Beschlagnahmung

Clan-Immobilie in Neukölln gehört jetzt dem Land Berlin

Der Stammsitz einer stadtbekannten Großfamilie wurde vor zwei Jahren beschlagnahmt. Versuche des Clans, dagegen vorzugehen, scheiterten

Im Garten hinter der Villa in Alt-Buckow, in der die Clan-Familie R. wohnt, wurde illegal ein Flachbau errichtet.

Im Garten hinter der Villa in Alt-Buckow, in der die Clan-Familie R. wohnt, wurde illegal ein Flachbau errichtet.

Foto: Buddy Bartelsen

Berlin. Nun ist es amtlich. Der Stammsitz der Familie R. im Neuköllner Ortsteil Alt-Buckow gehört dem Land Berlin. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie schrieb: „Beschlagnahmte Immobilien: Das Kammergericht Berlin gibt der Staatsanwaltschaft Berlin Recht und weist die Beschwerde gegen die Beschlagnahme endgültig zurück. Grundstückseigentümer ist jetzt das Land Berlin.“

Das Grundstück in Alt-Buckow ist eine von 77 Immobilien, die vor mehr als zwei Jahren beschlagnahmt wurden. Neben den sichergestellten Grundstücken und Häusern im Juli 2018 wurden im April 2019 auch die Einnahmen aus der Vermietung von 45 der Immobilien richterlich beschlagnahmt.

Fünf Beschuldigte und drei Nebenbeteiligte legten laut Justizverwaltung Beschwerde ein. Alle Versuche, gegen die Beschlagnahmung rechtlich vorzugehen, seien bislang erfolglos geblieben, hieß es im Sommer. Der Wert der 77 Immobilien wurde im Sommer 2018 mit rund neun Millionen Euro beziffert.

Dass nun der Stammsitz der Großfamilie dem Land gehört, ist der zweite Rückschlag für sie innerhalb kurzer Zeit. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass ein illegal errichteter Flachbau auf dem Grundstück abgerissen werden muss.