Wahlen

Kai Wegner wird Spitzenkandidat der Berliner CDU

Wegner will nach Informationen der Morgenpost seine Kandidatur am Freitag auf einer Pressekonferenz um 11 Uhr bekannt geben.

Der CDU-Landesvorsitzende von Berlin Kai Wegner im September 2020 in der Redaktion der Berliner Morgenpost.

Der CDU-Landesvorsitzende von Berlin Kai Wegner im September 2020 in der Redaktion der Berliner Morgenpost.

Foto: Reto Klar / Funke Foto Services

Berlin. Es ist entschieden: Kai Wegner (48), CDU-Landesvorsitzender in Berlin und Bundestagsabgeordneter, wird Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Abgeordnetenhauswahl im kommenden Jahr. Nach Informationen der Berliner Morgenpost will Wegner seine Kandidatur am Freitag auf einer Pressekonferenz um 11 Uhr bekannt geben. Zuvor, um 8.30 Uhr, will Wegner das Berliner CDU-Präsidium informieren, ab 16 Uhr kommt der CDU-Landesvorstand zusammen.

Wegner, der in Spandau zu Hause ist und dort auch seinen Bundestags-Wahlkreis hat, ist seit Mai vergangenen Jahres Vorsitzender der Berliner CDU. Nach den Grünen ist die CDU damit die zweite Partei in Berlin, die ein Jahr vor der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2021 ihren Spitzenkandidaten benennt. Anfang der Woche hatten die Berliner Grünen mitgeteilt, dass die Abgeordnete Bettina Jarasch Spitzenkandidatin werden soll. In der SPD soll Bundesfamilienministerin Franziska Giffey im Dezember zur Spitzenkandidatin nominiert werden. Bei der Linken hat Kultursenator Klaus Lederer gute Chancen.

Kai Wegner: Das sind seine Ziele

Dass Wegner CDU-Spitzenkandidat werden will, galt schon länger als wahrscheinlich. Wegners Ziel ist - das machte er schon mehrfach klar - die Ablösung des rot-rot-grünen Senats von Michael Müller (SPD) und die Rückkehr der CDU in Regierungsverantwortung. Die CDU wolle stärkste Partei werden. Wegners Motto: „Mit Selbstbewusstsein, Mut und Zuversicht werden wir richtig stark werden in Berlin.“

Seit der Abwahl des SPD/CDU-Senats 2016 ist die Union stärkste Oppositionspartei im Abgeordnetenhaus. In Umfragen dümpelte sie lange zwischen 17 bis 19 Prozent vor sich hin, allerdings kletterten die Werte in der Corona-Krise auf 21 bis 23 Prozent. Das Plus wurde indes vor allem dem Agieren von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Pandemie zugeschrieben und weniger landespolitischen Aspekten.

Der gelernte Versicherungskaufmann Wegner gilt als gut vernetzt und sitzt seit 2005 im Bundestag. Dort ist er baupolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Von 2011 bis 2016 war er Generalsekretär der Berliner CDU. Wegner ist waschechter Berliner.

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