhr: So viele Corona-Infektionen in Brandenburg wie noch nie

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages hat in Brandenburg den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie erreicht. In den vergangenen 24 Stunden seien 202 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag auf seiner Webseite mit. Nach der Stadt Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße gilt nun auch der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 50,29 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen als Corona-Risikogebiet.

9.10 Uhr: Weitere präventive Maßnahmen an Schulen ab Montag

An den weiterführenden Schulen mit Oberstufe und an beruflichen Schulen werden ab Montag nun doch "präventive zusätzliche Maßnahmen gelten, wie sie der Stufenplan in Stufe gelb vorsieht", sagt die Sprecherin der Senatsbildungsverwaltung Iris Brennberger. "Das heißt, Mund-Nasen-Schutz in der Kursphase zum Abitur, auch im Unterricht." Diese Regelung gelte für die komplette Oberstufe, also für die Klassenstufen 11 bis 13.

Die Entscheidung habe Senatorin Sandra Scheeres (SPD) nach Rücksprache mit den Bezirken getroffen. Der Stufenplan für die Berliner Schulen werde dann wie geplant kommende Woche in Kraft treten - die Schulen der Hauptstadt werden ab kommenden Donnerstag von Gesundheitsamt und Schulaufsicht mit ihrem Infektionsgeschehen innerhalb eines Bezirks individuell eingeschätzt. Danach könnten auch an anderen Schultypen die Hygienemaßnahmen verschärft werden.

In Bezirken wie Mitte, die von vielen Coronafällen betroffen sind, wird man diesen Schritt sicherlich begrüßen. "Aufgrund der derzeitigen Entwicklung der steigenden Fallzahlen hält Dr. Murajda ein Umspringen der Ampel für dringend notwendig, damit die Schulen ihre Pläne und Maßnahmen anpassen können", heißt es dort aus dem Krisenstab Pandemie.

5.30 Uhr: 20 neue Eilanträge gegen Sperrstunde beim Verwaltungsgericht

Nach dem Erfolg mehrerer Gastronomen vor dem Berliner Verwaltungsgericht haben weitere Betriebe dort Eilanträge gegen die vom Senat erlassene Sperrstunde eingereicht. Beim Gericht seien aktuell 20 neue Eilverfahren anhängig, hinter denen rund 35 Gastro-Unternehmen stünden, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Wann über diese Fälle entschieden wird, blieb zunächst offen.

Der Berliner Senat hatte aufgrund der Corona-Krise für Kneipen und Restaurants kürzlich eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr erlassen. Elf Gastronomen klagten dagegen vor dem Verwaltungsgericht - und bekamen vergangene Woche Recht.

Zwar legte der Senat Beschwerde bei der nächsten Instanz, dem Oberverwaltungsgericht, ein. Doch die elf Wirte dürfen trotzdem vorerst wieder länger aufmachen. Das ab 23 Uhr ebenfalls gültige Ausschankverbot alkoholischer Getränke gilt für sie allerdings weiterhin.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte nach einer Senatssitzung am Dienstag angekündigt, die Sperrstunde gerichtsfest zu machen. Geplant seien eine Verordnung und eine Gesetzesänderung, um die Maßnahme entsprechend „nachzuschärfen“.

3.30 Uhr: Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt fällt aus

Der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Gendarmenmarkt (Mitte) fällt in diesem Jahr wegen Corona aus. Das sagte Veranstalter Helmut Russ. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiken seien angesichts steigender Neuinfektionen unkalkulierbar geworden. „Das ist nicht mehr vertretbar“, sagte der Veranstalter.

Laut der Zeitung „Welt“ schätzt der Geschäftsführer der WeihnachtsZauber Gendarmenmarkt GmbH den wirtschaftlichen Schaden auf 22 bis 25 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr besuchten rund 900.000 Gäste den Markt, darunter viele Touristen. „Es wäre in diesem Jahr das 18. Mal gewesen.“

Demnach kam es trotz intensiver Gespräche mit Vertretern des Bezirksamtes von Berlin-Mitte sowie dem Gesundheitsamt, bei denen Szenarien und Hygienekonzepte durchgespielt worden seien, letztlich „zu diesem traurigen Entschluss“. Man wolle nicht das Risiko eingehen, den Markt sofort nach Eröffnung wieder schließen zu müssen, so Russ.

Er bedauere, dass nun auch rund 120 Kunsthandwerker betroffen seien. Sie hätten wegen der Pandemie in diesem Jahr bislang fast gar nichts verkaufen können. „Das sollte der Rettungsanker für sie sein“, sagte der Veranstalter.

+++ Mittwoch, 22. Oktober +++

16.09 Uhr: Neuer Höchststand bei Neuinfektionen in Berlin

Berlin verzeichnet erneut einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Laut dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung wurden 971 neue Infektionen mit dem Coronavirus in 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 243. Genesen sind inzwischen 17.107 Menschen, damit sind derzeit 6347 Menschen infiziert.

Die meisten Neuinfektionen verzeichnet Mitte (+208), gefolgt von Neukölln (+178) und Tempelhof-Schöneberg (+121).

317 Menschen werden zurzeit in Krankenhäusern behandelt, davon 85 auf Intensivstationen. Die Corona-Ampel für den R-Wert steht mit 1,05 wieder auf Grün. Die Zahl der Neuinzidenzen steigt dagegen auf 104,4 an, die Corona-Ampel zeigt Rot. Inzwischen sind 6,7 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, die Ampel zeigt Grün.

Hier finden Sie alle Inzidenzen für die Bezirke.

15.24 Uhr: Gesundheitsstadtrat unterstützt Maskenpflicht in Altstadt Spandau

Spandaus Gesundheitsstadtrat Frank Bewig (CDU) befürwortet die Senatsentscheidung, dass unter anderem auch in der Altstadt Spandau künftig eine Maskenpflicht gilt. „Ich finde das richtig“, sagte Bewig der Morgenpost. „Wir müssen alles versuchen, um andere Beeinträchtigungen zu verhindern, wie Schul- und Kitaschließungen.“ Eine Maske in der Altstadt und anderen ausgewählten Straßen zu tragen, sei „sicherlich eine Maßnahme, die man hinbekommen kann“, so Bewig, der auch an die Verantwortung jedes einzelnen appellierte.

Im Spandauer Rathaus ist derweil wieder der zum Anfang der Pandemie ins Leben gerufene Krisenstab aktiv. 20 bis 30 Corona-Fälle gebe es im Durchschnitt pro Tag in Spandau, bei vielen sei es jedoch schwer nachvollziehbar, wo die Infektionen stattgefunden hätten. „Das macht es für das Gesundheitsamt schwierig“, so Bewig. Dankbar ist der Stadtrat deshalb für die 15 bis 20 Bundeswehrsoldaten, die die Arbeit unterstützen, weitere sollen künftig dem Abstrichteam helfen.

Zudem will der Bezirk 15 befristete Stellen für einen „Corona-Stab“ besetzen, die über den Berliner Nachtragshaushalt finanziert werden. Für die einfacheren Stellen gebe es zahlreiche Bewerbungen, bei den befristeten Führungskräften sei es schwieriger. Dennoch hofft Bewig, dass die neuen Kollegen in den nächsten Wochen kommen.

14.05 Uhr: So will der Bezirk Maskenpflicht an der Schloßstraße kontrollieren

Michael Karnetzki (SPD), Ordnungsstadtrat von Steglitz-Zehlendorf, geht davon aus, dass es keine Schilder geben wird, die auf die Maskenpflicht an der Schloßstraße hinweisen. Die Kontrollen sollen durch den Allgemeinen Ordnungsdienst (AOD) erfolgen, also durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes. „Ob es nur Ermahnungen geben wird oder Bußgelder verhängt werden, wird von der konkreten Situation abhängen“, sagt Karnetzki. Ermahnungen würden sicher am Anfang häufiger ausgesprochen werden, bis man davon ausgehen könne, dass alle wissen, dass die Maskenpflicht existiert.

Maskenverweigerer sollten dennoch nicht nur nach den Ordnungsamtskräften in den blauen Uniformen Ausschau halten. In der Schloßstraße sind auch die Mitarbeiter der Parkraumüberwachung unterwegs. Sie können zwar keine Bußgelder wegen Corona-Verstößen verhängen. „Sie werden aber sicher auch, wenn es erforderlich ist, die Menschen auf die Maskenpflicht hinweisen“, sagt Michael Karnetzki.

11.28 Uhr: Landkreis Spree-Neiße überschreitet kritische Marke

Nach der kreisfreien Stadt Cottbus gibt es mit dem Landkreis Spree-Neiße ein zweites Risikogebiet in Brandenburg. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner liegt dort nach Informationen des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch aktuell bei 50,1. Als kritische Schwelle gilt der Wert 50.

In Cottbus liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 97,3 nach 87,3 am Dienstag. Auch der Landkreis Prignitz liegt mit einem Wert von 48,8 nahe der kritischen Marke.

10.35 Uhr: Wegen Corona bei Alba: Pokal-Finalturnier verlegt

Nach sechs Coronafällen beim Meister und Titelverteidiger Alba Berlin wird das Finalturnier um den Pokal der Basketball Bundesliga (BBL) verschoben. Das gab die Liga am Mittwoch bekannt. Das Turnier der besten vier Mannschaften hätte eigentlich am 1. und 2. November in München stattfinden sollen. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.

9 Uhr: Weihnachtsmarktbetreiber: Maske kein Hindernis für Feststimmung

Die Berliner Weihnachtsmarktbetreiber haben gelassen auf die neue Maskenpflicht-Verordnung des Berliner Senates reagiert. „Wir denken, dass die Eindämmung von COVID-19 im Interesse aller liegt und eine Maskenpflicht der weihnachtlichen Stimmung nicht entgegensteht“, sagte der Vorsitzende des Berliner Schaustellerverbandes, Michael Roden. Der Verband veranstaltet den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Beim Herbst-Rummel im September hätten die Besucher Verständnis für die Maskenempfehlung auf dem Festgelände gezeigt, berichtete Roden. Diese war aufgrund des großen Andrangs erlassen worden.

Laut Michael Roden sind die Schausteller froh, dass der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz trotz Ausnahmesituation nach jetzigem Stand stattfinden kann. Für den Markt wurden folgende Maßnahmen getroffen: Es soll Zugangskontrollen geben, damit die Besucherzahl nicht überschritten wird. An einzelnen Ständen soll es Handdesinfektionsmittel geben. Die Gastronomie soll größere Flächen erhalten, im Innenbereich sollen anwesende Gäste dokumentiert werden. Bodenmarkierungen und Hinweisschilder sollen dabei helfen, nötige Abstände einzuhalten.

Auch der Veranstalter des Weihnachtsmarktes am Schloss Charlottenburg, Tommy Erbe, macht sich wegen der Maskenpflicht keine Sorgen. Für den Markt sei im Sommer bereits ein Hygienekonzept entwickelt worden, nach dem ein Zugang nur mit Maske möglich ist. Die größte Sorge bereite Erbe, dass die Märkte doch noch abgesagt werden. Auch sehe er sich Einnahmeausfällen gegenüber. So gebe es in diesem Jahr rund 30 Prozent weniger Mieter für die Hütten, berichtete Erbe.

Auf dem Markt am Schloss Charlottenburg soll es zwei Corona-Beauftragte und sechs sogenannte Corona-Hütten zum Händewaschen geben, berichtete Veranstalter Erbe. Eröffnet werden die Märkte auf dem Breitscheidplatz und am Schloss Charlottenburg am 23. November.

8 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci warnt vor zweitem Lockdown

Im Inforadio des Senders RBB hat Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci erklärt, dass das Infektionsgeschehen in Berlin kaum noch nachzuvollziehen sei. Man könne die Fälle nicht mehr einzelnen Ausbrüchen zuordnen. Deswegen müssten die allgemeinen Corona-Regeln durchgesetzt werden wie reduzierte Kontakte, Maskenpflicht und Abstand halten. Sonst stehe ein Lockdown vor der Tür, so die SPD-Politikerin.

Einen einen zeitlich begrenzten bundesweiten Lockdown lehnt Kalayci jedoch ab. Das hatte der Bezirksbürgermeister von Pankow, Sören Benn (Linke), vorgeschlagen. Man müsse auch die sozialen und wirtschaftlichen Folgen bedenken. Deshalb müsse unbedingt ein zweiter Lockdown abgewendet werden.

In Berlin gilt ab Samstag eine erweiterte Maskenpflicht - unter anderem auf zehn besonders belebten Straßen. Außerdem dürfen sich privat weniger Menschen in Innenräumen treffen.

7.25 Uhr: Polizeieinsatz wegen Coronahilfen-Betrug in Kreuzberg

Seit dem Morgen findet in Kreuzberg ein Einsatz des Landeskriminalamtes (LKA) statt. Unterstützt werden die Beamten von einer Einsatzhundertschaft der Polizei. Sie setzen mehrere Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug im Zusammenhang mit Corona-Hilfen durch. Insgesamt sind rund 150 Polizisten im Einsatz.

6 Uhr: Weihnachtsmärkte in Brandenburg unter besonderen Bedingungen

Absperrungen, Einlasskontrollen und Alkoholverbot? Die Weihnachtsmärkte in Brandenburg werden in diesem Jahr anders stattfinden als gewohnt - wenn sie denn überhaupt stattfinden. Viele Städte und Gemeinden haben aus Sorge um die Gesundheit der Besucher die traditionelle Veranstaltung um die Adventszeit abgesagt. Manche überlegen sich Alternativkonzepte.

  • Potsdam hat sich am Dienstag nach langem Hin und Her dazu entschlossen, den Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ an der Brandenburger Straße in der Innenstadt abzusagen. „Mit der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen ist es überhaupt nicht vereinbar, sich durch lange Einkaufsstraßen zu schlängeln, zu denen man keine Eingangsbeschränkungen haben kann“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Derzeit überlege man, ob es eine Alternative an einem anderen Ort geben kann, wo bestimmte Hygienekonzepte umsetzbar seien und man mit Gittern den Einlass von Gästen kontrollieren könne, sagte Brunzlow. Möglich ist demnach auch ein Alkoholverbot.
  • In Cottbus denkt man nach Stadtangaben über vieles nach, was den Weihnachtsmarkt dieses Jahr möglich macht. Ob auch ein Alkoholverbot dazu gehört, sei jedoch noch offen, so Sprecher Jan Gloßmann. Der Weihnachtsmarkt soll stattfinden - „allerdings immer mit Blick auf das dann aktuelle Infektionsgeschehen“, angepasstem Hygienekonzept und vor allem Abstandsregeln und Besuchersteuerung.
  • Unsicherheit herrscht noch in Frankfurt (Oder). Der Stadtverwaltung liege ein Antrag auf Durchführung eines Weihnachtsmarktes vor, teilte die Stadt mit. Das Prüfverfahren laufe noch. Auch über Alternativkonzepte berate man sich. Möglicherweise könnte die Veranstaltung entzerrter über die Stadt verteilt stattfinden.
  • In Oranienburg wird es keinen adventlichen Budenzauber geben. Zumindest der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz fällt nach Stadtangaben aus. Mit der Veranstaltung „Winterträume im Advent – Lichtkunst und Kulinarik im Schlosspark“ soll es vom 4. bis zum 13. Dezember eine Alternative geben. Alkohol soll dort - zumindest bislang -erlaubt sein.
  • Auch am traditionsreichsten Ort Himmelpfort soll es dieses Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben. Der Weihnachtsmann halte allen Kindern trotz Corona die Treue, so Anke Blenn, Sprecherin der Deutschen Post DHL. Er reise wie gewohnt Mitte November 2020 vom Nordpol nach Himmelpfort, um dort mit seinen 20 Helferinnen die Wunschzettel der Kinder zu beantworten. Ein Besuch des Weihnachtsmannes und eine öffentlich zugängliche Weihnachtspostfiliale werde es aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus in diesem Jahr aber nicht geben.
  • Anders in Bernau bei Berlin: Die Stadt plant nach eigenen Angaben in der Innenstadt einen Weihnachtsmarkt - unter den gegebenen Bestimmungen. Um dichtes Gedränge zu vermeiden, soll der Markt in diesem Jahr von vier auf zehn Tage (4. bis zum 14. Dezember) verlängert und auch räumlich entzerrt werden. Aus Sicht von Bernaus Bürgermeister André Stahl ist es „das falsche Signal, weiterhin alle Veranstaltungen mit der Begründung der Pandemie abzusagen“. „Das schürt bei den Menschen zunehmend Frustration und befördert die Entstehung illegaler Partys und Treffen.“

Die Industrie- und Handelskammer Potsdam ermutigt Veranstalter und Betreiber von Weihnachtsmärkten und Stadtfesten, ihre Veranstaltungen nicht vorschnell abzusagen. Man wende sich jetzt an zahlreichen Entscheidungsträger in der Region und wolle dazu animieren, gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft passende Lösungen für die Wintersaison zu finden, so IHK-Präsident Peter Heydenbluth. Die Kammer habe konkrete Vorschläge zusammengefasst, um hygienekonforme Veranstaltungen zu ermöglichen. Dazu gehörten Fördermittel für moderne Raumfiltersysteme und verlängerte Öffnungszeiten.

5.30 Uhr: Ganztagsunterkünfte für Obdachlose vor der Öffnung

Die im Frühjahr wegen der Pandemie eingeführten Obdachlosen-Quartiere könnten bei einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen wieder geöffnet werden. „Sollte es weitere Einschränkungen geben, würden wir die 24/7-Unterkünfte wieder einführen“, sagte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke). Darüber habe sie mit Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) gesprochen.

Seit Anfang Oktober haben die ersten Einrichtungen der Kältehilfe wieder geöffnet, in denen obdachlose Menschen etwa im Warmen übernachten können. Die Platzzahl von anfangs 500 soll nach und nach auf 1000 gesteigert werden. Es gelten Abstands- und Hygieneregeln. Erstmals gezählt wurden in Berlin im Januar rund 2000 Obdachlose.

+++ Dienstag, 20. Oktober +++

20.56 Uhr: Kalayci: Maskenverweigerer müssen mit Bußgeld rechnen

Auch mit der Ausweitung der Maskenpflicht auf belebte Straßen und Märkte in Berlin hält Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) Kontrollen der Behörden für machbar. Sie sagte am Dienstagabend in der Sendung Rbb-Spezial: „Die Ordnungsämter sind sehr stark dabei, zu kontrollieren.“ Maskenverweigerer auf diesen Straßen und Plätzen müssten mit einem Bußgeld rechnen. „Wenn man der Pflicht nicht nachkommt, muss man davon ausgehen, dass man auch erwischt wird“, sagte Kalayci. Sie sprach davon, dass Bußgelder von 50 bis 500 Euro möglich seien.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschloss der Senat am Dienstag eine Maskenpflicht für Wochen- und Weihnachtsmärkte, für zehn besonders belebte Einkaufsstraßen wie Ku'damm und Friedrichstraße, für Shoppingmalls und Warteschlangen. Das soll von diesem Samstag an gelten.

„Der Lockdown steht vor der Tür, es ist nicht mehr weit weg, auch in Berlin“, sagte Kalayci im sender RBB weiter. „Wir müssen jetzt definieren, was ist uns wichtig und worauf können wir verzichten.“ Sie nahm etwa Bezug auf den Schulunterricht, der nach den Herbstferien weitergehen soll. „Bildung ist nun mal wichtig, aber man kann andere Treffen vermeiden.“

20.04 Uhr: Durchschnittlich 34.179,87 Euro Corona-Hilfe für Clubs

66 Anträge von Berliner Clubbetreibenden auf Corona-Hilfe sind eingegangen. Eine detaillierte Auflistung der Clubs geht aus einer schriftlichen Anfrage des Abgeordneten Georg P. Kössler (Grüne) vom 24. September hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Zu den sieben Clubs, die bereits im ersten Bewilligungsausschuss am 17. September eine Zusage bekommen haben, gehören demnach die Kater Club GmbH, die about blank eG und die Hafenbar Berlin GmbH, der zweite Bewilligungsausschuss vom 5. Oktober kam weiteren zwölf Clubs, Konzertvenues sowie clubkulturellen Festivals beziehungsweise Reihen zugute, darunter die Junction Bar, die Mensch Meier GmbH und die Javid und Ücel GbR, Betreiber des Beate Uwe. Alle weiteren Anträge wurden und werden in den Bewilligungsausschüssen am 19. und 26. Oktober entschieden.

In beiden Bewilligungsausschüssen wurden durchschnittlich 31.572,94 Euro gezahlt, nur an Clubs durchschnittlich 34.179,87 Euro. Zwischen beantragtem und bewilligtem Betrag gab es durchschnittlich eine Differenz in Höhe von 4.831,19 Euro. Mehr dazu lesen Sie HIER.

19.34 Uhr: Hochschulen setzen wegen Coronakrise wieder auf digitale Lehre

Als Folge des Anstiegs der Corona-Infektionen müssen Studierende an Berliner Hochschulen jetzt wieder auf digitale Lehrangebote setzen. Im Wintersemester soll ein Studium vor Ort mit sogenannten Präsenzveranstaltungen die Ausnahme sein. Die Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Hochschulen und die Senatskanzlei - Wissenschaft und Forschung - teilten am Dienstag mit, der Anteil digitaler Lehre werde im Wintersemester wieder erhöht, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Noch im September war es der Plan, dass Studentinnen und Studenten trotz der Corona-Pandemie möglichst viel vor Ort an den Hochschulen sein können. Der Senat beschloss am Dienstag verschärfte Auflagen wegen der gestiegenen Infektionszahlen.

16.54 Uhr: Berliner Senat will Sperrstunde gerichtsfest machen

Nach einer ersten juristischen Niederlage will der Berliner Senat die zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängte Sperrstunde gerichtsfest machen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung an. Geplant seien eine Verordnung und eine Gesetzesänderung, um bei der nächtlichen Sperrstunde nebst Ausschankverbot für Alkohol sowohl für die Gastronomie als auch für Spätverkaufsstellen „nachzuschärfen“.

Die Sperrstunde für Gastronomie und Handel gilt seit 10. Oktober in der Zeit von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Alle Gastronomiebetriebe sowie fast alle Geschäfte müssen dann schließen. Die Sperrstunde könnte allerdings noch juristisch gekippt werden. Denn das Verwaltungsgericht Berlin hatte am vergangenen Freitag entschieden, dass sie einer rechtlichen Überprüfung nicht standhalte. Zumindest die elf Wirte, die das Gericht angerufen hatten, müssen sie nun nicht mehr einhalten. Der Senat legte Beschwerde ein. Wann das Oberverwaltungsgericht darüber entscheidet, ist noch offen.

16.37 Uhr: Müller sieht wegen Corona „besorgniserregende Situation“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat den Anstieg der Corona-Infektionen als „besorgniserregende Situation“ bezeichnet. „Jenseits eines Lockdowns hat die Politik nicht mehr viele Möglichkeiten, Maßnahmen zu beschließen, die genau das verhindern“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Jetzt bestehe wohl die letzte Chance, „uns die erkämpften Freiheiten der letzten Monate zu bewahren“, fügte er mit Blick auf Senatsbeschlüsse zur Ausweitung der Maskenpflicht und der Kontaktbeschränkungen hinzu. Es komme nun auf die Disziplin jedes einzelnen an, die Regeln umzusetzen. „Wenn wir es nicht schaffen, die Infektionszahlen zu bremsen, wird es weitere Einschränkungen geben müssen.“ Müller hielt die Corona-Grafikseite der Berliner Morgenpost während der Pressekonferenz hoch, um die Dringlichkeit der Situation zu verdeutlichen.

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15.59 Uhr: 822 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 93,8, R-Wert auf Gelb

In Berlin haben sich 822 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung hervor. Das ist der höchste registrierte Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Zuletzt galt ein Plus von 706 Fällen am 13. Oktober als bislang höchster Tageswert bei den Neuinfektionen.

Zwei weitere Menschen sind mit Covid-19 gestorben, die Zahl der Todesopfer steigt auf 243. Insgesamt haben sich damit seit Beginn der Pandemie 22.726 Menschen mit Sars-Cov-II infiziert, 16.759 gelten als genesen. Momentan infiziert sind damit in Berlin 5724 Menschen.

Die meisten Neuzugänge vermeldet Mitte (+217), gefolgt von Neukölln (+183) und Tempelhof-Schöneberg (+109). Die Inzidenz, also die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen steigt auf 93,8, die entsprechende Corona-Ampel steht auf Rot. Der R-Wert liegt bei 1,11, die Ampel steht auf Gelb. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten beträgt 6,4 Prozent, die Ampel steht auf Grün.

Die Inzidenz für jeden Bezirk finden Sie hier.

15.42 Uhr: Berlin führt Maskenpflicht für belebte Straßen und Märkte ein

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen die Menschen in Berlin verstärkt eine Maske tragen. Der Senat beschloss am Dienstag eine Maskenpflicht für Bereiche, in denen ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht einzuhalten sei. Das kündigte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei der Senatspressekonferenz an. Das betrifft Wochenmärkte, Flohmärkte, Weihnachtsmärkte, besonders belebte Einkaufsstraßen, Shoppingmalls und Warteschlangen. Konkret sind folgende Straßen betroffen: Tauentzien, Wilmersdorfer Straße, Kurfürstendamm, Altstadt Spandau, Schloßstraße, Bergmannstraße, Friedrichstraße, Karl-Marx-Straße, Bölschestraße und Alte Schönhauser Straße.

Zunächst hatten sich die Senatsmitglieder lediglich auf eine dringende Empfehlung verständigt: Jede Person sei „angehalten“, dort Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht einzuhalten sei. Im Verlauf der Sitzung sei hier jedoch noch einmal nachjustiert worden, hieß es.

"Wir haben gemerkt, dass es auf den Märkten immer sehr voll ist", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im Anschluss Deshalb habe man die Maskenpflicht ausgeweitet, auch auf die belebten Straßen. Zudem gelte die Empfehlung, immer dort, wo es eng werde, eine Maske zu tragen.

Auch die Regeln für private Feiern werden weiter verschärft. Draußen dürfen sich statt 50 nur noch 25 Menschen treffen, in privaten Bereichen gelte jetzt die allgemeine Regel eigener Haushalt plus fünf Personen oder zwei Haushalte, so Kalayci weiter.

Zur Sperrstunde sagte Müller, dass diese bis auf die vier klagenden Wirte weiter gelte. Man wolle sie jetzt absichern durch eine Verordnung und eine gesetzliche Grundlage.

"Ich möchte einen Lockdown verhindern", sagte Müller zum Vorschlag des Pankower Bürgermeisters für einen temporären Lockdown.

15.29 Uhr: Stübgen: Verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Verordnung

Zur Durchsetzung und Einhaltung der ausgeweiteten Corona-Beschränkungen in Brandenburg hat Innenminister Michael Stübgen (CDU) verstärkte Kontrollen angekündigt. Sie sollen Anfang November beginnen. Die Polizei unterstütze die Gesundheitsämter und Ordnungsämter dabei, wann immer es gehe, sagte Stübgen am Dienstag in Potsdam. Zudem werden Polizisten gemeinsam mit den Landkreisen an bestimmten Tagen Schwerpunktkontrollen durchführen - auch, um ein klares Signal zu geben, dass die Verordnung „kein Spaß“ sei, sondern dass es darum gehe, einen zweiten Lockdown zu verhindern.

Auch die Bundespolizei wird Stübgen zufolge vermehrt bei der Kontrolle der Maskenpflicht unterstützen. Die Frage nach einer zweiten Corona-Welle stelle sich längst nicht mehr, es gehe nur noch um das Ausmaß und ob das Schlimmste abgewendet werden könne, warnte der Minister. „Brandenburg ist gut durch die erste Infektionswelle gekommen. Mit Vernunft und Disziplin schaffen wir das auch ein zweites Mal.“

15.16 Uhr: Sechs Alba-Spieler mit Corona infiziert

Nachdem sich ein Spieler der Basketballer von Alba Berlin mit dem Coronavirus infiziert hatte, sind nun fünf weitere Mannschaftsmitglieder positiv getestet worden. "Alle sechs wurden isoliert und stehen unter kontinuierlicher medizinischer Beobachtung", teilte der Club mit. Die Fälle seien der zuständigen Gesundheitsbehörde gemeldet worden, die nun über die weitere Vorgehensweise entscheide. Alle Spieler, die mit auf der Reise zum Auswärtsspiel nach Moskau waren, befinden sich in Quarantäne. Das für Donnerstagabend geplante Euroleague-Heimspiel gegen TD Systems Baskonia Vitoria-Gasteiz wurde von der Euroleague abgesagt.

15.06 Uhr: Brandenburg beschließt Alkoholverbot und Begrenzung von Feiern

In Brandenburg gelten in Regionen mit hohen Infektionszahlen künftig schärfere Begrenzungen für private Feiern und ein nächtliches Ausschankverbot. Dies kündigte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Potsdam an.

Gestrichen wurde vom Kabinett in der Umgangsverordnung allerdings das umstrittene Beherbergungsverbot für Menschen aus deutschen Risikogebieten in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen. Dies hatte Nonnemacher bereits angekündigt, nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg dieses Verbot am vergangenen Freitag gekippt hatte.

Beschlossen wurde vom Kabinett, dass ab 35 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in diesen Landkreisen und kreisfreien Städten nur bis zu 25 statt derzeit 50 Menschen in öffentlichen Räumen und 15 statt 25 Menschen zuhause privat feiern dürfen. Für Kneipen, Restaurants und Gaststätten gilt ein Ausschankverbot für Alkohol von 23 Uhr bis 6 Uhr. Dies würde bislang die Landkreise Oder-Spree, Prignitz und Spree-Neiße sowie die Städte Potsdam und Frankfurt (Oder) betreffen, wo die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über den kritischen Wert von 35 gestiegen ist.

Cottbus ist mit einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 87,3 bereits Corona-Risikogebiet. Ab einem Wert von 50 dürfen sich in den betroffenen Regionen nach den Beschlüssen nur noch bis zu zehn Menschen in der Öffentlichkeit treffen. Für Feiern sollen die Obergrenzen auf zehn Menschen in öffentlichen Räumen und zehn von bis zu zwei Haushalten in Privaträumen sinken. Auf belebten öffentlichen Plätzen und in Einkaufszentren können Kommunen eine Maskenpflicht erlassen. Und auch dort gilt das nächtliche Ausschankverbot.

Ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen dürfen an Veranstaltungen in Außenbereichen nur noch zeitgleich 250 Menschen teilnehmen, in Räumen nur noch 150. Ab dem Wert 50 sind nur noch 150 Gäste zeitgleich draußen oder 100 in Innenbereichen zulässig.

14.57 Uhr: Derzeit 100 Infektionen in Berliner Pflegeheimen bekannt

In Berliner Seniorenheimen ist derzeit bei 47 Bewohnern und 53 Mitarbeitern eine Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Betroffen sind nach Angaben der Gesundheitsverwaltung vom Dienstag 34 Pflegeeinrichtungen. Seit Ende März wurden demnach Infektionen bei insgesamt 368 Bewohnern und 227 Mitarbeitern gemeldet.

Das Pflegeheim in Tempelhof-Schöneberg, das Mitte September geschlossen werden musste, ist inzwischen wieder in Betrieb. Die Bewohner seien seit dem 8. Oktober schrittweise wieder in das Haus zurückgekehrt, hieß es. Das Heim war nach Infektionen bei Bewohnern und Pflegern vorübergehend geschlossen worden, weil die Betreuung nicht mehr gewährleistet werden konnte.

14.55 Uhr: Berliner Clubverband - Maskenpflicht wäre eine Zwischenlösung

Der Dachverband der Berliner Clubs hält die derzeit diskutierte Maskenpflicht beim Tanzen für eine Zwischenlösung, sofern der Raum ausreichend belüftet wird. „Da aber Abstandsregeln schwer einzuhalten sind, erhoffen wir uns einen zusätzlichen Schutz durch Schnelltests“, erklärte der Sprecher der Clubcommission, Lutz Leichsenring, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. „Wir arbeiten aktuell daran, Testbereiche in Nachtleben-Hotspots einzurichten.“ Die Berliner Clubs sind seit Monaten in der Corona-Zwangspause und kämpfen ums Überleben, sie sehen sich zu Unrecht in der Rolle des Sündenbocks in der Pandemie. Manche haben ihre Außenflächen geöffnet.

In den Berliner Clubs wurde seit den Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen im Juli ein Ausbruch mit acht Virus-Fällen bekannt. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage hervor. Die Berliner Grünen sehen die Clubs vor diesem Hintergrund zu Unrecht als Verantwortliche für die steigenden Infektionszahlen abgestempelt.

14.39 Uhr: Steglitz-Zehlendorf wird weiter Kontaktpersonen nachverfolgen

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf wird die Kontaktpersonennachverfolgung nicht einstellen. „Das ist nach wie vor das wichtigste Mittel der Eindämmung“, sagt Gesundheitsstadträtin Carolina Böhm (SPD) am Dienstag auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Auch in Steglitz-Zehlendorf sei die Lage sehr angespannt. „Wir sind zwar bezüglich der Neuinfektionen weit von Neukölln entfernt“, so die Stadträtin. Dennoch seien die Nachverfolgungen weitaus umfangreicher als im Frühjahr und würden viel mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Die Beschäftigten seien sehr belastet. „Wir sind beständig dabei, Verstärkung zu organisieren, aber die Einarbeitung nimmt dann wieder Ressourcen in Anspruch, die anderswo fehlen“, erläutert Carolina Böhm.

13.49 Uhr: Bezirk Mitte kündigt Strategiewechsel an

Mittes Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) kündigt einen Wechsel der Corona-Strategie in Mitte an, sollte die vom Senat verhängte Sperrstunde keine Wirkung zeigen. „Wer jetzt noch feiert, handelt vollkommen unverantwortlich gegenüber der Gesellschaft“, sagt Gothe der Berliner Morgenpost.

Die Situation im Bezirk sei „extrem angespannt“. Eine Kontaktnachverfolgung sei kaum noch möglich und die unsichtbare Verbreitung des Coronavirus werde immer größer. Sollte die Zahl der Infizierten in der kommenden Woche nicht abflachen, könne man sich künftig nur noch auf Risikogruppen und das Personal an Krankenhäusern und Schulen konzentrieren.

13.20 Uhr: Berliner Senat verständigt sich auf Masken-Empfehlung

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen die Menschen in Berlin auch im öffentlichen Raum verstärkt eine Maske tragen. Der Senat verständigte sich am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf eine entsprechende dringende Empfehlung. Jede Person sei „angehalten“, dort Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht einzuhalten sei, hieß es.

Das betreffe etwa Märkte, Einkaufsstraßen oder Warteschlangen. In überdachten Shoppingmalls soll die Maskenpflicht, die schon länger für Geschäfte gilt, auf die Gänge ausgeweitet werden. Verpflichtend soll die Maske hingegen in überdachten Shoppingmalls werden. Was schon länger für Geschäfte gilt, wird nun also auf die Gänge ausgeweitet.

13.08 Uhr: Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf am Limit

Die zahlreichen Meldungen von Corona-Fällen bringt das Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf zur Zeit „an den Rand der Kapazitäten“, wie Arne Herz (CDU), stellvertretender Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, mitteilt. „Wir haben trotz der Unterstützung der Bundeswehr sowie weiterer zusätzlicher Kräfte eine zeitliche Verzögerung bei der Information und Kontaktaufnahme der positiv getesteten Fälle“, so Herz. Die Kontaktaufnahme und damit die Nachverfolgung der Infektionsketten finde dennoch statt.

Tagesaktuell könnten Betroffene jedoch nicht mehr informiert werden. Die Laborkapazitäten für die Testung von Corona-Fällen sind ausgelastet, das Amt wartet laut Herz „zwei bis drei Tage“ auf die Befunde. Das sorge für eine längere Wartezeit bei Betroffenen, „ohne dass dies der Arbeit der Gesundheitsämter geschuldet ist".

Über die Frage, ob im Kampf gegen das Coronavirus auch Kontaktbeschränkungen verschärft werden sollen, beriet der Senat am Nachmittag zunächst noch. Eine für 13 Uhr geplante Pressekonferenz wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Seit kurzem gilt bereits, dass sich zwischen 23 und 6 Uhr nur noch maximal fünf Menschen gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten dürfen - oder Angehörige zweier Haushalte. Ob diese Regelung oder eine ähnliche künftig auch tagsüber gelten soll, war noch offen.

Eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes greift bisher neben Geschäften bereits in Bussen und Bahnen, in Büros, in Gaststätten abseits des Tisches oder in Schulen - hier allerdings nur außerhalb des Unterrichts und auch nicht auf dem Pausenhof.

13.04: Pankows Bürgermeister fordert temporären Lockdown

Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) schlägt eine neue Maßnahme vor, um die Spirale aus steigenden Corona-Fallzahlen und Überforderung zu durchbrechen: einen gezielten Lockdown im November. Es gehe darum, das öffentliche Leben „prophylaktisch, gezielt und zeitlich klar begrenzt“ herunterzufahren, um die Infektionszahlen einzudämmen, sagt Benn. „Solange ein Lockdown als Katastrophe und Drohkulisse anstatt als Instrument markiert wird, kommen wir um einen ungeplanten langen wohl kaum herum“, schreibt Benn bei Twitter. Mehr dazu lesen Sie hier.

12.57 Uhr: Opposition fordert Beteiligung des Landtags

Die Oppositionsfraktionen Linke und Freie Wähler fordern eine Beteiligung des Brandenburger Landtags bei künftigen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. „Jede Änderung der Corona-Regeln ist bislang ohne parlamentarische Beteiligung vollzogen worden - das ist verfassungsrechtlich bedenklich“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Thomas Domres. Seine Fraktion habe bereits ein entsprechendes Beteiligungsgesetz zum Infektionsschutz im Hauptausschuss eingebracht. „In der Anhörung hielten alle Experten reine Kabinettsbeschlüsse für bedenklich“, sagte Domres.

Auch die Freien Wähler fordern die Beteiligung des Parlaments. Fraktionschef Péter Vida verwies auf das Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten im Inland, das vergangenen Freitag vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gekippt wurde. „Wenn bei so schwerwiegenden Grundrechtseingriffen Fehler gemacht werden, muss man Instrumente schaffen, um diesen vorzubeugen“, betonte er. Dafür sei eine notwendige Zustimmung des Gesundheitsausschusses im Landtag geeignet, um Entscheidungen auf eine breitere Grundlage zu stellen.

12.31 Uhr: Mitte ermöglicht Gastwirten Heizstrahler

Nach einigen anderen Berliner Bezirken erlaubt nun auch Mitte seinen Gastwirten, im Herbst und Winter Heizanlagen in Außenbereichen aufzustellen. Bis 31. März 2021 werde der Einsatz von möglichst umweltverträglichen Wärmequellen und Heizflächenstrahlern geduldet, teilte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) mit. Das gelte jedoch nicht für gasbetriebene Heizpilze. Erlaubt wird Gastwirten demnach auch, genehmigte Flächen für die Außengastronomie zu befestigen und etwa Pavillons aufzustellen. Die Behörden bezeichnen das als „Einhausung“.

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Eigentlich gelten Außenheizanlagen, vor allem Heizpilze, als extrem schädlich für die Umwelt und sind in einigen Berliner Bezirken eigentlich verboten. Gastronomen, deren Existenz wegen der Corona-Krise bedroht ist, versprechen sich davon, zumindest das aktuelle Umsatzniveau auch in der kalten Jahreszeit zu halten. Gäste, die wegen Ansteckungsgefahren ungern im Lokal sitzen wollen, könnten dann draußen sitzen - so die Idee. Unter anderen haben Neukölln und Reinickendorf bereits ähnliche Regelungen getroffen wie nun Mitte.

11.40 Uhr: 74 neue Fälle in Brandenburg

In Brandenburg sind innerhalb eines Tages wieder mehr neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Von Montag auf Dienstag seien 74 neue Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Von Sonntag auf Montag seien es 58 neue Fälle gewesen. Derzeit werden 88 Patienten wegen Covid-19 im Krankenhaus (+12) behandelt, sieben werden intensivmedizinisch beatmet. 1126 Personen seien aktiv erkrankt (+19), hieß es. 182 Menschen starben in Zusammenhang mit einer Infektion: zwei mehr als am Montag gemeldet.

7.50 Uhr: Berliner Band Die Ärzte sorgt sich um die Kulturszene

Die Berliner Punkband Die Ärzte sorgt sich um die Zukunft der Kulturszene in der Coronakrise. Veränderungen seien schwer abzusehen und eine Frage der Zeit. „Wenn das noch zwei Jahre geht, wird es keine Clubs mehr geben“, sagte Gitarrist Farin Urlaub der Deutschen Presse-Agentur vor Veröffentlichung des neuen Albums „Hell“ (VÖ 23.10.). „Dann wüsste ich nicht, wo der Nachwuchs herkommen soll. Auf welcher Bühne soll der dann groß werden?“

Die Ärzte hatten bereits mit einer Spendenaktion um Unterstützung für Berliner Clubs geworben. „Eine Welt ohne Kultur, in der möchte ich nicht leben müssen“, sagte Farin nun.

6 Uhr: Berliner Amtsärzte fordern Strategiewechsel bei Pandemie-Bekämpfung

Der Amtsarzt des Bezirks Reinickendorf, Patrick Larscheid, plädiert für ein anders Vorgehen in der Pandemie angesichts steigender Corona-Neuinfektionen. Er fordert, sich bei der Nachverfolgung der Infektionsketten mehr auf die Risiko-Gruppen zu konzentrieren, z.B. in Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Angesichts von Infektionszahlen, die "man noch vor Wochen für utopisch" gehalten habe, müsse man sich nun umorientieren, sagte Larscheid dem Sender RBB. Man könne nicht mehr jede einzelne Infektion zurückverfolgen. Schulen, Kitas, Geschäfte und Restaurants müssten offen bleiben.

5.30 Uhr: Senat berät über Vorgehen in Corona-Krise - neue Beschränkungen?

Der Berliner Senat berät am Dienstag (13 Uhr) angesichts steigender Infektionszahlen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Diskutiert wird nach Angaben aus Senatskreisen über die Frage, ob eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen nötig ist. Auch um eine Maskenpflicht wird es gehen: Die könnte dem Vernehmen nach künftig für Wochenmärkte oder für Shoppingmeilen gelten, in denen Abstandsregeln kaum einzuhalten sind. Bisher müssen die Menschen etwa in Bus und Bahn, in Geschäften oder in Büros einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

+++ Montag, 19. Oktober 2020 +++

19.49 Uhr: BER-Eröffnungsgala abgesagt

Die für den 30. Oktober angesetzte BER-Eröffnungsgala des Schönefelder Gewerbevereins ist wegen der steigenden Infektionszahlen abgesagt worden. Das berichtet die BZ. In einer 7000 Quadratmeter großen Messe-Halle des Flughafens sollte mit 750 Gästen gefeiert werden. „Wegen des unabwägbaren Infektionsrisikos haben wir die Gala auf unbestimmte Zeit verschoben“, sagte Vize-Vereinschef Michael Wuscher der Zeitung.

19.28 Uhr: Brandenburger Kabinett entscheidet über schärfere Corona-Regeln

Angesichts steigender Infektionszahlen entscheidet die Brandenburger Landesregierung am Dienstag über Verschärfungen bei den Corona-Beschränkungen. Wie in der vergangenen Woche bei der Konferenz der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verabredet, sollen private Feiern deutlich eingeschränkt werden. Gestrichen werden soll dagegen das Beherbergungsverbot für Menschen aus Risikogebieten. Dieses Verbot war vergangenen Freitag vom Oberverwaltungsgericht gekippt worden.

Geplant ist, dass ab 35 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche in diesen Landkreisen und Großstädten nur bis zu 25 statt derzeit 50 Menschen in öffentlichen Räumen und 15 statt 25 Menschen zuhause privat feiern dürfen. Dies würde bislang die Landkreise Elbe-Elster, Oder-Spree, Prignitz, Spree-Neiße, Teltow-Fläming sowie die Stadt Frankfurt (Oder) betreffen, wo die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über den kritischen Wert von 35 gestiegen ist.

19.11 Uhr: Corona-Fälle nehmen auch in Berliner Kitas zu

Am Montag, so die Zahlen aus der Senatsverwaltung für Bildung, seien berlinweit 27 Kitas aufgrund von Corona-Fällen geschlossen gewesen, dazu noch 33 weitere Kitagruppen. Noch am Freitag waren sogar 33 Kitas geschlossen, dazu noch 35 Gruppen. Bei mehr als 2700 Kitas in der Stadt ist das nur ein marginaler Wert. Rechnet man geschlossene Kitas und Kitagruppen zusammen, ergibt das knapp 2,5 Prozent. Allerdings ist die Frage, ob alle Fälle darin erfasst sind. Denn für viele Kitaleitungen ist es anfangs schwierig, Ansprechpartner beim Gesundheitsamt zu finden. Mehr dazu lesen Sie HIER.

16.48 Uhr: Teilöffnung des ICC gefordert

Die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linken, Katalin Gennburg, hat gefordert, dass das stillgelegte Kongresszentrum ICC in der Corona-Krise teilweise für die Kunst und Kultur geöffnet werden soll. Das berichtet der RBB. Gennburg stellte demnach auch eine parlamentarische Anfrage an den Senat. Dieser schließt aber eine Teilöffnung aus und begründet es damit, dass seit der Stilllegung im Mai 2014 die baurechtliche Betriebsgenehmigung ruht. Mehr dazu lesen Sie HIER.

16.04 Uhr: 476 Neuinfektionen in Berlin - Inzidenz bei 89,2

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 241. 476 neue Infektionen wurden bestätigt, 302 waren es gestern. 5245 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 5084 waren es gestern. 16.418 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 67, ein Patient mehr als gestern. Insgesamt liegen 296 Menschen in Krankenhäusern, zwölf Personen mehr als gestern gemeldet. Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,20 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 89,2 weiter auf Rot, die Ampel für die freien Intensivbetten steht auf Grün.

15.20 Uhr: Venus findet dieses Jahr virtuell statt

Die Erotikmesse Venus findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie virtuell statt. Vom 22. bis 25. Oktober können Fans auf einer virtuellen Messeplattform vorbeischauen. Die Idee zu dem Alternativ-Event sei früh entstanden. Versprochen werden Shows und Chats. 2021 soll die Venus Berlin dann wieder in den Messehallen stattfinden. Sie feiert dann 25-jähriges Bestehen.

15.08 Uhr: Experten - Gefahr der Überschuldung wächst

Führende Wirtschaftsvertreter in Brandenburg warnen vor einer Überschuldung mittelständischer Unternehmen in der Corona-Pandemie. In einem Positionspapier wandte sich die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHK) deshalb an die zuständigen Ministerien. Der Mittelstand benötige Unterstützung bei der Stärkung seines Eigenkapitals, forderte der Cottbuser IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle für die Landesarbeitsgemeinschaft am Montag. Bei etwa jedem zweiten Unternehmen in Deutschland habe die Pandemie zu einem Rückgang beim Eigenkapital geführt, da Umsatzeinbrüche mit frischem Geld hätten ausgeglichen werden müssen.

15.07 Uhr: Zoll findet Schutzmaske aus Krokodilleder

Der Zoll hat in Speyer eine Schutzmaske aus Krokodilleder in einem Päckchen auf dem Weg nach Berlin entdeckt. Die Sendung aus den USA sei bei der internationalen Frachtstation in Speyer angekommen und an einen Empfänger in der Hauptstadt adressiert gewesen, teilte der Zoll am Montag mit. Beamte hätten die Ledermaske bei einem routinemäßigen Check im September gefunden.

Laut Zoll sind Krokodile durch den internationalen Handel bedroht und werden durch das Washingtoner Artenschutzabkommen besonders geschützt. Der Handel mit Krokodil-Produkten ist daher nur mit Genehmigung möglich. Eine Einfuhrgenehmigung habe der Empfänger jedoch nicht vorlegen können, sagte eine Behördensprecherin. Ob dem Berliner nun rechtliche Konsequenzen drohen, war zunächst offen. Das entscheide das Bundesamt für Naturschutz.

11.51 Uhr: Weniger Neuinfektionen in Brandenburg gemeldet

In Brandenburg sind innerhalb eines Tages weniger neue Ansteckungen mit dem Corona-Virus gemeldet worden. Von Sonntag zu Montag berichtete das Gesundheitsministerium von 58 neuen Fällen. Einen Tag zuvor es noch 113 neue Infektionen, am Samstag wurden 136 Ansteckungen registriert. Aktuell werden 76 Personen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt, sechs davon werden intensivmedizinisch beatmet. Die Zahl der aktiv Erkrankten stieg um 29 auf 1207.

Damit haben sich seit März 5687 Menschen im Land mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion liegt bei 180. 4300 Menschen gelten als genesen - 29 mehr als einen Tag zuvor.

Allein aus Potsdam wurden elf neue Ansteckungen gemeldet. Die Landeshauptstadt bleibt mit insgesamt 850 Coronavirus-Infektionen landesweit ein Schwerpunkt. Dahinter folgt der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit insgesamt 757 Fällen, davon 13 neue Ansteckungen innerhalb eines Tages. Der Landkreis Oder-Spree meldete 12 neue Fälle, dort stieg die Zahl der Infizierten auf 378.

11.17 Uhr: Woidke - Aufhebung des Beherbergungsverbots falsch

Der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die gerichtliche Aufhebung des Beherbergungsverbotes für Gäste aus Corona-Risikogebieten im Land als falsches Signal bezeichnet. Deutschland stehe am Beginn eines exponentiellen Wachstums, betonte Woidke im ARD-Morgenmagazin. Sein Land habe diese Regelung bereits im Juni eingeführt. Das Beherbergungsverbot sei nach einer Ministerpräsidentenkonferenz im Mai beschlossen worden, in einer Zeit der allgemeinen Lockerungen. Dies sei vorsorglich geschehen, um Risiken einer Ansteckung ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen unter 100 000 Menschen binnen sieben Tagen zu vermeiden. Es sei bedauerlich, wenn jetzt so diskutiert werde, als wäre das erst vor drei Tagen eingeführt worden.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte am Freitag zwei Eilanträgen eines Hotels und einer Vermieterin von Ferienwohnungen gegen das Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten stattgegeben.

10 Uhr: Bezirk Lichtenberg setzt Soldaten im Gesundheitsamt ein

Um die coronabedingten Mehraufgaben im Lichtenberger Gesundheitsamt zu bewältigen, hatte sich das Bezirksamt entschieden, aktuell bis zu 12 Unterstützungskräfte der Bundeswehr einzusetzen. Diese stehen zunächst bis zum 2. November 2020 zur Verfügung und würden dann durch andere Soldatinnen und Soldaten ersetzt, teilte das Bezirksamt am Montag mit. Zudem soll das Ordnungsamt die Polizei verstärkt dabei unterstützen, die Einhaltung der Sperrstunde zu kontrollieren. Die Dienstzeiten des Außendienstes würden deshalb bis 2 Uhr nachts ausgeweitet.

8.50 Uhr: Senat erarbeitet Hygienekonzept für Weihnachtsmärkte

Trotz steigender Infektionszahlen und einer geplanten Verschärfung der Corona-Einschränkungen will Berlin auch in diesem Jahr Weihnachtsmärkte in der Stadt ermöglichen. Dazu erarbeitet der Senat derzeit ein Konzept, das am Dienstag zusammen mit der neuen Infektionsschutzverordnung beschlossen werden soll. Das Konzept sieht enge Vorgaben für die Durchführung von Weihnachtsmärkten vor. So sollen „ortsangemessene Personenobergrenzen“ festgelegt werden und eine Mund-Nasenschutzpflicht bestehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Sonntag, 18. Oktober 2020 +++

20.40 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci schließt generelle Maskenpflicht nicht aus

Angesichts der weiter steigenden Corona-Neuinfektionen in Berlin hält Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci eine generelle Maskenpflicht für möglich. Das sagte die SPD-Politikerin in der RBB-Abendschau. Wo Abstände im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden können, sei eine Maskenpflicht auch im Freien sinnvoll, so Kalyci.

Die Gesundheitssenatorin appellierte an die Berliner, sich vorsichtig zu verhalten und die Hygieneregeln einzuhalten. Außerdem sollte auf größere Veranstaltungen und Partys verzichtet werden. Am Dienstag berät der Senat über weitere Corona-Maßnahmen.

17 Uhr: 5084 aktuelle Corona-Fälle in Berlin - zwei Todesfälle

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Berlin steigt nach wie vor. Das geht aus dem neuen Lagebericht der Gesundheitsverwaltung hervor. Zwei weitere Menschen starben an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Die Zahl der Todesfälle liegt nun bei 241.

302 neue Infektionen wurden bestätigt, 363 waren es gestern. 5084 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 4993 waren es gestern. 16.104 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 66, fünf Patienten mehr als gestern. Insgesamt liegen 284 Menschen in Krankenhäusern, zwei Personen mehr als gestern gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,19 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen steht mit 86,9 weiter auf Rot, die Ampel für die freien Intensivbetten steht auf Grün.

14.29 Uhr: Nach Corona-Ausbruch - Helios-Klinikum nimmt wieder Patienten auf

Mehr als zwei Wochen nach dem Corona-Ausbruch am Helios-Klinikum in Bad Saarow (Landkreis Oder-Spree) nimmt das Krankenhaus ab Montag schrittweise den Betrieb wieder auf. Zunächst solle die Notaufnahme öffnen, teilte das Klinikum mit. Akute dringende Behandlungen und Entbindungen sind dann wieder möglich. Ab Mittwoch werden Patienten mit aufgeschobenen dringlichen Behandlungen wieder aufgenommen.

Das Klinikum hatte wegen einer Häufung von Corona-Infizierten am 3. Oktober vorläufig keine neuen Patienten aufnehmen oder in andere Krankenhäuser verlegen dürfen. Das Krankenhaus testete in mehreren Testreihen alle Patienten und das Personal auf das Virus. Laut Helios-Klinikum wurden 26 Patienten sowie 41 Mitarbeiter positiv getestet.

13.30 Uhr: Alba-Berlin-Spieler positiv getestet: Erstes Pokalspiel abgesetzt

Das erste Gruppenspiel im deutschen Basketball-Pokal von Titelverteidiger Alba Berlin ist wegen eines positiven Corona-Tests bei einem Spieler des Hauptstadtclubs abgesetzt worden. Über das weitere Vorgehen für die eigentlich am Sonntag (18.00 Uhr) geplante Partie gegen die Basketball Löwen Braunschweig in Bonn werde zu gegebener Zeit informiert, teilte die Liga weiter mit. Mit der Entscheidung wolle man der „übergeordneten gesundheitlichen Verantwortung“ gerecht werden. Eine Entscheidung der zuständigen Gesundheitsbehörde, wie es weitergehe, stehe noch aus.

8 Uhr: Kollatz glaubt nach Corona-Krise an schnelle Erholung der Konjunktur

Finanzsenator Matthias Kollatz geht davon aus, dass Berlin nach dem dramatischen Einbruch der Konjunktur und damit der Steuereinnahmen in der Corona-Krise vergleichsweise schnell wieder auf einen Wachstumspfad zurückfindet. „Wir verlieren, soweit wir das jetzt absehen können, in Anführungsstrichen nur zwei Jahre“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben also das Geld, was wir 2020 haben wollten, erst 2022.“ Auch für die Jahre danach rechne er mit „robustem Wachstum“.

„Aber diese Verzögerung um zwei Jahr bleibt dauerhaft“, fügte Kollatz hinzu. Darauf müsse sich die Politik im Hinblick auf geplante Ausgaben und Investitionen einstellen. Nach aktuellen Daten beträgt das Minus in der Landeskasse gegenüber dem ursprünglichen Haushalt 2020/2021 rund 4,5 Milliarden Euro. Um die Verluste abzufedern, will Rot-Rot-Grün 6,6 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen.

+++ Sonntag, 18. Oktober 2020 +++

18.32 Uhr: Fehler in Verordnung - Doch länger Besuch für kranke Kinder

Wegen eines Fehlers bei den neuen Corona-Besuchsregeln für Krankenhäuser bessert die Senatsverwaltung für Gesundheit ihre Verordnung nach, die dann Lockerungen der Besuchsbeschränkungen für Patienten unter 16 Jahren enthalten wird. Das kündigt Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in einem Brief an die Krankenhäuser an.

In dem Schreiben vom Samstag ist von einem „bedauerlichen Übertragungsfehler“ die Rede. „Es war nicht beabsichtigt, die o.g. strenge Besuchsregelung ohne Rücksicht auf das Alter der Patientinnen und Patienten zu treffen.“ Die Verordnung sah vor, dass Krankenhauspatienten einmal täglich eine Stunde Besuch von einer Person bekommen können. Davon ausgenommen waren etwa Schwerstkranke und Sterbende. Hintergrund sind die steigenden Corona-Fallzahlen.

16.15 Uhr: 363 Neuinfektionen in Berlin, Inzidenz jetzt bei 85,2

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf 240.


363 neue Infektionen wurden bestätigt, 676 waren es gestern. 4993 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 4816 waren es gestern. 15.894 Menschen gelten inzwischen als genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 61, acht Patienten mehr als gestern. Insgesamt liegen 282 Menschen in Krankenhäusern, 20 Personen mehr als gestern gemeldet.


Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,06 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 85,2 weiter auf Rot, die Ampel für die freien Intensivbetten steht auf Grün.

15.03 Uhr: Grüne: Berliner Clubs gelten zu Unrecht als Sündenbock

In den Berliner Clubs ist seit den Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen im Juli ein Ausbruch mit acht Virus-Fällen innerhalb eines Clubs bekannt geworden. Das geht aus den Antworten der Gesundheitsverwaltung vom 14. Oktober auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Zudem gab es demnach vier Ausbrüche in Bars mit insgesamt 62 Fällen. Bei privat veranstalteten Partys wurden sechs Ausbrüche mit insgesamt 87 Fällen registriert.

Die Grünen sehen die Clubs vor diesem Hintergrund zu Unrecht als Verantwortliche für die steigenden Corona-Infektionszahlen abgestempelt. Zudem kritisierten sie, es zeige sich, dass die Datenlage dünn sei und keine Informationen vorlägen, ob es um Indoor-Veranstaltungen gehe oder sich um Open-Air-Partys handele.

Georg P. Kössler, clubpolitischer Sprecher, und Catherina Pieroth, Sprecherin für Gesundheitspolitik, erklärten: „Es scheint, als wurden hier Clubkultur und junge Menschen zu Sündenböcken gemacht, ohne dass die Datenlage das hergibt.“ Das spalte die Gesellschaft und helfe niemandem. „Stattdessen hätte man schon früher gegensteuern müssen, um das breite Infektionsgeschehen zu verhindern, das wir jetzt beobachten.“

14.10 Uhr: Senat will Corona-Einschränkungen verschärfen

Der Berliner Senat will am Dienstag die Corona-Einschränkungen verschärfen. Einig ist sich die rot-rot-grüne Koalition darin, die Kontakte weiter einzuschränken. Statt bisher von 23 Uhr bis 6 Uhr sollen sich draußen künftig ganztägig nur noch höchstens fünf Personen oder zwei Haushalte zusammen aufhalten dürfen. Die Regelungen für private Feiern bleiben wie bislang bestehen.

An besonders belebten Plätzen soll eine Maskenpflicht eingeführt werden. „Unser Grundprinzip bei allen Maßnahmen ist ja, dass dort, wo Abstand halten nicht möglich ist, die Maske eingesetzt werden muss“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Wochenende zur Begründung. Offen ist dagegen, ob die gerade vom Verwaltungsgericht gekippte Sperrstunde durch ein Alkoholverbot ab 23 Uhr ersetzt wird. Auch die Beschränkung der Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen auf 100 Personen wird derzeit diskutiert. Kalayci möchte die Zahl reduzieren, Kultursenator Klaus Lederer (Linke) ist dagegen. Eine derartige Beschränkung würde vor allem die Kultureinrichtungen treffen, die allerdings über ausgefeilte Hygienekonzepte verfügen. Der "Tagesspiegel" hat über den Entwurf der neuen Verordnung zuerst berichtet.

12.56 Uhr: Corona-Infektionen in Brandenburg steigen weiter an

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Brandenburg erneut gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Samstag 136 neue Fälle innerhalb eines Tages. Am Vortag waren es 153 registrierte Neuinfektionen. Im Corona-Risikogebiet Cottbus kamen keine gemeldeten Neuinfektionen hinzu. Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag dort bei 63,2. Auch Frankfurt (Oder) steht mit einer 7-Tage-Inzidenz von 46,8 kurz davor, zum Risikogebiet zu werden.

Mit 21 Fällen war die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis Oder-Spree am höchsten. Dieser Landkreis, sowie die Landkreise Dahme-Spreewald und Spree-Neiße sowie Frankfurt haben die Warnschwelle von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner überschritten. Damit gelten dort schärfere Regeln wie die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz für Büros und Gaststätten, wenn man nicht an seinem Platz ist. Das Kabinett will am Dienstag über strengere Corona-Beschränkungen für private Feiern und Gaststätten entscheidet.

12.50 Uhr: Berliner FDP dringt auf Abschaffung der Sperrstunde

Die Berliner FDP fordert eine komplette Abschaffung der im Kampf gegen Corona eingeführten Sperrstunde. Sie stelle einen „erheblichen Eingriff in die Freiheitsrechte der Menschen in unserer Stadt dar“, heißt es in einem Antrag der FDP-Fraktion für Montag, der der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Der Senat wird darin aufgefordert, die entsprechenden Absätze der Infektionsschutzverordnung ersatzlos zu streichen. „Unsere stärksten Werkzeuge im Kampf gegen die Pandemie sind Eigenverantwortung und gelebte Solidarität“, erklärte FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja.

10.45 Uhr: Beherbergungsverbot wird aus Brandenburger Corona-Verordnung gestrichen

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat angekündigt, das Beherbergungsverbot aus der Verordnung zum Umgang mit dem Coronavirus zu streichen. „Wir leben in einem funktionierenden Rechtsstaat, in dem staatliches Handeln stets durch die Gerichtsbarkeit überprüft werden kann“, erklärte Nonnemacher am Samstag. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts von Freitag, das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots vorläufig auszusetzen, werde selbstverständlich akzeptiert. Die Umgangsverordnung werde am Dienstag im Kabinett angepasst.

8.30 Uhr: Kalayci: Mehr gestreute Infektionen und unkooperative Infizierte

Bei den Corona-Neuinfektionen sehen die Berliner Gesundheitsämter ein immer diffuseres Bild. Nur etwas über zehn Prozent der Fälle seien Ausbrüchen zuzuordnen, bei rund 90 Prozent hingegen sei die Infektionsquelle nicht eindeutig festzustellen, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben eine sehr breite Streuung.“ Die Senatorin erklärt das Auftauchen vermeintlich unklarer Einzelfälle allerdings auch mit Berichten von Amtsärzten, wonach generell die Kooperationsbereitschaft von Infizierten abnehme. Insbesondere nach Ausbrüchen bei großen Hochzeitsfeiern sei beobachtet worden, dass manche Menschen Angaben über ihre engen Kontakte verweigerten. „Das ist ein echtes Problem.“

8 Uhr: Neuköllns Gesundheitsstadtrat Liecke: „Sind im absoluten Krisenmodus“

Der Gesundheitsstadtrat des Corona-Hotspots Neukölln hält eine Eindämmung des Virus wie im Sommer in seinem Bezirk für nicht mehr möglich. „Daran, dass wir das wieder einfangen können wie Mitte des Jahres, glaube ich nicht mehr“, sagte der CDU-Politiker Falko Liecke der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind im absoluten Krisenmodus.“ Nur eine Erklärung, warum ausgerechnet in Neukölln die Fallzahlen so „durch die Decke“ gegangen seien, gibt es Liecke zufolge nicht. Er sagte, ein Stück vermute er einen Zusammenhang mit der Bevölkerungszusammensetzung: Er verwies etwa auf eine große Zahl spaßorientierter, internationaler junger Leute, aber auch auf bildungsferne Gruppen und Menschen mit Sprachbarrieren. Auch eine gewisse Ermüdung bei der Einhaltung der Corona-Regeln spiele eine Rolle.

+++ Sonnabend, 17. Oktober +++

21.33 Uhr: Oberverwaltungsgericht stoppt Beherbergungsverbot in Brandenburg

Auch in Brandenburg ist das umstrittene Beherbergungsverbot vorläufig gerichtlich aufgehoben. Dies entschied der 11. Senat des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg in zwei Eilverfahren, wie das Gericht am Freitagabend mitteilte. Die Antragsteller, ein Hotelbetrieb im Landkreis Dahme-Spree und eine Vermieterin von Ferienwohnungen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, hatten unter anderem geltend gemacht, dass die Regelung für sie zu erheblichen Einnahmeverlusten führe und ihre verfassungsrechtlich geschützte Berufsfreiheit verletze.

18.48 Uhr: Senat scheitert mit Antrag auf Zwischenverfügung

Mit einer Zwischenverfügung wollte der Senat die vom Verwaltungsgericht gekippte Sperrstunde ab 23 Uhr doch noch retten. Das Oberverwaltungsgericht wies den Widerspruch des Senats jedoch am Abend ab. Über die Beschwerde des Senats gegen die Sperrstunden-Entscheidung will das Oberverwaltungsgericht nächste Woche entscheiden.

17.00 Uhr: Neuköllner Gesundheitsstadtrat - "Ich befürchte Schlimmes"

Der Gesundheitsstadtrat des Corona-Hotspots Neukölln hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichts zur Sperrstunde scharf kritisiert. „Ich befürchte Schlimmes - nämlich, dass ein Nachholeffekt eintritt“, sagte der CDU-Politiker Falko Liecke der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Die Menschen könnten angesichts der Entscheidung zu der Ansicht kommen, die Lage sei ja gar nicht so schlimm - und deshalb wieder „voll auf den Putz hauen“.

16.17 Uhr: 676 Neuinfektionen in Berlin - Inzidenz steigt auf 83,2

Die Zahl der Infektionen steigt in Berlin weiter an. Die Senatsgesundheitsverwaltung vermeldete in ihrem Lagebericht 676 Neuinfektionen. Ein weiterer Mensch ist mit Covid-19 gestorben, die Zahl der Todesopfer steigt auf 239. 15.708 Menschen gelten als genesen. Damit sind 4816 Menschen in Berlin derzeit infiziert.

Die meisten Neuzugänge meldete Neukölln (+121), gefolgt von Mitte (+120) und Charlottenburg-Wilmersdorf (+108). 262 Menschen werden zurzeit in Krankenhäusern behandelt, davon 63 intensivmedizinisch.

Die Ampel für den R-Wert steht mit 0,99 weiter auf Grün, die 7-Tage-Inzidenz mit jetzt 83,2 weiter auf Rot. Der Prozentsatz für mit Covid-19-Patienten belegte Intensivbetten liegt bei 4,8, die Ampel steht auf Grün.

15.50 Uhr: Sperrstunde gekippt: Berliner Senat geht gegen Urteil vor

Nach der Aufhebung der Sperrstunde für elf Berliner Wirte kündigte der Senat umgehend an, gegen das Urteil Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einzulegen. Zudem will er eine Zwischenverfügung beantragen. "Damit soll möglichst noch heute Klarheit geschaffen werden, dass auch die elf klagenden Gastronomen nicht nach 23 Uhr öffnen dürfen. Ohnehin würde aus der Entscheidung des Verwaltungsgerichts lediglich für die elf klagenden Gastronomen die Sperrstunde entfallen – für alle anderen gilt sie in jedem Fall weiterhin", sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch.

15.13 Uhr: Berlin plant keine generelle Maskenpflicht im Unterricht

Berlin plant trotz steigender Corona-Infektionszahlen vorerst keine Ausweitung der Maskenpflicht in den allgemeinbildenden Schulen auf den Unterricht. Das sagte ein Sprecher der Bildungsverwaltung am Freitag, nachdem Baden-Württemberg einen solchen Schritt für alle weiterführenden Schulen angekündigt hatte. Allein für Berliner Berufsschüler in dualer Ausbildung werde nach den Herbstferien ab übernächste Woche eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht gelten.

Für die allgemeinbildenden Schulen setzt die Bildungsverwaltung den Angaben zufolge auf einen kürzlich angekündigten Stufenplan: Je nach Zahl der Infektionen wird für jede Schule eine von vier Stufen festgelegt. Das kann dann an einzelnen Schulen etwa strengere Hygienevorkehrungen bis hin zu einer Maskenpflicht im Unterricht nach sich ziehen, Einschränkungen für gemischte Lerngruppen oder eine Kombination von Schul- und Heimunterricht. Für jede Schule sollen die Behörden einmal pro Woche individuell prüfen und entscheiden. Dieses Verfahren tritt am 29. Oktober in Kraft.

14.41 Uhr: EU-Gipfel in Berlin abgesagt

Die Europäische Union hat ihren für November geplanten Gipfel in Berlin zur China-Politik angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. „Im Sinne der Kontakte ist das glaube ich eine notwendige Botschaft“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag in Brüssel.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollten sich am 16. November zu einem Sondergipfel zur China-Politik in Berlin treffen. Der Termin war erst beim letzten EU-Gipfel Anfang Oktober beschlossen worden.

14.16 Uhr: Steigende Corona-Infektionszahlen in Brandenburg

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg erneut gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag 153 neue Fälle innerhalb eines Tages. Am Vortag waren es 144 Neuinfektionen. Mit jeweils 20 neuen Fällen war die Zahl der Neuinfektionen in Cottbus und im Landkreis Mittelmark am höchsten. Cottbus gilt bereits seit Donnerstag als Risikogebiet, weil dort die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen über den kritischen Wert von 50 gestiegen war. Inzwischen liegt dieser Wert bei 70,2.

14.15 Uhr: Bei Union halten sich noch nicht alle an die Corona-Regeln

Unions Manager Oliver Ruhnert redet dem Team vor dem Spiel bei Schalke 04 ins Gewissen, Trainer Fischer wirbt um Verständnis. Lesen Sie den ganzen Artikel HIER!

13.39 Uhr: Bundespolizei soll auch bei Kontrollen in Berlin helfen

Beamte der Bundespolizei sollen auch in Berlin bei Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln helfen. Details werden nach Angaben der Senatsverwaltung für Inneres noch geklärt. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) habe am Donnerstag mit dem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Telefon über das Thema gesprochen. Am Freitag sei eine Telefonkonferenz auf der Ebene der Staatssekretäre geplant, in der es unter anderem um den Bedarf der einzelnen Bundesländer gehe, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung am Freitag. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ über das Thema berichtet.

13.28 Uhr: Corona: Mehr als 1100 Bundespolizisten in Quarantäne

Bei der Bundespolizei befinden sich aktuell mehr als 1100 Beamte in Quarantäne. Unter den 1127 Bundespolizisten in Quarantäne sind 94 mit dem Coronavirus infiziert, wie eine Sprecherin des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam am Freitag bestätigte. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe über die Zahlen berichtet. Zu Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Bundespolizei durch die Ausfälle wollte die Sprecherin keine Auskunft geben.

13.21 Uhr: Gastronomie - Alle werden wieder länger öffnen

Die Berliner können nach dem Gerichtsbeschluss zur Sperrstunde nach Branchenangaben nun stadtweit wieder länger ausgehen. Davon geht der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga aus. Er rechnet damit, dass alle Betriebe wieder wie üblich geöffnet bleiben.

Elf Gastronomen hatten die vor einer Woche eingeführte Sperrstunde ab 23 Uhr mit Eilanträgen am Freitag gerichtlich gekippt. Alkohol dürfen die Wirte danach aber weiterhin nicht ausschenken. Doch auch dagegen sind nach Verbandsangaben Eilanträge gestellt worden. „Wir begrüßen die Entscheidung sehr“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Thomas Lengfelder. Die Branche leide schon sehr unter den uneinheitlichen Beherbergungsverboten für Reisende aus Corona-Risikogebieten. „Wir haben kaum noch Touristen in der Stadt“, das treffe auch die Bars.

Wir starten unser neues Newsblog. Alle bisherigen Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin finden Sie hier.

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