Wasserball

Spandau verliert Wasserball-Finale gegen Waspo Hannover

Marko Stamm.

Marko Stamm.

Foto: dpa

Hannover. Der 37-malige Meister Spandau 04 hat in diesem Jahr den Titel verpasst. Die Berliner Titelverteidiger verloren am Mittwoch die deshalb entscheidende vierte Partie des Best-of-Five-Finals bei Waspo 98 Hannover vor 300 Zuschauern unter freiem Himmel und bei Regen mit 9:11 (2:2,3:5,1:3,3:1). Vorausgegangen waren die 8:10-Auftaktniederlage in Hannover, das 6:9 in Berlin-Schöneberg und der 12:9-Anschluss für die Hauptstädter.

"Wir haben leider in der kompletten Serie nur momentweise am Limit gespielt, so kann man nicht Meister werden", sagte Manager Peter Röhle. "Hannover hat verdient gewonnen, wir konnten nicht das durchgängig zeigen, wozu wir in der Lage sind. Die personellen Probleme hatten daran letztlich nur partiellen Anteil." Der Manager blickte zugleich voraus und kündigte an: "Ich gehe davon aus, dass wir uns beim Pokal-Finale in anderer Verfassung vorstellen."

Waspo holte sich zum dritten Male nach 1993 und 2018 den Titel. Beim Meisterduell 2018 hatte Hannover ebenfalls mit 2:0 geführt, dann den 2:2-Ausgleich hinnehmen müssen und das fünfte Match in Hannover und damit Serie und Titel gewonnen. Jetzt standen sich die beiden Erzrivalen zum vierten Mal in Folge in der Finalserie gegenüber.

Im Mittwochabend-Spiel begannen beide Seiten nervös und vergaben zunächst in Serie ihre Angriffschancen. Erst im fünften Versuch erzielten die Gastgeber den ersten Treffer im ausgeglichenen ersten Viertel (2:2). Im zweiten Abschnitt schaffte Hannover erstmals eine Zwei-Tore-Führung, die auch bei Halbzeit noch Bestand hatte (7:5). Im dritten Viertel zog das abwehrstarke und angriffsvariable Waspo auf das vorentscheidende 10:5 davon. Der Rest war Vorbereitung auf das nach dem 11:9-Spielende folgende emotionale Meisterbad der Niedersachsen. Für Hannover waren vier Schützen doppelt erfolgreich, bei Spandau traf Kapitän Marko Stamm dreimal.