Kriminalität

Diebstahl aus Briefkästen: So können Sie sich schützen

Nachdem eine Bande Briefkästen aufbrach, rät die Polizei rät zu speziellen Eingangstüren und Gegensprechanlagen mit Videofunktion.

17.10.2019, Berlin: Zeitungen stecken in Briefkästen eines Mehrfamilienhauses. (zu dpa-Korr "Zeitung bis ins Dorf - Staatliche Hilfe für Zustellung wird geprüft" Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa [ Rechtehinweis: picture alliance/Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dp

17.10.2019, Berlin: Zeitungen stecken in Briefkästen eines Mehrfamilienhauses. (zu dpa-Korr "Zeitung bis ins Dorf - Staatliche Hilfe für Zustellung wird geprüft" Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa [ Rechtehinweis: picture alliance/Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dp

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Sie haben es vor allem auf Bankkarten und Geheimzahlen abgesehen: Nach dem Bericht in der Montagsausgabe der Berliner Morgenpost über kriminelle Banden, die sich auf Diebstähle auf Briefkästen spezialisiert haben, gibt die Polizei Tipps, wie man sich schützen kann. Eine hundertprozentige Sicherheit zu erlangen, sei schwierig, sagt der Leiter der Beratungsstelle Einbruchschutz, Georg von Strünck. Man sollte es den Dieben aber so schwer wie möglich machen.

Sicherheitsbriefkästen schützen vor Herausfischen der Post

Diebe würden Briefkästen zwar oft aufbrechen. Viele würden diese Mühe aber doch scheuen und Briefe durch geschickte Griffe in den Einwurfschlitz herausholen. Spezielle konstruierte Sicherheitsbriefkästen könnten dieses Herausfischen erschweren. Bestehende Briefkästen nachzurüsten, sei allerdings in der Regel nicht möglich. In Mehrfamilienhäusern müsse die Hausverwaltung vielmehr dazu gebracht werden, neue Kästen zu beschaffen. Sinnvoll sei diese vor allem, wenn die Einwurfschlitze nicht im Inneren des Gebäudes sondern straßenseitig liegen. Denn in diesen Fällen müssten Diebe nicht einmal das Hindernis der Eingangstür überwinden.

Briefkästen im Haus: Darauf achten, dass Tür immer ins Schloss fällt

Wenn sich die Briefkästen im Inneren befinden, sollten Bewohner darauf achten, dass die Türen immer ins Schloss fallen. Die meisten Eingangstüren ließen sich allerdings mit geschickten Handgriffen und einem Gegenstand auch dann problemlos öffnen. Einen besseren Schutz böten Türen mit sogenanntem „Mediator-Schloss“. Sie würden sich auch bei einfachem Zufallen von selbst verriegeln, sagt von Strünck. Diebe könnten allerdings auch dann mit einem Trick ins Haus gelangen, etwa wenn sie sich als Paketbote ausgeben. Zu empfehlen seien daher Gegensprechanlagen mit Videofunktion. Dann falle zumindest auf, wenn ein vermeintlicher Paketbote keine Dienstkleidung trage.

Kommt es doch zu einem Diebstahl, sollten Betroffenen sofort Anzeige bei der Polizei erstatten. Bei dem Verdacht, dass eine Bankkarte entwendet worden sein könnte, solle man auch die Bank benachrichtigen und auffällige Kontobewegungen überprüfen. Nach einem Diebstahl der Bankkarte entstandene Schäden würden von den Kreditinstituten ersetzt.